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Frühstücksgedanken

23. November 2013

Samstag. Morgens. Ganz schön früh morgens. Aber wenn einer früh aufstehen und arbeiten muss (sie), dann kann der andere auch mit aufstehen (ich). Mich treibt ja (fast) keiner mehr – Zeit um nach dem Frühstück durch die Zeitungen zu blättern. Na ja, klicken ….

“Jay Eff Kay”, das Attentat ist nun auch schon wieder 50 Jahre her. Um seinen Tod werden sich auch weiter Mythen ranken. Dadurch blieb ihm aber erspart, was dem heutigen amerikanischem Präsidenten Obama wiederfährt: von der Realität entzaubert zu werden. “Yes, we can”  war gestern. Das war die Theorie. Die Praxis sieht – wie meist im Leben – schlussendlich doch anders aus. Und trotzdem: es kommt immer wieder auf den Blickwinkel an. Wie diese beiden Fotos: zeitgleich Sonntag am selben Ort entstanden, nur

Ständerwerk-131117-043-b500

der eine sieht nach links, die andere nach rechts 😉

Dunkelmann131117-Scharbeutz-b500

Ja, Theorie und Praxis. Manchmal ist es besser, sprichwörtlich “lieber den Spatz in der Hand zu haben, als die Taube auf dem Dach”. Oder, ich glaube von Wilhelm Busch: “Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.”

Das gilt – m. E. – auch für das Thema Mindestlohn. Ich bin ein Verfechter für einen gesetzlichen Mindestlohn. Pro-Argumente könnte ich hier zuhauf anführen, kenne aber auch die Contra-Argumente – wenngleich ich die mitunter für recht zynisch halte. Trotzdem: Jeder kleine Schritt dahin – z. B. jetzt in den Koalitionsverhandlungen zw. CDU/CSU und SPD – ist mir lieber, als eine zurzeit nicht durchsetzbare Gesamtforderung. Wobei das irgendwie schizophren ist: Im neu gewählten Bundestag gibt es mit der SPD, den Linken und den Grünen eine Mehrheit dafür, nach dem Wahlergebnis unter Einberechnung der an der 5%-Hürde gescheiterten FDP und AfD nicht – selbst dann nicht, wenn die einen Mindestlohn fordernden Piraten hinzu gezählt werden. Tja, wie demokratisch ist die 5%-Hürde für den Bundestag? Auch so ein Thema, Demokratie …, aber nicht für jetzt hier und heute.

Ich frage mich gerade, was Dieter Hildebrandt wohl dazu sagen würde. Aber er sagt nichts mehr. Leider. 86, Krebs, tot. Vor 3 Tagen, Buß- und Bettag ….  So wird er mir in Erinnerung bleiben, wie ich ihn im letzten Jahr live in Eckernförder erleben durfte:

dieterhildebrandt120711-017-b500-D

“Mit zunehmendem Alter kommen die Einschläge immer näher”, auch so ein Spruch – und wahr. Der Tod gehört zum Leben. Was bleibt, sind die Erinnerungen. “Mach’s gut!”

Der Kaffee ist alle. Die Arbeit ruft. Und bald ist Weihnachten. Noch eine Wohnung fertig renovieren, 1000 Kekse backen – ach, langweilig wird’s die nächsten Tage nicht. Und dann ist das noch der Fotokalender 2014 – einen hat der Peter gewonnen ….

Peter hat gewonnen

Bis die Tage … und ein schönes Wochenende!

Nr. 256 ^.^

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8 Kommentare leave one →
  1. 23. November 2013 11:28

    habe gerade deine plaudereien entdeckt und lese sie unglaublich gern! danke

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    • 24. November 2013 07:50

      Bitte. ES freut mich dich hier in meinem Blog begrüßen zu dürfen,
      Viele Ostseegrüße 😉

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  2. 26. November 2013 08:12

    Komme zwar selbst gerade wieder einmal nicht zum Blog schreiben, aber einen kleinen Kommentar bekomme ich schon noch hin.
    Politik – ein unendliches, langweiliges, aber eigentlich auch sehr spannendes Thema. USA – aua! Passt wohl derzeit nicht mehr in sein Hemdchen mit dem Aufdruck „freiheitlich demokratischstes usw….“ Land. Obama hatte für mich sowieso zu viele Vorschusslorbeeren, ohne damals (außer der Hautfarbe) etwas mitzubringen. Eben die Politik.Und in hiesigen Landen … na mal sehen, wie die da Oben sich begründen, dass sie, weil doch und man müsse ja…. zusammengehen werden. Man wird sich auf Minimalforderungen (sprich wir ändern so wenig wie möglich) schon einigen. Opposition ist damit dann getötet, weil nicht mehr auf die notwendigen Prozente kommend, um einen Antrag rein zu bekommen. Und die paar Millionen unter die 5% gefallenen haben auch nicht viel von der Demokratie 😉
    Hier hat es geschneit und ich… muss gleich raus zu den Hausbesuchen. 😀

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    • 1. Dezember 2013 10:49

      Moin Jürgen,
      ja, meine PC-Zeit ist zurzeit auch recht knapp bemessen, eben alles eines Sache der Priorität. Oder so. Es gab viel zu tun. Ziel war bis zum 1.12., also 1. Advent, soweit fertig zu sein, das haben wir geschafft. Nun kann’s wieder etwas „ruhiger“ werden … fangen heute damit an 😉
      Viele Grüße aus dem grauen, nasskalten Norden. Schön ist was anderes. Aber was soll’s, ändern können wir am Wetter ja doch nichts, also nehmen wir es wie es kommt und genießen die Abend mit einem Glas Glühwein. Oder zwei. Ich mit Amaretto ;
      Bis bald … und genieße die Vorweihnachtszeit, mach dir nicht zu viel Stress!

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  3. 8. Dezember 2013 20:36

    Yes we can! Wohl eher: Yes we Do! ^^
    Das „sterben“ der politischen Kabarettisten nimmt leider beängstigende Formen an. Volker Pispers hat im Radio aufgehört, Priol und Pelzig haben „die Anstalt“ verlassen. Es gibt wider viel Platz auf der Kleinkunstbühne – ob die nachrückenden soviel von Politik verstehen wie die Urgesteine – oder demnächst die Programme auf Fips Asmussen Niveau – dem Intellekt des gemeinen Deutschen – gesendet werden, das würde mich noch interessieren vor meinem Ableben… 🙂

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    • 24. Dezember 2013 08:26

      Moin Peter,
      mich auch – mal schauen, wie viel Satire sich insbesondere das Öffentlich-Rechtliche (noch) „traut“ …. Wir werden es erleben! So schnell „lebst du nicht ab“, auch wenn du „wesentlich“ älter bist als ich, na gut, habe das „un“ vergessen 😉 Aber 365 Jahre, äh Tage, sind nun mal 365 Tage, und im Schaltjahr sogar 366 😉

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