Zum Inhalt springen

Frühlingsanfang: Früher war alles besser …!

20. März 2013

Früher war alles besser! Also in meinem “früher”. In dem “früher” der Alten so wie so! Das habe ich als Kind schon, also “früher”, verstanden. Auch das Wetter war früher besser. Immer. Da war ein Frühlingsanfang noch ein Frühlingsanfang. Und heute? Alles ist durcheinander. Alle machen was sie wollen, seltener was sie sollen. Die Politiker, das Wetter. Glaubt ihr nicht? Wer masochistisch veranlagt ist, muss sich nur einmal durch die gängigen Online-Zeitungen klicken: Bad-News neben Bad-News. Wer damit fertig ist kann nur noch depressiv sein und sich grau daran erinnern: “Früher war alles besser!”

Meine persönlichen Beweise in ein paar Bildern:

ScharbeutzBalkon130320-b500

Frühlingsanfang 2013, heute am 20. März. Schnee! So viel dass ich nicht weiß, wie lange mein Balkon die Last noch aushält.

SchneeKugel130320-b500

Zum Ausgleich habe ich mir den Frühling in mein Wohnzimmer geholt. Aber das ist auch nur ein Notbehelf.

MeinFrühlingsanfang130320-b500

Das war früher doch wirklich alles besser. Im letzten Jahr habe ich heute in einer Woche schon halb nackig am Strand gelegen …

ScharbeutzStrand120327-259-b500

…  und vor zwei Jahren, noch in der “alten Heimat”, bin ich bei strahlend blauem Himmel am See spazieren gegangen.

EixerSee110320-182-b500

Mein Fotoalbum lügt nicht: “Früher war alles besser! Besonders das Wetter! So! Punkt!”

Und wo ich schon mal dabei bin: Fragt mal die Zyprer! Oder heißt es “Zyprioten”? Das klingt mir zu sehr nach “Idioten”, wenngleich ich sie für solche halten könnte: Sie sind durchaus selbst verschuldet in Seenot geraten und drohen nun unterzugehen, die EU wirft ihnen den Rettungsring zu und erwartet, dass sie selbst damit ein Stück schwimmen – aber nein, den weisen sie ab und warten lieber auf ein Rettungsboot. Vielleicht kommt ja ein russisches …. Ist das nun die berühmte “Schwarmintelligenz” der Masse? Gut, ich wäre auch stinkend-sauer, wenn der Staat an mein Erspartes wollte (nebenbei, was z. B. über die Kapitalertragssteuer indirekt auch passiert), aber es war die Entscheidung der zyprischen Regierung, zum Schutz der “Großen” (Russen) auch vom Ersparte der “Kleinen” etwas abzuzwacken. Ja, fragt die Zyprer! Ich sag’ mal … sie würden antworten: “Früher war alles besser. Dann sind 1974 die Türken gekommen und haben bis heute den Nordteil der Insel besetzt, später kamen die Schwarzgeld anlegenden Reichen (Russen) und haben sich im Südteil ihre eigenen Wohnviertel mit eigenen Schulen usw. geschaffen. Und heute stehen wir vor dem Staatsbankrott.”

Aber warum ist das alles so? Ist es die Gier nach “immer mehr, größer, schneller”?  Wenn ja, warum? Warum können wir uns nicht einfach selbst genug sein und versuchen, das Vorhandene zu bewahren? S21, BER, FBQ, (Bahnhof in Stuttgart, Flughafen in Berlin, Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland), alles Milliarden-Projekte. Nur die drei zusammen round about 20! In Worten: “Zwanzig Milliarden Euro!” Dabei sehe ich im Alltag so viel, wo der Mangel nur noch verwaltet wird und mit wenigen Mitteln viel erreicht werden könnte. Ja, früher ….

Egal. Heute ist heute und heute habe ich frei. Und bevor ich nun auf meinem Sofa so vor mich hin deprimiere, gehe ich einfach mal raus. So schlecht ist das Wetter nun auch wieder nicht 😉

^.^

16 Kommentare leave one →
  1. 20. März 2013 11:19

    Zypern. Zur Klarstellung:
    Die zyprischen Banken haben mindestens mit Duldung der heimischen Regierung ausländische Geldanleger – durch doppelt bis dreimal so hohe Zinsen (über 4%) als sonst im Euro-Raum üblich (weniger als 2%) – ins Land gelockt.
    Diese Zinsen können sie aktuell nicht mehr aufbringen und stehen deshalb vor der Pleite, was wiederum auch dem Staatsbankrott für Zypern gleich kommt.
    Also jeder, der jetzt als Geldanleger zur Kasse gebeten werden soll, bzw. sollte, hat vorher jahrelang ordentlich abkassiert. Nun ist das Geschäftsmodell gescheitert und das Geschrei ist groß.
    Ich sag‘ mal …, dies sollte jeder zu dem drohenden Zypern-Bankrott als Diskussionsgrundlage wissen.

    Liken

  2. 20. März 2013 14:20

    Kann mich auch an besseren Frühlingsanfang erinnern. Vor zwei Jahren hatten wir am 1.April Hochsommerwetter.
    Machs Beste draus, irgenwann kommt der Frühling, aber wenn man den Prognosen Glaube schenkt, dann erst im Mai und da auch nur ein paar Tage 😦

    Grüßle ♥ Mathilda

    Liken

    • 21. März 2013 09:57

      Moin Tilda,
      ja ja, früher … oder damals, vor 2 Jahren 😉
      Was soll’s, machen wir das Beste draus. Im Moment schneit es hier gerade wieder so sachte vor sich hin, ich darf gleich wieder mein tägliches „Auto-Schne-Frei-Programm“ starten, aber es ist nicht mehr so windig und man kann soetwas wie ein bisschen Sonne erahnen. Also raus, allemal besser als Sofa 😉
      <3Grüße, bis denne …

      Liken

  3. 20. März 2013 17:45

    Oh ja – früher war alles besser 🙂 Da war ich die erste, die ihre Kniestrümpfe gegen die Strumpfhose tauschte und draußen in kurzer Hose herumlief. Oder haben wir das als Kinder nur so empfunden? Heiße Sommer, viel Eis, kurze Gewitter und danach war es wieder schön, lange, schneereiche Winter, Eisblumen an den Fenstern und der Frühling war dann auch wirklich pünktlich wieder da.
    Unser nordeutsches Wetter ist aber ein normales Wetter, sagen die Experten. Und Wetterkapriolen gab es schon immer . . . .

    Und warum wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir haben? Da bin ich wohl eine Ausnahme. Ich mache das Beste aus dem was ich habe und geniesse die kleinen Augenblicke, die Stille wenn ich alleine bin, meinen kleinen Garten und mein altes Auto.
    Ich musste noch nie „immer höher, immer weiter, immer besser“. Weil meine Eltern mir es so vorgelebt haben? Weil meine Einstellung zum Leben sowieso so ist?

    Ich bin zufrieden – auch wenn es (natürlich, manchmal) etwas leichter sein könnte. Oder besser? Nö – besser ist auch nicht immer schöner 🙂

    Mach Dir das gemütlich! In ein paar Wochen ist der Frühling auch bei Dir / uns und dann stönen sie wieder alle: zu warm, zu nass, zu . . . .
    Irgendwas ist ja immer 🙂

    Viel Spaß! 🙂
    http://www.ndr.de/ndr2/start/fruehstueck_bei_stefanie/podcast/audio152631.html

    gggvvvlllG zu Dir geschickt und einen Hauch Frühling 😉

    Liken

    • 20. März 2013 17:54

      . . . übrigens kommt „Frühstück bei Stefanie am 14.6. zum letzten Mal 😦 *schnüff*

      Liken

      • 21. März 2013 09:38

        Stimmt, ich hab’s heute Morgen gehört (bei mir läuft meist NDR2). „Es iss ja wie es iss“ Aber es soll was anderes dafür geben, lassen wir uns überraschen

        Liken

    • 21. März 2013 11:04

      Ha ha, „Klein-Katja“, kurze Hose, Kniestrümpfe und Holzgewehr – und ab ….
      Bei mir war die kurze Hose eine aus Leder – war auch besser so! Denn meine Eltern hatten wahrlich nicht das Geld, um mir ständig neue Klamotten kaufen zu können. Eine kurze Lederhose für den Sommer, eine dreiviertellange für den Winter. Und Kniestrümpfe 😉
      Die Gier: ich sag‘ mal … es hat schon seinen Grund, warum der Buddhist die Gier als eines der „drei Geistesgifte“ bezeichnet, die für die menschlichen Leiden verantwortlich sind.
      Schau dich doch mal um: Wie viele unter uns „wollen haben“, bei denen das „Habenwollen“ absolut im Vordergrund steht? Können diese Mensche so etwas wie „Vorfreude“ empfinden? Können sie sich allein an dem Gedanken an etwas erwärmen? Oder sind sie „leidensvoll“ mit der Frage beschäftigt, „wie“ sie es nur kriegen können, z. B. finanzieren? Und wenn sie es dann haben, ist dann die „innere Kraft“ im Sinne von „Wertschätzung“ vorhanden, sich daran erfreuen? Oft doch nicht!
      Es gibt eine tibetische Weisheit: „Die Butter ist schon in der Milch – aber es sind einige Anstrengungen notwendig, die Butter aus der Milch herauszubekommen.“ Ja, die „Anstrengungen“ machen den Unterschied aus ….
      Aber wem sag‘ ich das – ich weiß, dir muss ich es nicht sagen. Aber es floss mir gerade mal so aus den Fingern 😉
      So, nun Schluss, bis später, ich drück‘ dich mal ganz dolle – und freue mich darauf, vielleicht irgendwann mal einen alten T4 mit Bett zu haben. 😛

      Liken

      • 21. März 2013 18:53

        Ja, Früher war eben alles besser – Kurze Hose, Holzgewehr, auf Bäumen klettern und nur zum Essen nach Hause kommen. Herrlich 😀
        So ist es! Vorfreude ist doch die schönste Freude. Wünsche zu haben ein Ziel und sie zu erreichen – aus eigener Kraft – die Belohnung. Und wenn es dauert? Tja, dann dauert es eben 🙂
        Drück Dich auch ganz doll 🙂 Bis denne!

        Liken

      • 21. März 2013 19:19

        Aua, nicht sooo doll 😉

        Liken

      • 21. März 2013 19:27

        😀

        Liken

  4. 20. März 2013 19:35

    Zu Zypern sag ich mal nichts 😉 Aber zum Wetter – letztens in der Zeitung: Zugvögel kehren um, denn es ist ihnen zu kalt. Rein logischg fällt aber die globale Erderwärmung dann doch aus…oder nicht? Also statt zu warm ist es doch zu kalt. Also wie denn nun? Eiszeit oder Heißzeit?

    Liken

    • 21. März 2013 10:03

      Moin Jürgen,
      ja, was ist denn nun? Keine Ahnung! Habe jetzt in einem Kommentar gehört, dass diese Extreme, jedenfalls die Häufung, eben den Klimawandel ausmachen. Das mag wohl so sein. Aber wer weiß das schon so genau – die einen sagen so, die anderen so.
      Was soll’s, nehmen wir es geduldig hin und warten auf das Wetter, das uns genehm ist. Irgendwie wird irgendwann für jeden etwas dabei sein 😉
      Grüße aus dem Schnee – es schneit nämlich gerade mal wieder so sachte vor sich hin …

      Liken

  5. 20. März 2013 21:45

    Ich sage mal nichts zum Wetter 😉 aber zu Zypern, und zwar mit den Worten von Paul Krugman:
    „Die Deutschen wollen nicht, daß Zypern kollabiert oder aus dem Euro geht, aber sie wollen auch nicht, daß deutsche Steuerzahler russische Geldwäscher retten. Sie haben also Zypern erpreßt, daß zyprische Bankkunden russische Geldwäscher retten. So bleiben die Hände der Deutschen sauber.“
    Ich habe dem nichts hinzuzufügen.
    Wer Paul Krugman ist: der da -> http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Krugman
    Viele Grüße … und „Zyprer“ ist auf alle Fälle richtig, obwohl nach dem Duden die „Zypern-Griechen“ als „Zyprioten“ bezeichnet werden, also die, über die wir jetzt eigentlich reden.

    Liken

    • 21. März 2013 10:11

      Moin Doris,
      ja, auch keine Widerworte. Das mag wohl so sein. Nur hätten die „EU-Granden“ gegenüber den „Zyprioten“ darauf bestehen sollen, dass die allgemein garantierten Spareinlagen bis 100.000 € von der „Sondersteuer“ verschont bleiben. Obwohl: wenn jemand bei dieser Summe in 2 Jahren rund 9.000 € an Zinsen kassiert hat und davon nun knapp 7.000 € einbehalten oder „abgeschöpft“ werden sollen, dann ist das so dramatisch nicht. Es bleiben dann immer noch über 2.000 € übrig, dass ist nur etwas weniger, als das was wir bei der gleichen Summe hier bei uns an Zinsen erhalten hätten.
      Ergo: alles ist relativ! Aber damit kann man natürlich gut Stimmung machen!
      Viele Grüße!

      Liken

  6. Martina permalink
    12. September 2013 12:10

    Frühlingsanfang -.Früher war alles besser??? – wenn das mal nicht täuscht.Vielleicht denkt mann heute, dass das Wetter früher besser war, weil man Kleidungstechnisch zum Frühlingsbeginn und nicht erst wenn es richtig warm war auf Sommer umstellte.
    Ich kann mich erinnern, dass es zu Ostern geschneit hat. Trotzdem legte unsere Mama wie jedes Jahr Kniestrümpfe raus.Weil es aber noch sehr kalt war, mussten wir einen zweiten warmen Schlüpfer anziehen, damit unsere Blase geschützt war.
    Nach dem Frühstück gings wie jeden Sonntag in die Kirche – 20 Minuten Fussweg- . Meine kleine Schwestere und ich hatten Einbeine, die auch in der Kirche nicht warm wurden. Danach ging es wie immer zur Oma, um in ihrem Garten Eier zu suchen – im Schnee. So ist das, wenn an Ostern unbedingt Frühling sein muss.

    Liken

    • 14. September 2013 14:25

      … und wenn Weihnachten bei 20 Grad im Schatten die Sonne scheint 😉
      Hallo Martina,
      ja, das Wetter ist vllt. so wie wir Menschen: es macht was es will und ist unberechenbar. Vllt. heute nur etwas mehr als früher, extremer …. Mag so sein. Ich hingegen versuche mich bei „früher“ immer an den schönen Erlebnissen zu erfreuen, erwärmen, und versuche den „Shit“ auszublenden. Ergebnis: „früher war alles besser“, auch wenn es tatsächlich, rein realistisch betrachtet, nicht so war. Aber irgendwas ist ja immer 😉
      Viele Grüße von der Ostsee, heute im herrlichsten Sonnenschein!
      https://sven2204.wordpress.com/2013/09/14/falsche-verdchtigung/

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: