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Da ist man mal ein paar Tage weg …

6. April 2016

Halt-160330-004

Halt! Das ist mir im Moment alles ein bisschen viel. Ich war in den letzten Tagen zwar nicht am Ende der Welt, aber was alles so passiert ist, habe ich nur am Rande mitbekommen.

Vorab: Ich habe eine Bitte an alle Journalisten, besonders die investigativen: Wenn ihr schon monatelang recherchiert, könnt ihr euch dann nicht ein bisschen mit den Veröffentlichungen absprechen und Rücksicht auf die aktuellen Ereignisse nehmen?  Ok, war nur Spaß.

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Zum Glück – na ja, manchmal kommt es einem zu passe – hatten wir gestern trübes regnerisches Wetter – nichts was einen nach draußen treibt. Es sei denn, man(n) muss. Ich musste, nämlich einkaufen. Aber es blieb genügend Zeit zum Lesen: Nee, nee. Ich könnte den Kopf schütteln bis mir schwindelig wird. Aber schon beim zweiten Gedanken frage ich mich, ob das alles so eine Überraschung ist. Klar, die Politiker reagieren – mal wieder – reflexartig und prangern an, fordern, bla bla bla. Meist ist es doch so, dass spätestens übermorgen andere Themen interessant sind und wir schnell vergessen.

SZ-Panama_Papers

Nun haben wir also die „Panama Papers„, ein Einblick in die Welt von korrupten Politikern und Sportfunktionären, Steuerflüchtigen, Geldwäschern und anderen Kriminellen. Aber ist das, was der Süddeutsche Zeitung von einem Whistleblower zugespielt wurde, wirklich so neu? Sicherlich tauchen nun neue Namen auf, aber das Geschäft ist ein altes. Ich erinnere nur an die „Offshore-Leaks 2013„. Es gab einen großen Aufschrei, ähnlich einem Sturm im Wasserglas, und kurze Zeit später sprach (leider) kaum noch jemand davon, das Thema war out.

Aktuell überlagern die Panama Papers alle anderen Themen. Dabei gehen andere brisante Meldungen, wie die Schwierigkeiten beim Flüchtlingsabkommen mit der Türkei oder vom Dopingskandal in England, schon fast unter. Von Peripherie-Meldungen, dass in Deutschland rund eine halbe Millionen unregistrierte Flüchtlinge leben sollen, will ich gar nicht reden. Aber auch das ist nicht neu, ich habe darüber erst vor ein paar Wochen berichtet.

Mein Resümee: Im Prinzip nichts Neues, nur die „Verpackungen“ haben sich geändert. Beim näheren Hinschauen stelle ich fest, dass die Inhalte die gleichen geblieben sind. Dennoch: Hut ab vor der „vierten Gewalt“, den investigativen Journalisten um die Panama Papers – aber auch vor denen, die über den englischen Dopingskandal berichtet haben! Schade, dass der zurzeit kaum Beachtung findet! Aber vielleicht tragen alle zu ein bisschen mehr Gerechtigkeit bei ….

Nr. 419 ^.^

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3 Kommentare leave one →
  1. 6. April 2016 16:26

    Tja, Ablenkung funktioniert immer wieder 😉 Man muss nur ein paar Böse beim Namen nennen uind schon…schauen alle nur noch dorthin. Der Rest ist vergessen.
    Viele Grüße und wenig Stress!

    Gefällt 1 Person

  2. 8. April 2016 18:14

    Im Grunde hast du also nichts verpasst, die Welt ist immer noch so verkommen wie einer Woche vorher 😉

    Gefällt 1 Person

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