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Die Renaissance des Kofferradios – oder Kabel Deutschland ärgert mich

19. Januar 2016

Kofferradio

Kabel Deutschland. Regelmäßig flattert mir Post mit Werbung ins Haus, ich möge doch mit meinen Telefon- und Internetanschluss zu KabelD wechseln. Mit gleicher Regelmäßigkeit (zugegeben, nicht so oft) fällt bei mir in der letzten Zeit der Kabel-Empfang für meinen Fernseher und das Radio der Stereoanlage aus.

Kabel-kein-Empfang

Ich glaube, die wollen mich ärgern! So und so! Noch mehr ärgert sich meine Nachbarin, die alles über KabelD hat und die bei den Ausfällen „gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist“, während ich als Telekom-Kunde wenigstens noch telefonieren und ins Internet kann. Und ich habe ein Kofferradio, da läuft NDR2 auch ohne Kabel. KabelD kann mich mal.

Trotz funktionierendem Internet meint heute auch Twitter so was wie „du kannst mich mal“

Twitter no 160119

Ok, ist wohl auch kaputt. Irgendwie. Wie mein Toaster. Der gute alte Toaster, gekauft vor 20 (?) Jahren, als Tochter noch klein war.

Toaster_20160115_kaputtEin Vierfach-Toaster, damals war das gut so. Auch wenn ich schon lange keine vier Scheiben mehr gleichzeitig benötige und das Toasten mit dem Teil reine Energieverschwendung war, so hat es doch immer zuverlässig funktioniert. Hat, bis jetzt. „Bums“, alles dunkel und still in der Wohnung. Die Sicherung, bzw. der FI-Schalter. Das Ableben meines Toasters. Nun habe ich ihn zur „Beerdigung“ zum nächsten Recyclinghof gefahren. „Futsch und weg“.

„Weg“ ist bald auch Uli Hoeneß. Nicht „vom Fenster“, das wird sich zeigen, sondern aus der JVA. Das Gericht hat seinem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zum 29.2. stattgegeben, dann hat er die Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Haftzeit verbüßt. Rein rechtlich ist die Entscheidung des Landgerichts Augsburg nicht zu beanstanden. In einem SZ-Kommentar meinte Annette Ramelsberger jedoch (Bild ist mit dem Kommentar in der SZ verlinkt):

Hoeneß Haftentlassung SZ160118bR

Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass Prominente keinen Bonus genießen dürfen, aber ebenso sollten sie keinen Malus ertragen müssen. Bei Hoeneß scheiden sich da wohl die Geister. Die mit ihm sympathisieren werden es gut finden, und die, die den „FC-Bayern-München-Macher“ noch nie mochten, werden die Entscheidung der bayerischen Richter für falsch halten. Ich sag‘ mal …: „Die Sache geht in Ordnung.“

„In Ordnung“ sind KabelD und Twitter immer noch nicht, aus dem Kofferradio vermeldet der Sprecher, dass Twitter wohl „überall“ ausgefallen ist. Na denn. Egal. Es gibt Schlimmeres!

Nr. 401 ^.^

2 Kommentare leave one →
  1. SMS permalink
    19. Januar 2016 21:57

    Hallo, du schreibst ja in diesem Jahr wie am Fließband, ich komme kaum mit dem Lesen nach. Meine Journalisten-Ehre gebietet es mir, dass ich mich noch einmal melde. Gut dass du in deinem Beitrag darauf hingewiesen hast, dass es sich zu Hoeneß in der Süddeutschen um einen Kommentar handelt. Ich habe ihn gelesen.
    Ein Kommentar ist ein Meinungsbeitrag zu einem Thema, er sollte aber nicht durch Halbwahrheiten versuchen zu beeinflussen, indem etwas suggeriert wird, was nicht ist. Dadurch wird versucht die Meinung des Lesers in eine bestimmte Richtung zu lenken, statt ihn wertfrei über den Meinungsbeitrag entscheiden zu lassen.
    Kollegin Ramelsberger schreibt: „Jeder halbwegs beschlagene Jurist hatte erklärt, dass eine Freilassung von Hoeneß nach nur der Hälfte der Strafe nicht angehe: ….“
    JEDER „halbwegs beschlagene Jurist“?
    Die Juristen, die schon damals nach der Urteilsverkündung von einer Entlassungsmöglichkeit nach Verbüßung der Hälfte der Haftstrafe sprachen, sind also noch nicht einmal „halbwegs beschlagene Juristen“?
    Oder soll vielmehr der Eindruck erweckt werden, dass sich Deutschlands Juristen darüber einig sind, dass dem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung von den Richtern nicht hätte stattgegeben werden dürfen? Dazu gibt es aber nicht einen einzigen Beleg – auch nicht aus dem Strafgesetzbuch, warum sich Deutschlands Juristen einig sein sollten.
    Ich finde, dass gerade in so angesehenen und oft zitierten Zeitungen wie der Süddeutschen auch die Kommentare ein gewisses Niveau nicht unterschreiten sollten:
    „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige (also nicht falsche) Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“ Pressekodex Zif.1.
    Das gilt auch für Kommentare und die Süddeutsche sollte solche Halbwahrheiten wie die der Kollegin Ramelsberger nicht nötig haben.
    Das wollte ich nur mal gesagt haben – als jemand, der vom Fußball und von Hoeneß und so keine Ahnung hat. Aber wenn sich alle Journalisten an die Spielregeln halten würden, dann würde vielleicht weniger von der Lügenpresse gesprochen.
    Gruß vom SMS

    Gefällt 1 Person

    • 20. Januar 2016 07:59

      Moin. Schön dass du meine Beiträge liest 😉 und du scheinst viel Zeit zu haben, schon der zweite Kommentar in wenigen Tagen 😉
      Ja, über diese Formulierung von Frau Ramelsberger bin ich auch gestolpert, auch ein Grund, warum ich ganz bewusst darauf hingewiesen habe, dass es sich um einen Kommentar handelt.
      Ich habe mir eben mal die Zeit gegönnt und nach „Kritik Hoeneß Haftentlassung“ gegoogelt. Ergebnis: Nichts was die Aussage von Frau Ramelsberger “Jeder halbwegs beschlagene Jurist …“ stützen würde. Aber sind wir doch mal ehrlich: Ist das nicht nur ein Beispiel von vielen in unserer Medienlandschaft?
      Viele Grüße, wir telefonieren …

      Liken

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