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Deutsch-Dänischer Krieg reloaded ??

24. Februar 2017

Nee, ja, aber genau das, was manch einer jetzt zu dieser Überschrift denkt, habe ich gestern auch gedacht: „SO EIN QUATSCH!“ Wieder so eine Fake-Nachricht, wie die vom „Sex-Mob tobte in der Freßgass“,  so titelte jedenfalls BILD vor einigen Tage. (Bild-Link zum NDR)

Sex-Mob-BILD-NDR170222b600

Die Geschichte ist allerdings eine Ente, für die sich BILD entschuldigen musste. Qualitäts-Journalismus geht anders!

Zurück zum „Deutsch-Dänischen Krieg“. Auf ntv sehe ich das (Bild ist verlinkt):

ntv- Daenemark Suedschleswig zurueck

„Äh, wie jetzt? Wollen die Dänen den 1864 verloren Krieg gegen Preußen neu auflegen und sich das zurück holen, was eben bis zu diesem Krieg vor nunmehr 153 Jahren einmal dänisch war? Nee, was soll das denn?“

Daenemark-Grenze-SH-heute-1864

Beim Lesen des Artikels, der mittlerweile bestätigt ist, wird schnell klar, dass auf so eine Idee nur ein Rechtspopulist kommen kann – von denen es in Dänemark leider auch mehr als genug gibt. Etwas beruhigt hat mich dann doch die Antwort des Rechtsaußen auf die Frage,  „wie weit er zu gehen bereit ist?“ Wohl nicht bis zum Äußersten: „Dass es bald eine Panzerschlacht in Südschleswig gibt, daran glaube ich aber nicht und die will ich auch nicht haben“, wird der rechte Dänen-Politiker zitiert. Was für’n Glück …. Aber im Ernst: „Wenn wir anfangen sollten solche Debatten zu führen, dann ist mir bange um Europa!“

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8 Kommentare leave one →
  1. Albert permalink
    25. Februar 2017 09:13

    Über das Ansinnen des Vize-Vorsitzenden der rechtspopulistischen dänischen Volkspartei, Sören Espersen, habe ich aus den NDR-Nachrichten erfahren.
    Zunächst war ich verstört, glaubte an einen April-Scherz in der Faschingszeit und habe mich ernsthaft gefragt, ob diese Nachricht den neudeusch genannten „Fake News“ zuzuordnen ist. Früher nannten wir das „Falschmeldungen“ oder „Ente“.
    Dann dämmerte mir jedoch, dass Espersen dasselbe Prinzip beherscht, wie andere Populisten auch: Erst wird eine Meldung öffentlich gemacht, Menschen empören sich darüber, dann wird die Meldung relativiert, dass man es ganz so ja nicht gemeint habe und auch missverstanden worden sei, aber so sind und bleiben die Populisten im Gespräch und genießen die Aufmerksamkeit, die ihnen eigentlich gar nicht gebührt.
    Das macht bei uns die AfD nicht anders, Beispiele gibt es genug.
    Noch zur „Bild“, das sind genau die Falschmeldungen, die ich eingangs meinte. Ich habe die Nachricht zwar nicht gelesen, jeder Cent für den Kauf einer „Bild“ ist ein weggeworfener Cent, aber bei „Bild“ überrascht mich das nicht. Im Grunde genommen ist das wie bei den Populisten: Erst Meldung raus, Menschen empören sich, dann wird relativiert oder gar zurückgenommen und sich entschuldigt, aber man bleibt im Gespräch und genießt Aufmerksamkeit. Das ist ein Grund mehr, sämtliche Nachrichten zu hinterfragen.
    Albert

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    • 1. März 2017 14:27

      Moin, ja, „sämtliche Nachrichten zu hinterfragen“, auf jeden Fall. Zumindest sollten wir beim Lesen kritisch sein. Meldungen mit „nach einem Medienbericht“ sind dabei mit besonderer Vorsicht zu genießen.
      Persönlich halte ich mich immer mehr an die ÖRR. Zumindest bei ARD&ZDF habe ich das Gefühl, dass Qualität vorrangig ist – selbst wenn auch mal Fehler passieren.
      Ach ja, in der Vergangenheit klang die Zukunft auch mal irgendwie besser 😉
      Grüße aus Scharbeutz

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  2. 20. Januar 2018 19:23

    So ein Quatsch, so viel Aufhebens nur weil ein Idiot was von sich gibt. Die Minderheiten in Schleswig haben beiderseits der Grenze das beste Verhältnis zum Gastland. Da ist überhaupt nichts am gären nur weil Stoffel Espersen rumblökt.

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    • 21. Januar 2018 09:06

      Moin. Stimmt. „So eine Quatsch“ Aber, ich habe es neulich wieder irgendwo gelesen, vielleicht Katalonien als Vorbild nehmend, dass so ein paar rechtspopulistische Dänen gerne eine Abstimmung darüber hätten, ob Südschleswig, also der heute deutsche Teil des ehemaligen Herzogtums Schleswig, wieder Nordschleswig, also dem Königreich Dänemark, angegliedert werden soll. Quasi Schleswig in seinen alten Grenzen des Herzogtums – dann aber dänisch bitte.
      Aber solche Aussagen muss man wahrlich nicht überbewerten.
      Grüße aus Scharbeutz

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      • 21. Januar 2018 23:45

        Ich hoffe nicht,, dass sich die dänische Minderheit in Schleswig sich wieder bequasseln lässt. Aber schliesslich hat die dänische Regierung da auch noch ein Wörtchen mitzureden. So ein absoluter Jubelidiot. Aber auch typisch, dass die Presse sich auf sowas stürzt. Genau wie die Estländer und die Schweden, die angeblich alle Angst haben, dass gleich die Russen angreifen. Kein Mensch glaubt das da, nur einige Politiker schüren da was. Alle verrückt! Die Politiker, die im Moment überall rumlaufen, sollte man alle in eine Anstalt stecken und den Schlüssel wegwerfen. Sorry, es geht mir gerade sehr auf den Keks.

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      • 22. Januar 2018 11:53

        Moin.
        Stimmt. Es gibt in Europa vielerorts immer mal wieder Stimmen, die das eine oder andere wollen. Angeblich. Oft lässt aber irgendein Provinzler irgendwo eine Pfurz und medial wird ein Donnerknall draus. Wir sollten das alles nicht überbewerten. Ich denke mal, bei uns hier im Norden sind 99,99 % zufrieden mit dem, wie es heute ist: nämlich friedlich freundlich 😉
        Grüße aus Scharbeutz

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