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Das darf ich ihnen nicht glauben!

1. April 2010
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Gast-Blog von Natalie

Montag war ich bei Penny einkaufen. U. a. auch ein 6er Pack Punica im Angebot für 99 Cent die Flasche, statt 1,59 €. Dass ich trotzdem 1,59 € bezahlt habe, ist mir erst zuhause aufgefallen. Also bin ich gestern wieder mit dem Bon hingegangen um das zuviel bezahlte Geld zurück zu fordern.

Angeblich war von der Zentrale der reduzierte Preis nicht in das Kassensystem eingegeben worden. Ich konnte die Kassiererin aber anhand eines Prospektes davon überzeugen, dass in dieser 13. KW Punica im Angebot ist. Damit fing das Drama an. Also Geld raus geben. Wieviel? Gefragt hat mich die Kassiererin nicht, sie sprach offensichtlich mit sich selbst. Als sie anfing mit einem Taschenrechner zu hantieren fühlte ich mich doch bewogen, ihr die Antwort auf des Rätsels Lösung zu geben:

Drei Euro sechzig. Differenz zwischen neunundneunzig zu eins-neunundfünfzig macht sechzig, mal sechs, macht drei-sechzig.“

Mit großen Augen schaute sie mich an und …

„Das darf ich ihnen nicht glauben!“

Ich war einen Moment sprachlos. Das kommt selten vor, aber das war so einer dieser ganz seltenen Momente. Was? Das darf sie mir nicht glauben? Ich muss sie wohl nur mit großen Augen angeschaut haben – unbeeindruckt dessen tippte sie weiter auf ihrem Rechner rum und kam, wunderbarerweise, auf

„zwei Euro zehn!“

Wieder ein kurzer Moment der Sprachlosigkeit bei mir.

„Das darf ich ihnen aber jetzt nicht glauben!“

Pause. Ich war hochgradig irritiert. Ein neuer Versuch:

„Sechs mal sechzig sind drei-sechzig, und die möchte ich haben!“

Kassiererin tippt wieder und dann, eine halbe Ewigkeit später:

„Stimmt, drei-sechzig.“

Als ich das vorhin meinem Vater auf der Fahrt von Braunschweig nach Peine erzählt habe, hat er fast ins Lenkrad gebissen. Das habe ich vorher so auch noch nie erlebt. So gibt es immer wieder Situationen im Leben, die man nicht für möglich gehalten hat, die aber trotzdem passieren.

Euch allen hier im Space schöne Ostertage

Diesen Blog hat meine Tochter gestern, 31.03.2010, hier geschrieben. Veröffentlicht habe ich ihn erst heute, weil ich von der Penny-Seite das Angebot noch herauskopieren wollte. Das ist kein Aprilscherz!

^.^

9 Kommentare leave one →
  1. Tina permalink
    1. April 2010 08:33

    Neee, das kann ich nicht glauben….oder doch? Darf oder kann man überhaupt glauben…und wer bestimmt, was man wann glauben darf…verwirrtsei….Jedenfalls, rechnen könnse da nicht….;-) Grüße an deine Tochter !

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  2. sven permalink
    1. April 2010 08:36

    Danke Tina, richte ich aus. Als sie mir das gestern erzählt hat, habe ich spontan gesagt, dass sie diese Story hier las Blog schreiben soll. Geschichten, wie sie nicht jeden Tag passieren 😉

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  3. Doctor H. permalink
    1. April 2010 11:05

    Tja, das ist leider kein Einzelfall, dass manche Leute, die an der Kasse sitzen im Kopfrechnen Note 6 Minus haben. Aber selbst eine frühere Arbeitgeberin von mir konnte nicht 800 euro und 400 Euro im Kopf addieren, sondern musste das aufschreiben. Die hatte Hochschulabschluß und war Anwältin. Ich frage mich immer noch, wie die es durch’s Abitur geschafft hat…Das es aber bei der Kassentrulla sogar bei so glatten Zahlen wie 60 Cent multipliziert mit 6 nicht klappt.. Aua.. sei froh, dass es nicht 59 Cent waren. Die wäre ja jetzt immer noch am rechnen. Dabei ist das so einfach. Man rechnet statt 6 mal 59 cent, 6 mal 60, und zieht dann einfach 6 Cent ab. und schon kommt man im Kopf auf 3,54 Euro, ohne auch nur annähernd ins schwitzen zu kommen. Für andere Leute mag es wie Zauberei wirken, ist aber völlig simpel. Genauso wie ich fast auf einen Euro genau an der Kasse sagen kann, was ich am Ende bezahlen muss. – weil ich mir fast alle Preise merke, von den Dingen, die ich eingekauft habe, und die im Kopf gerundet aufaddiere, wenn ich sie aufs Kassenaband lege. Ist für mich immer so ein kostenloses Dr. Karashimas Gehirn-Training…Aber ich bin ja eh ein Supertyp, mit ungeahnten Fähigkeiten, die weit über das normale hinausgehen..^^

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  4. Vilson permalink
    1. April 2010 11:17

    Wenn ich bedenke ,das mann als Kaufmann in Deutschland mehrere Jahre dafür eine Lehrzeit mit Ablussprüfung ablegen muss , Ist das eine Mathematische Meisterleistung !Ich Dachte nur bei den meisten Brasilianern ist 1 + 1 = 3 frohe Ostern. Gruss auch an Deine Tochter ! Harry

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  5. Dreamer permalink
    3. April 2010 12:27

    das glaub‘ ich nicht ….

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  6. Katjas permalink
    3. April 2010 17:29

    Ist doch klar, dass sie Dir das nicht glauben durfte. Der Kunde ist König aber woher weiß sie, dass Du noch nach der alten Schule im Kopf rechnen kannst – lach 😉 Der Schreibstil Deiner Tochter ist klasse :-)LG Katja

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  7. Nimue permalink
    13. April 2010 06:11

    Also…. *räusper*…. ich muss gestehen…. das hätte ich sein können *schäm*… Verehrter Herr Dr. man kann auch ohne Mathe Anwältin werden, oder gehört Mathematik zum Studium dazu? Man muss nicht automatisch dumm wie Brot sein, nur weil man partout nicht rechnen kann. Bestes Beispiel: Ich 😉 Hatte bis letztes Jahr Juni noch eine Ausbildung gemacht, ich war Klassenbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,6. In sämtlichen Fächern hatte ich einser und zweier, nur in Mathe habe ich mit Müh und Not und sehr viel lernen und Nervenzusammebrüchen noch gerade so eine drei bekommen. Und ich möchte mal behaupten, dass ich zwar nicht überdurchschnittlich, aber intelligent bin ;-)Liebe Grüßedie Frau wo kein Mathe kann *g*

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  8. Juergen permalink
    13. April 2010 06:44

    Auch von meiner Seite etwas dazu: Nicht rechnen können und dumm sein sind zwei verschiedene Seiten. Wie auch Lese-Rechtschreibschwäche gibt es die Problematik beim Umgang mit Zahlen – Dyskalkulie genannt. Wer darunter leidet, wird schnell als dumm abgestempelt, was aber recht schnell wiederlegt werden kann. Egal, der Beitrag ist trotzdem gut, weil in vielen Kassenbereichen Menschen sitzen, die nur noch über den Scanner "rechnen" können. Kopfrechnen kann man also auch schnell verlernen, wenn man nur noch per Hilfsmittel arbeitet.

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  1. Alle Jahre wieder … | Ich sag' mal ...

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