Zum Inhalt springen

Wechselstimmung

7. Februar 2017

Meine persönliche Wechselstimmung ist zur Zeit die zwischen Bett und Sofa. Ursache ist ein grippaler Infekt. Blöd nur, dass ich mich wegen meines „Herrn Bechterews“ eigentlich mehr bewegen und nicht so viel liegen soll. So kommt eins zum anderen – und die fehlende Sonne tut das Übrige.

einzige Aussicht im Dunst: schwarz-rote Tonne

einzige Aussicht im Dunst: schwarz-rote Tonne

Und nun? Gut dass es Telefone gibt: „Es gibt im Lande eine Wechselstimmung wie 1998“, meinte gestern ein Freund zu mir. – „94.“ – „Wie, 94?“ – „Weil es 1994 zwar auch schon so eine Stimmung gab, aber es für einen Regierungswechsel noch nicht gereicht hat, erst 1998.“ – „Na ja, sag‘ ich doch.“ – „Und ich glaube eben in diesem Jahr an keinen Wechsel. Kohl hat man zwar 94 ebenso die zukunftsorientierten Ideen abgesprochen wie jetzt Merkel auch, aber trotz derber Verluste hat es noch einmal für vier Jahre Hinwursteln gereicht.“

Wir wurden uns nicht einig. Jedenfalls in dem Punkt nicht. Aber das müssen wir auch nicht, sind wir doch in guter Gesellschaft: Nach dem jüngsten „Insa-Meinungstrend“ gewinnt die SPD im Vergleich zur Vorwoche vier Punkte und kommt auf 31 Prozent – CDU/CSU verlieren drei Punkte und kommen auf 30 Prozent.

sonntagsfrage170206-600

Der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner bezweifelt in der BZ die Werte: „Ich glaube das nicht wirklich. Durch Nichts-Tun kann man nicht einen so schnellen Meinungsumschwung erreichen.“  In der BILD widersprechen sich zugleich Insa-Chef Hermann Binkert: „Es gibt eine Wechselstimmung. Damit ist die Bundestagswahl nicht entschieden, aber sie ist völlig offen.“ – und Thomas Petersen vom Allensbach-Institut: „Eine ausgeprägte Wechselstimmung ist bisher nicht zu verzeichnen.“

Warten wir es ab. Am 24. September sind wir abends schlauer. Oder auch nicht, angesichts dann möglicherweise sechs im neuen Bundestag vertretenen Parteien. Umso wahrscheinlicher wird für den Fall jedoch, dass als einzige Aussicht wieder eine „schwarz-rote“ Tonne fest verankert in den politischen Strömungen die Richtung vorgibt. Oder „rot-schwarz“ – Schulz statt Merkel, die sich dann verabschiedet wie einst Schröder 2005? Manchmal wiederholt sich die Geschichte – und sei es anders herum ….

So, ich wechsele jetzt wieder auf das Sofa und dann im Fernseher die Programme. Bis etwas kommt ohne Politik, ohne Trump, ohne Schulz. ohne – na ja, und so weiter. Aber „das Fernsehen“ ist auch nicht mehr das, was es mal war. Vielleicht sollte ich stattdessen lieber zum Buch wechseln ….

Nr. 475 ^.^

8 Kommentare leave one →
  1. 7. Februar 2017 12:17

    Ohjeee… liest sich nicht schön!😯
    Dann wünsche ich dir recht gute Besserung und dass du ganz schnell wieder auf die Beine kommst!!!🍀🌞

    Gefällt 1 Person

  2. merina permalink
    7. Februar 2017 12:54

    …. Wechselstimmung. Das Wort gefällt mir. So vielseitig…… 😉
    Gute Besserung!

    Gefällt 1 Person

    • 7. Februar 2017 18:12

      Moin, danke. Ja, das Wort hat doch was 😉 Stell dir vor, du sagt morgen deinem Chef „Ich bin in Wechselstimmung“, oder abends zuhause deiner Familie …. Das könnte große fragende Augen hervorrufen 😉

      Gefällt 1 Person

  3. 7. Februar 2017 20:18

    gute besserung! im moment ists rundherum niesig, fiebrig und hustig.

    Liken

  4. Albert permalink
    7. Februar 2017 21:02

    Wenn das Seezeichen auf dem Bild ein Omen im Sinne eines Vorzeichens für die künftige Regierung sein soll, dann bitte ich folgendes zu beachten:
    1. Das Seezeichen ist schwarz – mit einem roten Querstreifen, also würde das eindeutig für Schwarz-Rot sprechen und dass Frau Merkel weiterhin Kanzlerin bleibt – vielleicht mit Schulz als Außenminister.
    2. Das Seezeichen weist nicht die Richtung, sondern auf eine Gefahrenstelle hin, es ist ein sogenanntes Einzelgefahr-Zeichen. Weitere vier Jahre GroKo mag manch einer als Gefahr für unser Land ansehen, jedenfalls wenn man ein „weiter so“ statt eines Politikwechsels als „Gefahr“ ansieht.
    Übrigens muss ein Regierungswechsel nicht zwingend mit einem Politikwechsel einhergehen, wohl hier im Lande aber anders herum. Ich will nicht widersprechen wenn wer meint, dass ein Politikwechsel heute so nötig ist wie einst 1998. Nur bitte ich zukünftig um mehr Gerechtigkeit!
    Albert

    Liken

  5. Donna & die blinden Simulanten permalink
    8. Februar 2017 21:23

    Gute Besserung !

    Liken

  6. 9. Februar 2017 02:20

    Ohweh, du Armer….ich hoffe, es geht mittlerweile schon besser.

    Die SPD ist im Aufwind….das ist dem Schulz geschuldet….mal sehen wielang das anhält….

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: