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Olympiade

4. August 2012

„Was ist eine Olympiade?“

Schon bei dem listigen Unterton dieser Frage hätte ich eigentlich hellhörig werden müssen. Aber nein! Ich bin voll in die Falle getappt und habe mit voller Inbrunst erklärt, dass mich „Olympia so was von peripher interessiert, wie es nur irgend möglich ist!“

Und wo ich schon dabei war mich zu ereifern: „Spätestens seit Ben Johnson und Florence Griffith-Joyner 1988 glaube ich nicht mehr daran, dass die besten Sportler gewinnen, sondern die, die sich beim dopen nicht erwischen lassen. Denn Doping-Kontrolleure können nur das testen, was sie kennen. Wenn aber Sportler ein Epo der neusten Generation nehmen, das in irgendwelchen privaten Labors entwickelt wurde, dann werden sie nie positiv getestet. Nur die Dummen lassen sich heute noch erwischen!“

„Wenn ich dann im Radio höre, dass diese chinesische Wunder-Schwimmerin beim Gewinn ihrer Goldmedaille auf einzelnen Streckenabschnitten sogar schneller war als die beiden US-Superstars Michael Phelps und Ryan Lochte, dann fällt es mir schwer, bei solchen Leistungen allein an sportliche Wunder zu glauben.“

Noch bevor ich mich weiter er empören konnte, so über „mehr Business als dem olympischen Gedanken, Sportler als Mittel zum Zweck“, kam ein „ist ja gut, reg’ dich nicht auf“!

„Wie?“

„Du magst ja Recht haben, was die Olympischen Spiele anbetrifft, aber ich wollte doch nur wissen, ob du weißt, was eine Olympiade ist?“

Nun war ich verunsichert. Olympiade, Olympische Spiele, äh …, gibt es da einen Unterschied? Ich war in dem Moment überfordert, aber die Antwort kam prompt: „Eine Olympiade ist die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen. Sie beginnt jeweils in dem Jahr, in dem die Olympischen Sommerspiele abgehalten werden an dem Vollmond, der am nächsten zur Sonnenwende liegt.“

Ups. Reingefallen. Na ja, es gibt Schlimmeres ^^

In dem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende,

für mich das letzte der schulfreien Zeit,

ab Montag geht es wieder los …!

^.^

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5 Kommentare leave one →
  1. 4. August 2012 09:30

    Und wo ich schon mal dabei bin, weil ich es gerade gelesen habe:
    „Schwimmerin aus Lesotho erobert alle Herzen: Masempe Theko benötigte für die 50 m Freistil fast doppelt so lange wie die Besten. Trotzdem bekam sie den meisten Applaus. Sie wollte Superstar Ryan Lochte um ein Foto bitten, war aber zu schüchtern.“
    Quelle Welt-Online: http://www.welt.de/sport/olympia/article108476157/Schwimmerin-aus-Lesotho-erobert-alle-Herzen.html
    Ist das nicht toll? Dafür kann ich Sympathien entwickeln, solch eine Schwimmerin ist mir tausendmal lieber als irgendein sog. „Wunderkind“ mit einem sog. „Fabelweltrekord“, von dem ich nicht weiß, keiner weiß, ob er regulär ist.
    Sicherlich gilt, solange ein Sportler nicht des Dopings überführt ist, gilt er als ungedopt. Dennoch dürfen Zweifel bleiben. Ich habe sie jedenfalls.

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  2. 4. August 2012 19:17

    Lieber Sven,wie recht Du hast,diese ganzen Spiele gehen mir so was auf den Geist,denn ,wenn ich mich bei jeder Bestzeit fragen muss,“ist das ehrlich verdient ,oder „…….Aber genieße Dein letztes Wochenende,bevor die Arbeit wieder los geht und Du musst Leistung ohne Doping erbringen.Also schönes Wochenende,liebe Grüße Erika

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  3. 5. August 2012 11:30

    Die wo man heute nicht erwischt erwischt man morgen und das kann den Ruf noch om nachhinein versauen, ich hätte an beschissenen Gewinnen keine Freude…..
    Aber heute glaube ich das die spitzen Sportler stellenweise garnicht mit bekommen was der Artz mit ihnen macht, auch wenn sich das doch sehr optimistisch anhört..
    LG
    Lucian

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  4. 5. August 2012 15:05

    Für mich ist der „Wert“ der Olympischen Spiele ab dem Zeitpunkt gesunken, als es nur noch Sprungbrett für noch mehr Geldverdienen wurde. Früher – das waren noch Zeiten 😉 – da durften ja keine Profisportler dorthin. Da konnten sogar Erfolge aberkannt werden, wenn man mit Sport Geld verdiente. Aber heute gibt es dort so viele Vollprofies, die nichts anderes machen, als von Show zu Show zu touren und damit ihr Leben bezahlen. Die logische Folge sind Zielstellungen, immer höher, weiter, schneller, stärker – schafft der menschliche Körper irgendwann nicht mehr, ohne „Hilfen“. Die einen Dinge landen – oh Wunder – auf Dopinglisten, die anderen werden legal genutzt. Aber ändern wird sich nichts, ist eben ein schöner Zirkus geworden.
    PS: Wie viele Milliarden bekam London jetzt und wie viele die Überorganisation der Spiele?! 😉

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  5. 5. August 2012 15:52

    jammervoll das ganze – ist ja auch ein Irrsinn mit immer schneller und immer weiter – wie soll ein Körper das denn hin bekommen….

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