Zum Inhalt springen

Weißt du noch …

2. Oktober 2015

Es gibt gewisse Tage, da weiß man Jahre später noch, was man an dem Tag gemacht hat. Nine-Eleven ist für viele so ein Tag. Ich lag an dem Tag bei den Einschlägen der Flieger zuhause mit Zahnschmerzen auf dem Sofa und hatte im Fernsehen n-tv an, bei den Einstürzen der Türme saß ich beim Zahnarzt im Stuhl – vor einem laufenden Fernseher.

BILD-25J-D-151001b

Gestern hatte ich eine “BILD” im Briefkasten. Ich und “BILD”! Wo ich Stunden vorher noch über dieses Boulevardblatt rum geätzt habe. Und nun das. Inklusive zwei ganzseitigen Anzeigen von VW mit “Danke für 25 Jahre Treue”. Toll! Das brauchen die jetzt auch ….

Nun fallen mir wieder alte Geschichten ein. Heute vor 25 Jahren war ich auf dem Weg in die Noch-DDR, in die Niederlausitz am Rande des Spreewalds. Ganz offiziell, mit Dienstreisegenehmigung. Dann gab es in dieser Reihenfolge: die offiziellen Termine – viel Alkohol – um Mitternacht ein Feuerwerk – wenig Schlaf und morgen vor 25 Jahren hatte ich einen Haarspitzenkatarrh. Na ja, ganz so wild war es nicht, aber ich war froh, auf der Rückfahrt am späten Nachmittag Beifahrer sein zu können.

Herbsttage-Sonne-X

Tja, und heute, 25 Jahre weiter? Gefühlt ist das Wetter genau so schön wie damals. Nur mit dem Unterschied, dass ich es heute als “Rentner” viel mehr genießen kann – und morgen garantiert nicht nach durchzechter Nacht mit einem Brummschädel aufwachen werde – und nicht nach Peine (Nds)  zurück muss …. Wer ein paar Sonnen-Fotos der letzten Tage hier aus Ostholstein sehen möchte, der kann auf das Bild klicken, das ist mit meinem Fotoblog verlinkt.

Ein Resümee 25 Jahre nach der “Herstellung der Einheit Deutschlands”, wie es offiziell heißt? Nö. Keine Lust. Dazu hat wohl jeder seine Meinung – oder keine. Auch egal. Mir ist auch egal, dass der Feiertag morgen auf einen Samstag fällt. Im Radio habe ich gestern gehört, dass das viele Berufstätige bedauern würden, weil sie eh frei haben. Das sagt doch schon viel über den Stellenwert des 3. Oktober aus.

Nr. 376 ^.^

6 Kommentare leave one →
  1. 2. Oktober 2015 08:29

    Besonders der letzte Absatz… ein Daumen nach oben von mir 😀

    Gefällt 1 Person

    • 2. Oktober 2015 13:41

      Ja, ich pflichte dir bei – wie auch der 1. Mai ist der 3. Oktober ein Tag, den man gerne als freien Tag mitnimmt, weniger dem Ursprung gedenkt. Aber ganz ehrlich, ich bin froh über jeden Tag, an dem ich nicht ins Büro muß. 😉

      Gefällt 1 Person

    • 3. Oktober 2015 10:48

      Moin Jürgen, meinst du im letzten Absatz der ersten Satz, dass ich niemanden mit meiner Meinung nerve, oder das mit dem Feiertag? 😉 Aber egal, danke für den „Daumen hoch“, das baut mich auf 😉
      Viele Grüße

      Liken

  2. 3. Oktober 2015 12:17

    Tss, tss, tss lieber Sven..
    seit wann neigst Du denn zum verallgemeinern? Natürlich ist man als Arbeitssklave (Du kannst dich vielleicht noch an die Tage erinnern?) froh wenn ein Feiertag in der Woche ist, und nicht am Wochenende. Das ist aber bei JEDEM Feiertag so. Ein Weihnachtsfest, bei dem der 1. und 2. Feiertag auf einen Samstag und Sonntag fällt – da ist die Enttäuschung genauso groß. Ich als Atheist kann da nichts zu sagen – denke aber dass selbst gläubige Christen sich freuen würden, wenn die beiden Feiertage auf einen Donnerstag und Freitag fallen würden. Das ist halt der Nachteil, bei den „schwimmenden“ Feiertagen – da wird jedes Jahr neu gemischt. Manchmal hast Du Glück, manchmal Pech. Glücklicherweise gibt es ja den Karfreitag – DER ist irgendwie immer auf einem Freitag. Meinst Du der hat deshalb einen „höheren“ Stellenwert als der Tag der Wiedervereinigung? Und die blöde Bildzeitung habe ich auch im Briefkasten gehabt – und ungelesen in den Altpapiercontainer geworfen.. 😉

    beste Grüße aus dem Pott..

    Liken

    • 3. Oktober 2015 13:15

      Moin Peter,
      was soll ich dazu sagen?
      Im Amtsdeutsch sähe meine Antwort so aus: „Wenn ich jemals Lust gehabt hätte, ‚arbeiten‘ zu wollen, dann hätte ich einen Beruf gelernt und mich in ein ‚abhängiges Arbeitsverhältnis‘ begeben. So aber wurde ich Beamter und unterlag, bzw. unterliege heute noch als ‚Beamter i. R.‘ mit meinem ‚Ruhegehalt‘, der ‚Alimentierung‘, weil ich nicht für einen höheren Lohn streiken darf und mit mich mit dem abfinden muss, was das Land Nds mir zahlt.“
      Falls du nun glaubst, dass ich deswegen jammere, dann gestehe mir aber bitte zu, dass ich das auf sehr hohem Niveau tue 😉
      Aber nö, wie du weißt, ist das Amt mit dem Deutschen heute nicht mehr so meins, und als „Rentner“ habe ich ja eigentlich jeden Tag einen „Feiertag“. Oder so 😉
      Tatsächlich habe ich mich „damals“ natürlich auch über jeden Tag gefreut, an dem ich nicht ins Büro musste – um den Begriff „zur Arbeit“ zu vermeiden 😉
      Und ich gebe dir Recht, dass meistens die Feiertage, egal welche, an ihrem Freizeitgehalt gemessen werden – nach Möglichkeit kombiniert mit den sog. „Brückentagen“, um zusammenhängend mit wenigen Urlaubstage viele Tage frei zu haben.
      Na ja, wie auch immer, M. muss trotz Feiertag heute arbeiten, wie viele Menschen in bestimmten Berufen auch. Aber für morgen haben wir einen Ausflug geplant – wir legen uns unsere „Feiertage“ so, wie es eben passt.
      Viele Grüße von der Ostsee!

      Liken

      • 3. Oktober 2015 13:51

        Ja, in einigen Branchen sind die Mitarbeiter echt angeschmiert. Gestern war ich einkaufen – es war rappelvoll und eine latent aggressive Stimmung bei den Leuten. Morgen (Sonntag) ist dann auch noch Verkaufsoffen. Doppelbeschiss also.

        Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: