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„Funkstille“ – by Christine

2. November 2016

Smartphones-600

Ich habe heute Vormittag mal Zeit. Zeit um mich durch diverse Blogs zu klicken. Bei Christine lese ich „Funkstille“, ein Moment im Leben ohne Smartphone. Ich muss grinsen und denke an eine Unterhaltung gestern Nachmittag mit meinem dreizehnjährigen „Spezi“:

„Herr Meier, bei uns ist das Internet kaputt …“

„Hat etwa einer das Internet gelöscht?“ unterbrach ich ihn augenzwinkernd.

„Neiiin. Draußen ist die Leitung kaputt, hat ein Bagger gekappt. Die sagen, das geht morgen erst wieder. Können sie über ihr Smartphone mal ein WLAN mit Internetfreigabe einrichten, ich will mir ein Spiel laden …“

„NEIN!“ Knappe, deutliche Ansagen erleichtern das Leben mitunter. Undiskutierbar.

„Och menno, das ist doch doof, ich bin völlig von der Außenwelt abgeschnitten, kein WhatsApp, kein …“

„Brauchst du jetzt eine Dose Mitleid? Eine Halbliter-Dose oder reicht ein Drittelliter?“

So ist das Leben: Manchmal hart und ungerecht. Wobei die Beurteilung eine Sache der Betroffenen ist. Was der eine als ein „menschliches Drama“ empfindet, für das hat der andere nur ein Achselzucken übrig. So fragt Christine auch am Ende: „Wie ergeht es Euch mit den digitalen Medien? Wird es Euch manchmal zu viel?“

Ich sag‘ mal …: Langjährige Leser meines Blogs wissen, dass ich zur Jahresmitte immer mein persönliches „Sommerloch“, sprich eine mehrwöchige Pause einlege; bei Facebook habe ich mich schon vor Jahren wegen deren Datensammelwut abgemeldet und die Erreichbarkeit übers Smartphone ist auch eingeschränkt. Schon vor Jahren habe ich mir ein Zweitgerät zugelegt, dessen Nummer (für Notfälle) nur eine handvoll Leute kennen. Und das Gerät nutze ich immer öfter ….

Aber nun will ich das Internet mal weiter „funken lassen“ und mich weiter durch die Blogs klicken …

Nr. 458 ^.^

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7 Kommentare leave one →
  1. 2. November 2016 10:29

    😄 liest sich wieder super!
    War noch nie bei Facebook und werde es auch nie sein, aber auf WhatsApp möchte ich nicht mehr verzichten müssen. …auch wenn es inzwischen leider auch von Facebook übernommen wurde.
    LG

    Gefällt 1 Person

    • 2. November 2016 10:36

      Moin. Danke.
      Ja, die Übernahme von WhatsApp durch Zuckerberg betrachte ich auch mit Sorge. Meine Tochter lehnt deshalb WhatsApp ab, Facebook sowieso, also alles, was zum Zuckerberg-Imperium gehört.
      So kriege ich die Fotos von meinem Enkelkind per Mail, auch die sind übers Smartphone heutzutage zu empfangen und Anhänge anzusehen. Funktioniert auch alles, nur ein bisschen umständlicher.
      Viele Grüße von der Ostsee

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  2. kaempferkind permalink
    2. November 2016 20:27

    Ich muss gestehen, ich ringe gerade mit mir selbst, zwecks Handy…. meins gehört schon zu den „älteren“ hat kaum Speicherkapazität. Telefonieren geht noch, updates unmöglich… Die Kids sind dabei mich zu einem neuen zu überreden… aber will ich das?! Habe mir damals nur ein internetfähiges angeschafft, damit die Kids mich „kostenlos“ über Whatsapp erreichen können.
    Nun hat sich meine eine Tochter neulich eine App runter geladen, in der sie ihr „Trinkkonsum“ WASSER!!!! kontrollieren kann, da sie an manchen Tagen keine Flüssigkeit aufnimmt. Das könnte ich auch gebrauchen, aber: 1. mein Handy schafft diese App nicht und 2. dann bekomme ich das Ding ja gar nicht mehr aus der Hand.
    Mein Handy ist zum Glück doch schon so modern, dass es eine AUS-Taste hat, die ich immer öfter auch benutze ;-p
    Ich muss gestehen, ein Handy bei mir zu haben, stresst mich mittlerweile mehr, wie keines bei mir zu haben. Nur wegen der Kinder habe ich es mit- lautlos!

    Gefällt 1 Person

    • 9. November 2016 11:24

      Moin, schön dass du ein Handy mit „AUS-Taste“ hast 😉
      Und ja, man gewöhnt sich an so ein Teil. Aber wie erwähnt, habe ich für mich mit dem Zweitteil einen guten Kompromiss gefunden: Ich habe ein Handy dabei und kann bei Bedarf mal telefonieren, die Nummer ist unterdrückt, und angerufen werde ich darauf nur in Notfällen, von den paar Leuten, die die Nummer kennen. Und diese „Notfälle“ hat es noch nie gegeben ….
      Grüße von der verschneiten Ostsee, gleich geht’s raus 😉

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  3. 5. November 2016 16:24

    Ja ich bin nur im Netzt online, alles andere habe ich nicht, das reicht, ab und an verfluche ich es, aber es hat doch sehr viel gutes, die Infos die man schnell mal nach-googelt und die vielen Leute die ich kennen gelernt habe in gewissen Foren, all das will ich eigentlich auch nicht missen.
    Das schönste jedoch an dem ganzen Scheiss, was es so gibt, ist das man nicht mehr vor die Tür muss um zuwissen wie das Wetter ist.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Lucian

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    • 9. November 2016 11:27

      Moin,
      ja, stimmt. Aber um zu wissen wie das Wetter ist, muss ich auch nicht „vor die Tür“, ich gucke raus, ich habe nämlich große Fenster 😉 und da sehe ich gerade viel Schnee und viel Sonne. Will damit sagen, nun gehe ich doch vor die Tür!
      Viele Grüße aus Scharbeutz

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  4. 27. November 2016 12:57

    Klar ohne Internet ist doof – aber kein Beinbruch (man überlebt selbst einige Wochen ohne Internet – bei Nahrungsmitteln und Wasser ist der Entzug bedrohlicher).
    Und was die ständige Nutzung und Online sein mit dem Handy angeht: obwohl ich das geile iPhone 6s Plus habe – das Teil bleibt fast fortwährend in der Tasche. Ich amüsiere mich stattdessen lieber über die „Swombies“, die zum Teil auf dem besten Wege sind den „Darwin-Award“ zu bekommen, weil Sie völlig gebannt auf Ihr blödes Handy-Display stieren und nicht mitbekommen, dass Sie zwischen den Schienen einer Straßenbahnlinie stehen bleiben um eine „wichtige“ (LOL) Nachricht zu tippen, und der U-Bahn-Zug fahrplanmässig anrauscht. Bereits 3x gesehen – Tendenz steigend..
    Gerne bleiben diese Vögel auch vor U-Bahn Türen stehen – schauen aufs Display – und bekommen nicht mit, dass man zum einsteigen einen Knopf neben der Tür drücken muss. Das Gesicht des Swombies, wenn die Bahn ohne Sie wieder anfährt, weil kein andere an der Tür stand – unbezahlbar!!

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