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Halt den Mund, heule nicht und lebe …

9. März 2010

Pause. Pause? Nee, Feierabend für heute. Tummle mich lieber noch mal hier im Netz, bevor ich die nächsten 2 Wochen ohne bin.

In meinem Blog vom 17.2. hatte ich das Buch „Die Kunst ein Egoist zu sein“ erwähnt. Gekauft habe ich es aber doch nicht, dafür von Larry Winget „Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich!“

Am Sonntag war ich in meinem Timmendorfer Lieblingsbuchladen, habe gestöbert und das Buch gefunden. Von Larry Winget hatte ich schon „Menschen sind Idioten – und ich kann’s beweisen!“ gelesen. Ich weiß, viele mögen seine provozierende Art nicht, ich schon. Aber er schreibt eben nicht für sensible Gemüter.

 

Prolog – von Larry Winget:

„Ich widme dieses Buch mit großem Dank dem ganzen Mist, der mir je passiert ist. Das hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Das hat mich dazu gebracht zu lesen, zu suchen, zuzuhören, zu lernen loszulassen, zu akzeptieren, Perspektive zu gewinnen und das Leben zu schaffen, das ich immer schon gewollt habe.

Denn ohne all diese Stolpersteine in meinem Leben wäre ich wie 99,9 Prozent der Welt: Ich würde ein Leben im Mittelmaß führen, voller Schuldgefühle, Groll und Gejammer.

Ich brauchte all diese Erfahrungen, denn ohne sie gäbe es kein Buch, das sie jetzt lesen könnten, und sie hätten auch gar keinen Grund, mir zuzuhören.

Und so bin ich dankbar für jeden Mist, der mir je passiert ist!“

 

Durchgelesen habe ich das Buch natürlich noch nicht, aber durchgeblättert, hier mal eine Passage gelesen, mal dort. Und ich bin der Aufforderung des Autors gefolgt, Zeilen zu markieren und Notizen in das Buch zu schreiben: denn es ist mein Buch für meinen privaten Gebrauch.

 

Nach meinem ersten Eindruck zieht sich eins wie ein roter Faden durch das Buch: Der Realität ins Auge blicken und umsetzen, was man umsetzen kann. Nicht ungewisse Hoffnungen pflegen, sondern fest an reale Ziele glauben und dafür sein Leben bewusst selbst in die Hand nehmen. Ein Appell an die Eigenverantwortung.

Dazu fällt mir spontan Woody Allen ein: „Die Schwierigkeit des Lebens besteht darin, den Kopf und das Herz zur Zusammenarbeit zu bewegen.“ Wer kennt es nicht, dass der Kopf einem das eine sagt, ganz klar rational begründet, das Herz (oder Bauch) aber anderer Meinung ist. Das fängt, nüchtern betrachtet, schon beim Essen an: wir essen und trinken Sachen von denen wir wissen, dass sie nicht gut für uns sind.

 

Winget arbeitet viel mit Zitaten. Als Antwort auf Alles könnte er mit diesen Zeilen aus seinem Buch antworten:

„Warnung! Klischee voraus: ‚Wahrheit tut weh.’

Haben Sie das schon einmal gehört? Es ist wahr. Einige Klischees sind wahr. ….. Ich wette, Sie kennen auch dieses andere Klischee: ‚Die Wahrheit wird uns frei machen.’

Wieder ein Oldie, aber echt gut – der Ursprung ist biblisch. ….. Die Bibel wurde vor zweitausend Jahren geschrieben, und wir haben seitdem einiges dazugelernt; daher ist ein wenig literarische Freiheit nach meiner Auffassung vollkommen akzeptabel. Lassen Sie mich Ihnen ein anderes Zitat vor Augen führen, das jene berühmte Aussage in der Bibel ergänzt und sie nach meiner Meinung abrundet:

‚Die Wahrheit wird uns frei machen, aber erst wird sie dich anpissen.’ (Werner Erhard)

….. Es gilt jedoch auch:

‚Aller Kummer der Menschen kommt daher, dass man sich die Wirklichkeit nicht genau so darstellt, wie sie ist.’ (Buddha)“

Ob ich das Buch empfehlen kann? Es gibt keine neuen heilbringenden Thesen, aber die altbekannten werden sehr provokant dargestellt. Nichts für Sensibelchen.

Wer blättern möchte:

http://www.amazon.de/heulen-endlich-Tritt-Hintern-wollen/dp/3938350164

^.^

8 Kommentare leave one →
  1. sven permalink
    10. März 2010 05:06

    Ich habe gestern Abend noch gelesen – 2 Zitate aus dem Buch, das ist so, als wenn man sich mit seinem Spiegelbild unterhält – oder so wie ich, Sternzeichen Zwilling, der eine mit dem anderen:"Ich mache Ihnen keineswegs die Hölle heiß, ich sage Ihnen nur die Wahrheit, und sie denken, dass das die Hölle ist." (Harry S. Truman), dazu passt, ein paar Seiten weiter,"Wenn Sie durch die Hölle gehen, gehen sie einfach immer weiter." (Winston Churchill)Handelsblatt Online: "Selten gab es derart provokante Aussagen zum Thema Selbstfindung und Selbstmanagement in Buchform." Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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  2. - Pusteblume permalink
    10. März 2010 07:00

    Hört sich spannend an, das Buch, lieber Sven.Manchmal muss man die Wahrheit ins Gesicht geschrien bekommen,oder wie hier lesen, um vielleicht eine andere Sicht- und Denkweise zu bekommen.Muss ich mir mal notieren….den Titel.Einen schönen Tag noch….und einen guten Umzug, Sven!LG von Pusteblume

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  3. Erika permalink
    10. März 2010 07:59

    Hallo Sven,habe jetzt gerade so einen kleinen Auszug des Buches gelesen,wer mit den Provokationen nicht umgehen kann ,sollte es sicher nicht lesen,ob ich es mir kaufen werde weiss ich noch nicht,übrigens das Buch von Josef Kirschner " Wie werde ich ein Egoist ",habe ich gelesen,ob´s mir geholfen hat…? Ich glaube eher nicht,aber es war interessant zu lesen.LG.Erika

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  4. Doctor H. permalink
    10. März 2010 08:44

    Hey Sven..Ja, die Leseprobe war ganz nett. Wenn ich auch sagen muss, dass es nicht wirklich neue Erkenntnisse waren.Ich stehe aber generell Motivationstrainers meistens sehr skeptisch und sogar mit einem leichten Hass gegenüber. Denn wenn mir einer erzählen will: "Tschakka, du schaffest es", und dabei eine Operation mit einem Plastik-Camping-Messer am offenen Herzen von mir fordert (dazu noch an meinem eigenen), während er selber beim ersten Blutstropfen in tiefe Bewußtlosigkeit fällt, dann kann ich Mister "ich bin der neue Heiland unter den Selbsthilfepäpsten" nicht ernst nehmen. Wenn Sie alle so toll, erfolgreich und vor allem reich wären, müssten Sie ja ihre Zeit nicht damit verplempern langweilige Bücher zur Lebenshilfe zu schreiben, um die Alimente für Frau und Kind bezahlen zu müssen. Ich würde ja auch nicht zu einem Eherberater gehen, der schon 3x geschieden ist… ^^Dieser Beitrag war natürlich satirisch gemeint.. 😉

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  5. Katjas permalink
    10. März 2010 16:21

    Hallo Sven!Ist es nicht ein toller Vorteil? Wir Zwillinge können mit uns reden und diskutieren, hören ab und zu eine innere Stimme ( wenn man will und ohne das man Pillen dagegen nehmen muss ) und Probleme trägt man nie alleine :-)) Über die Hölle lasse ich mich nicht aus. Bis jetzt habe ich nur den Eingang gesehen, es gibt immer Schlimmeres, aber ab und an einen Tritt brauche ich doch – einer meiner Zwillinge ist einfach zu bequem – nur welcher? lach ….Das Buch klingt gut und wenn ich etwas richtig gut ab kann, dann ist es die Wahrheit ohne Heucheleien und Bartschmiererein, Dazu die nötige Priese Humor lässt es erträglich werden :-)War natürlich gleich bei Amazon und hab gestöbert 😉 Viel Spaß beim Weiterlesen, lass uns ein paar Zeilen kosten und widme Dich Deinem Umbruch – äh – zug ;-)LG Katja

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  6. Vilson permalink
    10. März 2010 20:55

    Hallo Sven ,ich hab nur eine Frage , muss mann sich eigendlich solche lektüre reinziehen ,um zu seinen eigenen Leben zu finden ! Die kunst ein Egoist zu sein , wäre es nicht besser wenn es heissen würde ! Die kunst kein Egoist zu sein . Wenn ich den obigen Prolog lese , muss mann erst lesen ,um zu erkennen , was einen an Mist über den Weg gelaufen ist ,um selbst zu sich zu finden ?Und ein Schriftsteller , der da sogar obzöne Worte ,wie anpissen verwendet , den sollte mann .gleich vergessen .

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  7. Dreamer permalink
    14. März 2010 14:41

    Hallo Sven, so wie ich das sehe ist es eines von den Büchern, das uns sagt, was wir eigentlich wissen, nur nicht machen, weil wir Menschen per se als dumm einzustufen sind. Wie sagte schon Albert Einstein: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Dabei ist es doch einfach: wir müssen nur das machen, von dem wir wissen, daß es gut für uns ist. Wir wären weniger krank, würden keine Tiere ausrotten und auf keine Klimakatastrophe zusteuern, usw. usw..Viel Spaß beim Lesen ^^

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  8. Dreamer permalink
    14. März 2010 14:52

    eins noch, @ Vilson: Ich glaube schon, daß Lesen und Gespräche gut sind oder hilfreich sein können, wenn man dabei ist, sein Leben umzustellen. Und wer nur an andere und dabei nicht an sich denkt, also "die Kunst kein Egoist zu sein" wie du schreibst, der bleibt irgendwann auf der Strecke, daß wird dann "Helfersyndrom" genannt. Also ist ein gesunder Egoismus schon nötig, weil wer selber nichts mehr hat kann auch nichts mehr geben. Ganz einfach!

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