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Der allgegenwärtige Protest: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“

27. Mai 2016

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Nein, ICH will hier nicht protestieren. Schon gar nicht über die Deutsche Bahn. Zumindest was ich in den letzten Wochen festgestellt habe, war sie sogar pünktlich!

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Gelobt sei die Erfindung des Smartphone. Wenn man Zeit auf Bahnhöfen und in Zügen verbringt, dann ist ein Smartphone so wichtig wie für MacGyver ein Schweizer Offiziersmesser. Eine eierlegende Wollmilchsau: Du kannst damit Quatsch fotografieren, Musik hören oder online lesen.

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Ich habe viel gelesen. Gefühlt habe ich in fast der Hälfte aller Artikel etwas über „Protest“ gelesen: „Protest-Wähler, Protest-Parteien, Protest gegen dieses und Protest gegen jenes.“

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Dabei könnte das Leben so schön einfach sein …. Oder ist es das vielleicht sogar – und machen wir es uns nicht manchmal selbst zu kompliziert? Allerdings habe ich böse Ahnungen, wenn ich von dem rechtspopulistischen österreichischen „Fast-Präsidenten“ Hofer die Prophezeiung (oder Drohung?) lese: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“

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Angesichts vermehrter nationalistischer Tendenzen in Europa und einem so was von extrovertierten US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump – sein Wahlkampfslogan lautet: „Make America great again“ – scheint mir der Protest gegen das Establishment allgegenwärtig zu sein. Wer behält dabei noch den Durchblick? Werden politische Inhalte immer mehr durch taktischen Opportunismus ersetzt? Und wie sieht es überhaupt mit den Inhalten der Populisten und Nationalisten als Alternative aus? Oder sind die egal, weil doch alles nur „Protest“ ist?

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Taktischer Opportunismus wird auch dem Fußballer Mario Götze  unterstellt. Oder ist das so etwas wie ein „Protest gegen das FC Bayern Establishment Management“?  Nun will er seinen Vertrag bei den Münchenern erfüllen (noch ein Jahr, damit gehen den Bayern kolportierte 25 Mio. Ablöse verloren) und denkt nicht an einen Wechsel. Und das, obwohl viele Journalisten Tage zuvor noch „wussten“, dass und warum Götze den FC Bayern verlässt. Fällt das auch unter „Lügenpresse“? Und in der Chefetage des deutschen „Double-Gewinners“ wundern sich gerade ein paar Herren, „was alles möglich ist“. *grins*

Nr. 428 ^.^

4 Kommentare leave one →
  1. 27. Mai 2016 16:36

    Tja, irgendwie ist die ganze Republik – bzw. deren Bewohner – auf Krawall gebürstet. Egal ob am Stammtisch (wir nennen Ihn „Männerabend“, weil wir kein Weibsvolk dabei haben wollen), oder beim morgendlichen Bürotalk: kaum kommt die Sprache auf Politik, geht bei den Meisten der Blutdruck in den hohen dreistelligen Bereich und es läuft Sabber aus den Mundwinkeln. Bei den nächsten Wahlen wird die SPD wohl kurz davor sein von der Parteienlandschaft dieses Landes zu verschwinden. Und es ist jetzt schon abzusehen, dass die Politgrößen dann immer noch nicht erkannt haben, woran es gelegen hat – was dann aber eigentlich auch kein wirklich großer Verlust ist, denn Politiker ohne einen Funken Verstand haben wir ja bereits genug in diesem Land.

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    • 28. Mai 2016 10:44

      Moin Peter,
      ja, den „Männerabend“ gab es in meiner alten Heimat auch, „Männerabend“ deshalb, weil wir anfänglich nach dem Training noch auf ein paar Bier zusammen gesessen, später, als wir kein Fußball mehr gespielt haben, sind wir gleich in die Dorfkneipe gegangen. Allerdings waren Frauen bei uns immer willkommen 😉 Und es galt das ungeschriebene Gesetz, an diesen Abend nicht über zwei Themen zu sprechen: Fußball und Politik. Solange sich jeder daran gehalten hat, waren das schön lustige Abende, aber wehe wenn … 😉
      Von Jakob Augstein habe ich gestern in einer Kolumne diesen Satz gelesen: “ … Spätestens jetzt geht es nur noch darum, ein weiteres Wachstum der Rechten zu verhindern. Sonst könnte sich am Ende herausstellen, dass ganz viele Deutsche in Wahrheit wie Smarties sind: außen bunt, aber innen ganz braun.“ Ich denke mal, dass der SPD dazu – schon rein historisch – eine wichtige Rolle zufällt, dass die Republik „bunt“ bleibt.
      Vielleicht ist es wirklich so, dass der Neoliberalismus Europa in den zurückliegenden Jahrzehnten zerrüttet hat – wobei das wohl doch eher eine Feststellung als eine Frage ist. Und mit dem Aufkommen nationalistischer Tendenzen – ich sage dazu Rechtspopulisten – werden von den amtierenden Regierungen der politischen Mitte politische Inhalte vermehrt durch einen taktischen Opportunismus ersetzt.
      Solange das so bleibt wie es ist, macht mir die Aussage von dem rechtspopulistischen österreichischen „Fast-Präsidenten“ Hofer die Prophezeiung (oder Drohung?) Angst: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“
      Mal sehen, was noch so kommt ….
      Viele Grüße

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  2. 28. Mai 2016 07:53

    Genau über all Protest, aber es gibt auch noch etwas was wir haben, „Problem“, das Problem, wo ist das Problem, wer ist das Problem, das Problem ist usw. …… überall Protest, warum , weil das Problem ist …….gut es ist einfach problemmatisch das so zu erklären, muss jetzt weg.
    Gruß und ein schönes Wochgenende
    Lucian

    Gefällt 1 Person

    • 28. Mai 2016 10:56

      Moin,
      ich muss schon wieder bei deinem Kommentar grinsen. Chapeau!
      Ja, diese ewigen Problem-Sucher und -Finder. Oh, ich „mag“ sie.
      Ich hatte mal einen Auszubildenden, der hatte bei mir bald den Spitznamen „Ja-aber“. Was immer diskutiert und beschlossen worden war, er kam meist immer noch mit einem „Ja, aber …“ an. Als wenn er das berühmte „Haar in der Suppe“ suchen würde. Irgend ein Problem hat er (fast) immer gesehen, außer bei Pausen und dienstfrei 😉
      Dabei ist es mit den Problemen – im Prinzip – ganz einfach: Sie dafür da, gelöst zu werden 😉 Einfach machen und nicht lang schnacken.
      Viele Grüße!

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