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„Da kann noch was kommen …“

14. Januar 2016

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Der halbe Januar ist schon wieder rum. Rückblickend sind wir hier an der ostholsteinischen Küste bisher vom Schnee verschont geblieben – bis auf eine Nacht vor einer Woche, aber am Vormittag war fast wieder alles weg. Dafür war es zuvor windig, frostig

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und Weißes gab es nur am Strand in Verbindung mit Wasser als Eis zu sehen.

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Bei blauen Himmel hat mir das Wetter aber besser gefallen (es gibt ja lange Unterhosen) als das Grau in Grau zurzeit. Aber da kann noch was kommen …! Ich erinnere an den Januar 2013, erst gab es einen Ausflug ins Graue, dann wurde es doch noch kalt & weiß. Na mal sehen, was noch so kommt ….

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„Da kann noch was kommen“, meint heute auch ein Freund zu mir. „Ich weiß, ihr Journalisten seid Weltmeister in der Kaffeesatzleserei“ ist mein flapsiger Einwurf. „Nein, im Ernst, ich meine Flüchtlinge. Nur weil wir jetzt ein neues Jahr haben, wird kein Flüchtling sagen: ‚2015 war das Jahr der Flüchtlinge, 2016 bleiben wir wo wir sind‘. Die Beweggründe sind dieselben geblieben.“ Ich denke „ok, zumal viele Muslime nach dem islamischen Kalender leben, der sich um einiges von unserem gregorianischen Kalender unterscheidet“, als mein Freund doziert: „Wir müssen endlich wirksam unterscheiden zwischen denen, deren Leben wegen ihrer Rasse, Religion, usw. bedroht ist, die quasi deshalb flüchten müssen und unter die Genfer Flüchtlingskonvention fallen, und denen, die quasi freiwillig migrieren, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Dazu gibt es auch einen europäischen Konsens, nur gleicht der potemkinschen Dörfern: hinter den Fassaden ist nichts. Ich empfehle dir dazu einen aktuellen Faktencheck in der Welt – Der große Brüsseler Bluff in der Flüchtlingskrise.

Ja. Ich habe keine Widerworte. Und so wie das Vertrauen in die etablierte Politik schwindet, hier in Deutschland mit Kanzlerin Merkel an der Spitze, so erstarken gleichermaßen die populistischen Nationalisten – europaweit. Irgendwie traurig, einerseits, anderseits soziologisch vorhersehbar – mit allen Konsequenzen. Mal sehen, was in der nächsten Zeit noch so kommt …. Den Welt-Artikel kann ich übrigens empfehlen, auch im Hinblick auf meinen Beitrag Schattenmenschen vom 5. Januar:

2015 irreguläre Grenzübertritte

Nr. 399 ^.^

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4 Kommentare leave one →
  1. SMS permalink
    14. Januar 2016 19:24

    Hallo, ich möchte deinen Beitrag um einen ganz aktuellen Kommentar von Katharina Schuler in der Zeit von heute ergänzen:
    „Unionspolitiker (gemeint sind die ‚Generäle‘ Tauber und Scheuer) überbieten sich derzeit mit kruden Vorschlägen – und verstärken so, was sie bekämpfen wollen.“
    Weiter heißt es – in Auszügen:
    „… Derartige Forderungen belegen vor allem, wie stark die Union in der Flüchtlingsfrage unter Druck geraten ist. … Das Problem: Sie verstärken damit nur die Enttäuschung unter den Bürgern. … Der CSU-Generalsekretär wirkt so mit an der Delegitimierung einer Regierung, an der seine Partei beteiligt ist. …“
    Ich empfehle dir und deinen Lesern den Beitrag ganz zu lesen:
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/andreas-scheuer-peter-tauber-fluechtlinge
    Die ‚Christ-Generäle‘ Tauber & Scheuer unternehmen alles um Ressentiment zu schüren, statt „Probleme zu erklären und um Verständnis für Schwierigkeiten zu werben.“
    Wer solche ‚Parteifreunde‘ hat, Frau Merkel, braucht keine Feinde mehr!
    Greetings, SMS

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  2. 15. Januar 2016 07:35

    Nachtrag – 2 Links:
    Unser ostholsteinischer Landrat Sager gehört zwar meines Wissens der CDU an, steht aber nicht im Verdacht, ein “großartiger Parteipolitiker” zu sein. Vielmehr ist er gehalten – besonders in seiner derzeitigen Funktion als Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT) – überparteilich zu agieren und die Interessen der deutschen Landkreise zu vertreten.
    Nun wird er so zitiert:
    “Finanzielle Überforderung der Landkreise – Flüchtlingszuzug wirksam begrenzen – Die Politik muss unter Beweis stellen, dass sie in der Krise handlungsfähig ist und den Landkreisen Erleichterung verschaffen.“
    Den ganzen Beitrag (von gestern, 14.01.16) gibt es unter:
    http://www.fehmarn24.de/fehmarn/fluechtlingszuzug-wirksam-begrenzen-6033511.html
    Sager ist nur eine von vielen Stimmen aus den Kreisen der Landräte und Bürgermeister, die vor Ort mit den Problemen bei der Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge zu kämpfen haben. Ihre Worte werden in den lokalen Medien verbreitet, jeder in seinem Kreis / in seiner Stadt. Das trübt das “Wir schaffen das” – Bild von Kanzlerin Merkel wahrscheinlich mehr als ihr lieb sein kann – vorsichtig ausgedrückt. “Oben” kann ja viel erzählt werden, aber wenn hier “mein” Landrat / Bürgermeister sagt dass wir Probleme kriegen, dann glaube man dem mehr als jedem anderen.
    Wenn zusätzlich in den Nachrichten das Ergebnis des aktuellen ARD-Deutschland-Trend verbreitet wird:
    “Bei den Deutschen schwindet die Zuversicht in der Flüchtlingskrise. Der ARD-DeutschlandTrend zeigt: Etwa die Hälfte der Bundesbürger bezweifelt, dass das Land die Probleme in den Griff bekommt. Auch das Thema Angst vor Flüchtlingen spaltet die Gesellschaft.”
    http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend-471.html
    dann gewinnt das Thema noch mehr an Brisanz und Kanzlerin Merkel gerät mehr und mehr unter Druck.
    “Da kann noch was kommen …”

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  1. Irgend etwas ist ja immer … | Ich sag' mal ...

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