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HH & Olaf Scholz

21. Februar 2011

Olaf Scholz. Bewusst wahrgenommen habe ich ihn vor knapp 10 Jahren, als er nach dem charismatischem Franz Müntefering Generalsekretär der SPD wurde. Ein kühl daherkommender Hamburger, Typ Sachverwalter, bei dem man den Eindruck hatte, dass er „zum Lachen in den Keller geht“. Oder wie er in der Journalie genannt wurde: „Scholzomat“.  Genau das Gegenteil zum damaligen „Basta-Kanzler“ Schröder – und daneben „gut“ auszusehen war sowieso nicht einfach. Und heute? Olaf Scholz hat sich nach meinem Dafürhalten nicht verändert. Bestes Beispiel gestern die Interviews nach dem, seinem Wahlsieg in Hamburg. Euphorie sieht anders aus.  Wie kann man damit eine Wahl gewinnen? Ganz bestimmt haben die besonderen Hamburger Verhältnisse eine große Rolle gespielt, aber den grandiosen SPD-Wahlsieg allein darauf zurückzuführen wird Olaf Scholz nicht gerecht. Vielleicht ist es gerade seine Art, das Gefühl dass er Sätze erst zu Ende denkt, bevor er sie ausspricht, die ihn in Zeiten von „Ankündigungspräsidenten und -Ministern“ in eine besondere Position hebt. Versprechen werden oft genug zum Versprecher. Viele Worte, wenig Taten. Beispiele dafür gibt es heutzutage genug.

Versprochen hat auch Olaf Scholz viel. Aber so wie er es getan hat traut man ihm scheinbar zu, dass er auch einhält, was er gesagt hat. Warten wir es ab. Vielleicht gilt was die FAZ geschrieben hat:

„Scholz hat die Wahl nicht  in Guttenberg-Manier mit Schloss, Adelstitel (ererbt) und Doktorgrad (womöglich erschlichen), sondern mit der unglamourösen Attitüde eines sorgsamen, emsigen Sachwalters des Gemeinwesens gewonnen.“ Die Zeitung erweitert den Fokus: „In Hamburg kann man damit ‚Erster Bürgermeister‘ werden, im Bund Kanzler.“ 

Weit hergeholt? Immerhin wäre Scholz nicht der erste ehemalige Hamburger Innensenator (2001) der später Kanzler wurde.

Nachtrag am 15.02.2015: Olaf Scholz wird auch nach der Wahl 2015 weiter Bürgermeister bleiben -> KLICK 

Nr. 69 (WP9) ^.^

3 Kommentare leave one →
  1. 21. Februar 2011 09:15

    Denke auch, dass „nur“ die Vergangenheit Hamburgs dieses Ergebnis brachte. Viele, sehr viele haben Helmut Schmidt im Kopf. Wir werden sehen, was tatsächlich anders wird hier.

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    • 21. Februar 2011 11:31

      Moin Tina, keine Widerworte. Ich bin auch gespannt. Mal sehen ob der „Scholzomat“ den Hanseaten zufrieden stellen kann. Wenn die „Kasse“ stimmt, ist die Chace groß. Sollten sich seine Versprechen aber auch nur als Versprecher herausstellen, wird es eng …
      Schöne Woche wünsch ich dir

      Gefällt mir

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  1. Das Leben in der Niederlage | Ich sag' mal ...

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