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Die neuen Verben

12. Januar 2012

Liebe Leser – und natürlich Leserinnen –

ich merkele zurzeit mit meinen Äußerungen, weil ich nicht recht weiß, was ich von alle dem, was so um uns herum passiert, halten soll. Sicherlich könnte ich wulffen und alles so hindrehen, dass es irgendwie richtig ist, aber irgendwie doch nicht. „Nicht Fisch, nicht Fleisch“, wie wir so schön sagen. Aber das ist eigentlich nicht mein Stil.

Oder sollte ich schrödern und einfach sagen: „Jeder ist für sich und seine Zukunft selbst verantwortlich! Basta!“? Das wäre vielleicht zu kurz gefasst. Wir erleben es doch immer wieder, dass Menschen irrgeleitet sind, werden, und an den Weggabelungen der Geschichte falsch abbiegen. Wären diese Menschen nicht froh, wenn sie auf den rechten, einen besseren Pfad, zurückkehren könnten?

Ein Beispiel: nein, nicht unseren derzeitigen Bundespräsidenten. Zu dem Thema muss ich nicht merkeln, schon gar nicht wulffen, da neige ich aus innerer Überzeugung eher zum Schrödern: „Go west, back to the roots, from Berlin to Hannover, or better, Osnabrück!“

Ich meine die über 14 Mio. Deutschen, die heute riestern. Viele merken langsam, dass sie von den Versicherungskonzernen nur abgewaigelt werden und inflationsbereinigt im Alter weniger raus bekommen, als sie eingezahlt haben. Es besteht die Gefahr, später einmal hartzen zu müssen, weil die Rente vorne und hinten nicht reicht. Ich kenne genügend Leute, die heute eine andere, bessere Anlageform für ihr schwer erarbeitetes Geld wählen würden. Selber Schuld – oder wurde von den Beratern nur gewulfft was gut klingt?

Bevor mir jemand unterstellt, dass ich diesen Artikel teilweise geguttenbergt habe: die Steilvorlage dafür stammt von der SPIEGEL-ONLINE-Seite: -> KLICK

Zum Thema Riester-Rente hat mich ein ARD-Beitrag animiert: -> KLICK

^.^

4 Kommentare leave one →
  1. 12. Januar 2012 18:24

    Mensch Sven, der Text ist der Hammer. Ich bin eben beim Lesen deiner neuen Verben in den Lachkollaps verfallen. Herrlich, herrlich. Und nun bist du verantwortlich, dass mir der Bauch weh tut.

    Es ist schön, dich wieder zu lesen. Bist du inzwischen umgezogen? Liebe Grüße von mir zu dir.

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    • 13. Januar 2012 12:17

      Moin Mandy,
      sorry, ich wollte nicht für Bauchweh verantwortlich werden 😉
      Aber wer viel lacht, der lebt auch länger 😀

      Ich hoffe, dir geht es von Tag zu Tag besser, wünsche dir alles Gute,
      bis später, dann wohl aus Scharbeutz – ich ziehe nämlich nächste Woche um!

      Viele Grüße retour

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  2. 14. Januar 2012 14:52

    Ich hab damals auch nicht geriestert. Und zwar weil etwas, was von diesem Staat gemacht wird nur schlecht sein kann. Und genauso ist es ja auch. Zahlt man da ein, und ist hinterher auf die Grundversorgung angewisen, wirds drauf angerechnet. Da werden die Leute doppelt bestraft. Erst haben Sie weniger Geld im Monat weil sie in die Riester einzahlen und dann wird das was Sie sich erst vom Mund abgespart haben noch abgezogen. Das ist Verarsche pur…

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  3. 17. Januar 2012 18:26

    Die Sprache ändert sich, nicht nur in denglisch, wir hartzen, riestern und wulffen.
    Und wir mailen, blogen, usw. usw. – manchmal finde ich es schade „daß“ die Kultur der sprache dabei auch immer ein wenig verloren geht. Glaube ich jedenfalls, deswegen will ich mich auch nicht an alles Neue gewöhnen, , „daß“ das nicht immer richtig ist, weiß ich aber auch #grins#

    Viel Spaß beim Umzug morgen, ich hoffe, daß alles gut klappt, bis später wieder,
    liebe Grüße von der Doris

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