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Wer hat’s gesagt? Die Kanadier!

14. Februar 2014

Auch Martin Schulz. Dazu später mehr, Erst mal geht es mir um den “Fall Edathy”. Vorweg: ich verurteile jeden, der Kontakt in den Bereich der Kinderpornografie hat. Ob das bei dem “aufstrebenden Bundestagsabgeordneten” Edathy auch der Fall ist, wird zu beweisen sein. Wenn es denn noch zu beweisen ist. Nun ermitteln deutsche Behörden. Nicht nur gegen Edathy, sondern auch gegen “andere Politiker”, die in Kenntnis von den Ermittlungen Edathy gewarnt und somit eine Strafvereitelung begangen haben könnten.

Wer ganz oder zum Teil vereitelt, dass ein Straftäter verurteilt werden kann, wird mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafe bestraft: § 258 Strafgesetzbuch

Der Haken an der Geschichte: Im November 2013 hat die kanadische Polizei in einer Pressekonferenz von ihrer “Operation Spade” berichtet. Spätestens seit diesem Zeitpunkt mussten alle Kunden des “Materialverbreiters” Brian Way damit rechnen, dass ihre Namen in die Hände der Polizei geraten sein könnten – zumal der SPIEGEL am 14. November 2013 ausführlich darüber berichtet hat.

Speichermedien (2b500)

Nun wird kolportiert, dass die Polizei bei Edathy nur zerstörte PC-Festplatten gefunden habe. Und warum? Eine Frage drängt sich mir noch auf: Wenn “eine Reihe von deutschen Politikern” bereits seit Oktober, also Wochen bevor die kanadische Polizei vor die Presse trat, von den Ermittlungen Bescheid wusste, warum hat die Durchsuchung bei Edathy dann erst im Februar stattgefunden, bzw. warum hat die Staatsanwaltschaft Hannover erst am 6. Februar 2014 die Immunität Edathys aufheben lassen wollen? (Einen Tag später hatte Edathy den Verzicht auf sein Mandat erklärt. –> Artikel in der WELT)

Martin Schulz b450x300

Martin Schulz. Unser deutsches Gesicht für und in Europa, immerhin ist er der Präsident des europäischen Parlaments. Und immer für einen Eklat gut. Ich sag’ mal …: “Solche ‘Notrufe’ sind gut so!”  Ich erinnere mich noch, als er 2003 im Europaparlament den anwesenden italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in dessen Doppelfunktion als Regierungschef und Medienunternehmer scharf kritisierte und dabei von einem “Virus der Interessenskonflikte“ sprach. Oh, wie hat sich der Italiener damals echauffiert. Echauffiert haben sich vorgestern auch die konservativen Abgeordneten der israelischen Knesset, als Schulz in einer Rede vor dem Parlament in Jerusalem den israelischen Siedlungsbau und Umgang mit den Palästinensern kritisierte. Ich bin wahrlich kein Antisemit, aber auch Israelis sollten sich Kritik gefallen lassen, sich nicht dauernd in der Opferrolle sehen, sondern besser die Menschenrechte gegenüber den Palästinensern genau so achten, wie sie diese für sich einfordern. “Auge um Auge, Zahn um Zahn”  war vorgestern, das führt zu nichts, jedenfalls nichts Gutem!

So, nun geht’s raus. Und ich hoffe, ihr habt alle an den Valentinstag gedacht ….

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Nr. 266 ^.^

7 Kommentare leave one →
  1. 14. Februar 2014 10:38

    Heute mal nur ein schneller Kommentar – muss doch nachweisen, dass ich es gelesen habe 😀
    Ja, dort in Israel gibt es schon eine seltsame Einstellung. Man verweist auf das EIGENE Schicksal, in der Vergangenheit begründet, aber vergisst sehr schnell das EIGENE Tun in der Gegenwart. Was interessieren einen denn die Urbevölkerung, wenn man doch eigene Interessen hat. Ein heißes Eisen dort und ich finde es gut, dass Herr Schulz es angepackt hat. Auch wenn er seine Rede in Deutsch hielt 😉 Neben- und miteinander kann man nur leben, wenn man sich die Grundlagen dafür schafft und nicht über Anderen stehen will. Auch wenn man israelischer Siedlungspolitiker ist sollte man das mal verstehen (wollen).
    Viele Grüße vom See an die See 🙂

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    • 17. Februar 2014 10:01

      Moin Jürgen,
      das ist nett 😉
      “Neben- und miteinander kann man nur leben, wenn man sich die Grundlagen dafür schafft und nicht über Anderen stehen will.” – genau so sehe ich das auch. Und dein Satz passt nicht nur für Israel, sondern auch für die EU, ja für unsere Gesellschaft insgesamt.
      So, nun muss ich auch los, der “Job” ruft ….
      Viele Grüße von der See, momentan gerade sonnig, zu dir an den See – mit hoffentlich auch ein paar Sonnenstunden 🙂

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  2. 8. März 2014 10:26

    „CIA Unterhaltungsprogramm“ oder ein Warnschuss? Edathys geheimnisvolle Facebook-Botschaft. Der unter dem Verdacht, Kinderpornos konsumiert zu haben, stehende SPD-Politiker Sebastian Edathy sorgt mit einer kryptischen Botschaft auf Facebook für Aufregung. Am Donnerstag schrieb er dort auf englisch: „An alle, die es betrifft: Die Papiere mit der ganzen Geschichte befinden sich an vielen verschiedenen Orten und werden in dem Moment, in dem mir etwas zustößt, veröffentlicht.“ (https://www.facebook.com/edathy)

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    • 8. März 2014 10:48

      Moin,
      ja, ich hab’s so nebenbei mitbekommen – und frage mich, was Edathy motiviert sich jetzt so zu verhalten, wie er sich verhält. Mysteriös. Sollte etwa …, aber nee, das glaube ich nicht, kann ich mir nicht vorstellen ….
      sonnige Ostseegrüße 😉

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      • 12. März 2014 02:37

        Ich glaube ich höre da schon wieder Badewasser einlaufen… ^^

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      • 12. März 2014 09:54

        … oh, kann passieren, ich glaub‘ aber, diesmal nicht in eine Genfer Badewanne, vllt. eher in Kopenhagen ….

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      • 12. März 2014 10:21

        Hauptsache Ausland – dann kann man’s einfacher auf andere Interessengruppen schieben. Frei nach einem bekannten Fussballer-Mädchen Statement: Genf oder Kopenhagen – Hauptsache Spanien.. :-))

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