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FC Bayern Maulwürfe – zwei habe ich heute gesprochen

3. Februar 2016

Ein Sportturnier. Heute. Mit dabei zwei Weltmeister-Namen, die jeder fußballbegeisterte Mensch kennt. Eine wahre Geschichte.

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Der eine spielt nicht mehr für den FC Bayern München. Er wird wissen warum. In einer Spielpause habe ich einen Smalltalk versucht und ihn gefragt: „Na, wie spielt es sich im neuen Trikot von ManU?“

Als Antwort erntete ich zunächst einen bösen Blick: „Das heißt nicht ManU, das ist beleidigend, manu(re) heißt übersetzt ‚Mist‘. Sagen sie einfach nur United, oder besser ‚Red Devils‘, das gefällt mir besser!“ Ups. Natürlich lag es mir fern, irgend jemanden auf die Füße zu treten. Also werde ich ManU aus meinem Wortschatz streichen.

Eine neuer Versuch: „Gut, Red Devils, die Roten Teufel.“

„Mit den Bayern ist doch nichts mehr los, das ist keine Mannschaft mehr,“ war die postwendente Antwort. „Die haben nach Heynckes unter Guardiola nicht mehr so gespielt, wie sie es als Mannschaft gekonnt hätten. Und van Gaal ist ein guter Trainer, der baut junge Spieler ein, ohne ihn wären Müller und Badstuber nie Weltklassespieler geworden!“

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Die ehrliche Meinung eines Fachmanns. Der „junge Mann“ scheint damit offensiv umzugehen, redet nichts schön. Kurze Zeit später saß sein „Kumpel“ neben mir, der heute noch das Bayern München Trikot trägt. Ich war gespannt, ob, und wenn ja, was er mir zu sagen hatte: „Ist Ancelotti ein guter Nachfolger von Guardiola?“ Meine Frage war für ihn ganz und gar keine: „Ganz klar! Pep habe ich nie für einen guten Trainer gehalten. Der kann nicht mit den Spielern umgehen – dauernd sind sie verletzt. Jetzt, wo sie wissen dass er geht, trauen sich einige wenigstens was zu sagen. Das kann unter Carlo nur besser werden!“ Er meinte es ernst. Die Deutlichkeit seiner Aussage hat mich überrascht. Damit nicht genug: „Die Luft ist raus bei den Bayern, wie in der letzten Rückserie. Nun ist auch noch die Stimmung mies. Wieder sind viele verletzt, weil der Trainer sie zu früh eingesetzt hat. Wenn sie Pech haben, fliegen sie in der Champions League gegen Turin raus, die sind zurzeit echt gut, verlieren in der Liga Samstag in Leverkusen, dann gegen Dortmund, dann noch einmal und werden kein Meister. Im Pokal fliegen sie auch noch gegen Dortmund oder Leverkusen raus. Wenn die Chemie nicht mehr stimmt, dann gewinnst du irgendwann auch nicht mehr! Dann haben sie in diesem Jahr nichts!“

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So sprach der „junge Mann“, ließ mich etwas verdutzt zurück und verschwand. Nennt man so etwas „Zweckpessimismus“? Wieviel Enttäuschung über die derzeitige Situation bei den Bayern schwingt bei diesen beiden „jungen Männern“ mit? Oder wie oder was? Später sah ich ihn auf der Tribüne wieder. Vielleicht sind das rechts und links neben ihm zwei „Sportjournalisten“?

Nr. 405 ^.^

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6 Kommentare leave one →
  1. 4. Februar 2016 10:53

    Ich interessiere mich zwar nicht für Fußball, aber solche „wahren“ Quellen wünscht sich jeder Journalist 😉
    SMS

    Gefällt 2 Personen

  2. 5. Februar 2016 18:44

    Es gibt Menschen, die haben eine negative Denkweise, denn wenn sie nichts Positives erwarten, können sie nicht enttäuscht werden. Das halte ich punktuell für vernünftig, solange man nicht jeden Tag die Katastrophe herbeiredet. Wenn ich jeden Tag erzählen würde, daß die Roten in diesem Jahr absteigen, nein, das geht gar nicht.
    Die Prophezeiung des „Müller“: Bei mir ist da vielleicht eher der Wunsch die Mutter des Gedanken 😉

    Gefällt 1 Person

    • 6. Februar 2016 09:23

      Moin. Stimmt. Wenn Menschen täglich als wandelnde Katastrophe rum laufen und das Ende der Welt herbeireden, oder den Abstieg der 96er, oder, oder, dann kann das nerven. Um das auszuhalten gehört schon eine ordentliche Portion Toleranz dazu. Die hat nicht jeder Ergebnis: Man sucht nicht unbedingt die Nähe dieser nörgelnden Katastrophenherbeiredner. Oder -rednerinnen 😉
      Viele Grüße von der Ostsee

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  3. 7. Februar 2016 10:48

    Naja, nicht ganz: gegen Leverkusen nur ein unentschieden – aber das muss sich für die Lederhosen wie eine gefühlte Niederlage anfühlen. Dortmund konnte ja leider den Vorteil nicht nutzen und kam auch über ein Unentschieden nicht hinaus. Und ganz ehrlich: das letzte Spiel gegen Ingolstadt wäre – wenn korrekt gepfiffen worden wäre – verloren worden.
    Dortmund gegen Bayern – uhh, da hab ich noch Schüttelfrost von der Hinrunde – obwohl die Schwattgelben den Bayern auch schon mal ordentlich den Arsch versohlt haben. Da wird es auf Taktik und Tagesform ankommen.
    Ansonsten wäre das natürlich klasse, wenn die Prophezeiung der „Maulwürfe“ eintreten würde.. 😉

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    • 12. Februar 2016 10:54

      Na dann schauen wir mal, ich sehe den „kleinen Maulwurf“ regelmäßig und werde ihn Fragen, was seiner Meinung nach passieren wird 😉

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