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Am Ende des Tages – oder warum Schokolade glücklich macht

3. Dezember 2014

Bestimmt kennen viele dieses Gefühl, wenn man am Ende eines ereignisreichen Tages abends erschöpft auf dem Sofa liegt – und dann ein Stück Schokolade …, oder zwei …. Und nun stellt euch das alles viel “größer” vor: Am Ende eines ereignisreichen Jahres, besinnlich in der Adventszeit, jeden Abend eine Tafel …. Blödsinn? Nicht hier bei mir in Scharbeutz:

0-Ritter-Sport-Adventskalender

Diesen “Adventskalender–Quader” gibt es nämlich von Ritter-Sport, bestückt mit 24 Tafeln Schokolade. Jeden Tag um 90 ° drehen und aus dem Schlitz eine neue Tafel entnehmen. Der Karton ist ein Geschenk. Gut, im Moment fühle ich mich am Ende eines ereignisreichen Jahres “ein bisschen” erschöpft, und so wie am Ende eines ereignisreichen Tages ist es nicht mit “einem Stück Schokolade” getan, aber gleich 24 Tafeln? Sehe ich zurzeit so “alt” aus, dass man meint, ich hätte diese Mengen des ausgeschütteten Glückshormons Serotonin nötig, die der Verzehr von 2,4 kg Schokolade mit sich bringen würde? Oh ha!

Aber vielleicht ist das mit der Schokolade so etwas wie ein Geheimrezept hier im Norden? Nachgewiesenermaßen sind die Menschen im Norden glücklicher, zufriedener, als im Rest der Republik. Das bestätigt der sog. jährliche “Glücksatlas” – auch dass die neuen Bundesländer nach wie vor am Ende der Tabelle  stehen.

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Das ist kein Witz. Mehr kann man unter “gluecksatlas.de” erfahren. Gleiche Erhebungen gibt es ebenfalls für Europa, da liegen die Nordländer vorn, meist die Dänen. Das weiß auch der NDR:

0 Norden-BjarneMädel-Dänen-b600

(YouTube-Link)  Ob die Dänen noch mehr Schokolade essen? Oder lassen sie es erst gar nicht soweit kommen, dass sie welche brauchen? Ich weiß es nicht!

Als Zugezogener habe ich schon das Gefühl, dass die Menschen hier “oben”, ich sag’ mal … “ruhiger” sind. So nach dem Motto:

Politiker sind wie die Möwen: Sind sie unten, fressen sie uns aus der Hand, sind sie oben, dann scheißen sie auf uns.

Und mit Möwen kennen sich die Leute hier aus. Die sind so, wie sie sind. Da ändert sich auch nichts dran! Also, warum aufregen?

Natürlich gibt es hier auch “Aufreger”, z. B. das Thema “Fehmarnbelt-Querung” (FBQ), mit allem was damit zusammen hängt. Aber die Initiativen, die Gegner des Projekts, beklagen immer wieder die geringe Unterstützung aus der Bevölkerung. Vor einigen Tagen erst, unweigerlich musste ich in dem Moment an Asterix denken: Ganz Gallien ist von der Römern besetzt. Ganz Gallien?

0 Gallien- Dorf b500

Die, die hier Widerstand gegen das “Wahnsinnsprojekt FBQ” leisten, mögen sich oft so vorkommen, wie die Bewohner des kleinen gallischen Dorfes ….

Und so etwas, eine Einladung aus meiner “alten Heimat”, kann ich mir hier z. B. in der Lübecker Uni nicht unbedingt vorstellen – obwohl es ein sehr interessantes Thema ist und die mediale Berichterstattung dazu nicht immer ganz objektiv war:

0 wimmer-b600

Und nun? Am Ende des Tages gemütlich auf’s Sofa gehen und ein Stück (eine Tafel) Schokolade naschen, oder sich in einer Diskussionsrunde stressen? Im Moment ziehe ich das Sofa vor. Unbedingt. Versuchsweise ohne Schokolade. Noch sind alle Tafeln im Adventskalender. Noch …!

Nr. 310 (WP 250) ^.^

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11 Kommentare leave one →
  1. DMMS permalink
    3. Dezember 2014 22:24

    Was ist los mit dir?
    Früher wäre das keine Frage gewesen: erst die Diskussion, dann weiter beim Bier!
    Heute Sofa und Schokolade!
    Ich weiß ja nicht, ob das glücklicher macht. Wenn alle so wären, dann wären wir eine Nation von übergewichtigen Ignoranten, denen das, was um uns herum passiert, am A…. vorbeigeht. Ich weiß nicht! Allerdings, wenn ich mich so umsehe?!
    Aber der Spruch mit den Möwen ist gut.
    LG v DMMS aus H 😉

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    • 4. Dezember 2014 09:15

      Moin,
      genau, sehe dich mal um, sind wir das nicht, jedenfalls viele? Wer macht hier denn noch den „Asterix“?
      Aber im Moment mache ich das, was jeder macht, wenn er „müde“ ist, ich gehe auf mein Sofa. Die Schokolade ist übrigens noch in der Box, alle 24 Tafeln 😉
      Ja ja, der Enthusiasmus aus den 70ern, als wir glaubten „mit der Rose in der Hand“ die Welt verändern zu können, ist der Ernüchterung gewichen. Aber wir haben es wenigstens mal versucht – und auf die Zeit gesehen vielleicht auch ein bisschen erreicht.
      Viele Grüße aus dem Norden in Richtung „alte Heimat“ 😉

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  2. DMMS permalink
    3. Dezember 2014 22:37

    Zur Ukraine, ein habe ich noch, ist zwar schon ein halbes Jahr alt und ich stimme dem auch nicht überall zu, aber ich denke daß der Artikel trotzdem zur Information lesenswert ist:
    http://www.antifa-hannover.de/2014/il-imperiale-interessenpolitik/

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    • 4. Dezember 2014 09:22

      Na ja, ich glaube, dann doch wirklich lieber auf das Sofa. Das ist mir zu radikal-theoretisch, mit solch realitätsfremden Äußerungen kannst du doch nichts gewinnen – auch wenn einige Ansätze in Ordnung sind, vieles davon findest du aber mindestens auch in den Programmen von den Linken und den Grünen.
      Und du mischt da (immer noch) mit?

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  3. 5. Dezember 2014 15:10

    Ja, der Spruch mit den Möwen stimmt – und manchmal wünscht man sich gegen das Getier eine Vogelflinte. Ich meine essen kann man die Viecher ja nicht – aber wenigstens dezimieren, damit nicht so viel Kacke von oben kommt.. Na, Du verstehst wie ich’s meine..
    Und dann möchte ich mich noch recht herzlich für deine Kommentare gestern bedanken – alter Schwede, da must Du doch stundenlang dran gesessen haben. Ich hoffe ich habe auf alle geantwortet – gar nicht so einfach, wenn da auf einmal etliche Kommentare sind – ist ja kurz ein Déjà-vu wie damals in der guten alten Zeit bei den LiveSpaces aufgeblitzt, als etliche Leute kommentierten..
    „und die mediale Berichterstattung dazu nicht immer ganz objektiv war:“ – haha, der ist gut! Lügenbaron Münchhausen hätte tosenden Applaus gespendet für die Tatsachenverdreher der Medienanstalten. Aber mich wundert ja auch nix mehr in diesem Land. Dazu habe ich was treffendes gefunden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-ueber-merkel-portraet-von-us-journalist-packer-a-1006582.html
    Jetzt muss man was Amis von uns halten nicht überbewerten – aber es steckt da doch ein bisschen Wahrheit drin.
    Und sonst? „Mit der Rose in der Hand die Welt verändern“? Viele Dinge sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Sind Rosen überhaupt noch dazu geeignet? Bei der Regulierungswut in Brüssel müssen da doch sicher die Stacheln genormt und abgerundet sein, damit man niemanden verletzt, wenn man einem damit den Arsch versohlt, oder? Wie Du sagtest – früher hat man Schreibmaschinen benutzt – heute kriegst Du für die Dinger nicht mal mehr Farbbänder, es müsste neuteitliche Rosen geben. Einen Rosen-Blog vielleicht, wo alle demaskiert werden . Ach apropos. da habe ich dann auch noch was schönes gefunden zum Thema „welr uns regiert..“ http://www.sueddeutsche.de/bayern/neue-vorwuerfe-im-fall-haderthauer-voll-in-der-abwaertsspirale-1.2250136
    aber es gibt auch Positives. Ich muss nächstes Jahr immer noch nicht wieder arbeiten. Man muss eben auch die positiven Seiten des Lebens sehen.. 😉

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    • 7. Dezember 2014 09:15

      Moin,
      danke für den Augstein-Link, den hatte ich noch nicht gelesen, Haderthauer schon.
      Mit der Rose …, das war unser Juso-Emblem, wir waren damals so etwas wie die innerparteiliche Opposition, quasi „68er-Generation 2.0“. In Niedersachsen war zu der Zeit ein gewisser Gerhard Schröder Juso-Vorsitzender, später auch Bundesvorsitzender.
      Na ja, und was aus dem geworden ist, vielleicht exemplarisch für viele von uns, das wissen wir. Oder nehmen wir einen Joschka Fischer, vom 68er Steinewerfer zum …, egal, in den Momenten passt der Augstein-Artikel irgendwie.
      Eine persönliche Erfahrung war für mich, dass vieles von dem, was wir wollten, was wir für richtig hielten, dann doch oft nicht umzusetzen war, als wir (ich) in der Verantwortung waren – also auf den Posten saßen, auf denen wir theoretisch hätten etwas ändern können. Schlichtweg hat es meist am Geld gemangelt. Das ist heute nicht anders. Schon lange, lange, verwalten wir doch nur noch den Mangel.
      Ganz bestimmt gibt es Möglichkeiten diese Mangelwirtschaft zu ändern. Kein Problem: eine bessere Finanzausstattung der Kommunen, die letztendlich meist das umzusetzen haben, was „oben“ beschlossen wird, wäre toll und wird von den kommunalen Verbänden auch stetig gefordert. Nur: woher das Geld nehmen? Nun könnten wir in eine volkswirtschaftliche Diskussion eintreten – aber lassen wir das an dieser Stelle.
      Bis denne ….

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  4. 6. Dezember 2014 23:03

    ich komm und helfe mal ein paar der Adventskalender-Ritter-Tafeln in einer netten Tafelrunde zu dezimieren… und mal sehen was dann so mit den Tauben passiert… und vielleicht schnacken wir dann auch ein wenig über Politik – oder über Gott und die Welt….
    lg, die hier fast verschollene
    Vera

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    • 7. Dezember 2014 09:18

      Moin,
      oh welch seltener Gast auf meinen Seiten, zumindest bei den Kommentaren 😉
      Die Tafeln sind noch alle 24 in der Box, Stand heute, 2. Advent, 09:15 Uhr 😉
      Das kann sich natürlich stündlich ändern, also müsstest du dich besser beeilen.
      Viele liebe Adventsgrüße in den Süden

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