Zum Inhalt springen

Kurz – so gesagt …

5. September 2015

Treffen von Außenminister Sebastian Kurz mit dem israelischen Außenminister Avigdor Liebermann. Wien, 16.01.2014, Foto: Dragan TaticWer kennt diesen Mann? Keine Ahnung? Ich bis gestern auch nicht. Es ist Herr Kurz. Sebastian Kurz – und seit letzter Woche 29 Jahre jung. Herr Kurz ist Österreicher.

Das allein ist noch nichts besonderes. Das besondere an Herrn Kurz ist, dass er in der österreichischen Bundesregierung das Amt des “Ministers für Europa, Integration und Äußeres” innehat. Er ist also der Kollege von unserem Frank-Walter Steinmeier.

Luxemburg. Gestern. Außenminister-Treffen (Welt.de)

>> Sebastian Kurz, der junge Außenminister aus Österreich, will heute vor allem über Flüchtlinge sprechen. „Wir brauchen einen gesamten, europäischen Ansatz, der ganzheitlich ist, um die Flüchtlingskrise zu lösen“, sagt er mit fester Stimme. Der ÖVP-Politiker fordert mehr militärische und wirtschaftliche Hilfe in den afrikanischen Krisenstaaten und eine faire Verteilung von Flüchtlingen in Europa. „Und wir brauchen Schutzzonen in den Herkunftsländern, in denen die Menschen in Not sicher betreut werden“, sagt Kurz. Er schaut kurz nach unten, richtet sich dann auf. „Ich kann nicht nachvollziehen – und das regt mich schon auf –, warum wir in dieser Krise so langsam agieren. In der Finanzkrise war es möglich, sich fast dauernd zusammen zu treffen und Lösungen zu finden.“ Jetzt aber wirke es so, als ob es „extremer Überwindung bedarf“, um die Themen überhaupt zu diskutieren, so Kurz. <<

“In der Finanzkrise war es möglich, sich fast dauernd zusammen zu treffen und Lösungen zu finden.” – es ist dieser Satz, der mir ganz besonders aus der Seele spricht. Wir wissen, dass sich in der Flüchtlingskrise die EU-Staaten so uneins sind wie selten zuvor. Um so wichtiger ist es für mich, dass man sich auf oberster Ebene zusammen setzt, um solidarisch diese Lösungen für und in Europa zu finden. Dabei setze ich nach meinem demokratischen Verständnis zweierlei voraus:

  1. die Achtung der selbst gesetzten Regeln wie den europäischen Menschenrechtskonventionen,
  2. und dem Respekt vor dem Andersdenkenden.

Ich teile zwar nicht das, was ich bspw. von der ungarischen Regierung höre, aber als Andersdenkender kann m. E. nur der respektvolle Dialog zu einem guten Ergebnis führen. Vielleicht braucht Europa mehr als nur einen Kurz – für mehr Gerechtigkeit unter- und miteinander ….

Nr. 367 ^.^

Werbeanzeigen
8 Kommentare leave one →
  1. 5. September 2015 12:05

    Vielen Dank.

    Gefällt 1 Person

    • 5. September 2015 12:10

      Bitte 😉 keine Ursache, das lag mir am Herzen

      Liken

      • 5. September 2015 12:18

        Lieber Sven, bei kniffligen oder undurchsichtigen Problemen äußerten sich in den Gesprächsrunden die Erwachsenen nicht immer, wenn die Kinder in Hörweite waren. Und so sagte meine Großmutter ziemlich oft „Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit!“

        Gefällt 1 Person

      • 5. September 2015 12:34

        Ja, der Spruch ist mir nicht unbekannt, ich kenne ihn von meinem Großvater, für den es als „Linker“ bis 1945 besser war, auch oft zu schweigen, aber weniger aus Höflichkeit ….

        Gefällt 2 Personen

      • 5. September 2015 12:39

        Du hast es erfaßt. Man kann manche Dinge eigentlich immer nur unter sich diskutieren. Wie bei Fußball und Geldanlagen.

        Liken

  2. 5. September 2015 12:37

    paradiesisches schlaraffenland deutschland?
    deutschland ist ein schlaraffenland, ein paradies mitten in europa. deutschland ist aber auch ein königreich, regiert von königin angela. vor vielen, vielen jahren wurde sie vom deutschen volk an die macht gewählt, weil der alte könig jürgen seit der eroberung mallorcas, vor einigen jahrzehnten, auf dieser insel regiert. er kümmert sich dort um die aus putzeimer saufenden, verhaltensauffälligen und grässlich verkleideten besoffenen deutschen, die jedes jahr von königin angela auf die insel in urlaub geschickt werden.

    das königreich hat viele königinnen und könige. einen modekönig, weil der immer der schönste sein will, sieht er jetzt aus wie eine schwule kaulquappe und eine dschungelkönigin, weil sie im dschungel den kokodilen den pimmel und den kangaroos die eier abgebissen und gegessen hat. die kirche hatte auch mal einen eigenen könig, der hatte sich, um könig zu werden, für viele trillionen euro eine goldene residenz, mit goldenen toiletten gebaut.
    mehr hierzu: https://campogeno.wordpress.com/2015/09/05/paradiesisch-schlaraffenland-deutschland/

    Liken

  3. 7. September 2015 08:23

    Zitat des Tages (Deutschlandfunk am 07.09.2015)

    „Es wäre langfristig ein wesentlich sinnvolleres System, wenn wir es möglich machen würden, Asylanträge in den Herkunftsländern zu stellen und nicht darauf zu warten, dass die Flüchtlinge mit den Schleppern nach Europa gebracht werden. Das, was wir hier betreiben, ist teilweise ein Schlepper-Förderungsprogramm.“
    Sebastian Kurz, österreichischer Außenminister

    Liken

  4. 27. September 2015 10:40

    Gregor Gysi hat in einem Interview sinngemäß das gleiche gesagt: „dass er es nicht versteht, dass es möglich war bei den Bankenkrisen innerhalb von einer Woche Milliarden Euro aufzutreiben, aber bei dem Flüchtlingsproblem monatelang rumpalavert wird“ https://www.youtube.com/watch?v=bM0AIh3buig ab Minute 5:10

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: