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Jeder hat seine Stärken …

8. April 2017

[493] Bildung---b500

Die letzten zwei Wochen war ich in der „Wallachei“. Nein, nicht in der Region im heutigen Rumänien, aber dennoch am „Arsch der Welt“ – umgangssprachlich ausgedrückt.

Handyempfang mehr oder weniger gleich null, Internet nur über das hausinterne WLAN, und das mehr schlecht als recht. Wobei ich als Betreuer den Zugangscode hatte, „die anderen“ nicht.

„Die anderen“, das waren Jugendliche, die in einer Bildungseinrichtung in unterschiedlichen Bereichen für eine mögliche Berufsausbildung getestet wurden.

[493] Blumenfahrrad-b500

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigt der aktuelle Berufsbildungsbericht: „Trotz 43.500 freier Lehrstellen finden 20.600 Bewerber keine Ausbildung“.

Von Ausbildern wird oft die zunehmende mangelhafte Ausbildungsreife beklagt. Aber nimmt die Zahl wirklich zu? Oder wird heute im Rahmen der Inklusion immer mehr versucht auch den jungen Leuten mit einer gewissen Bildungsferne eine Ausbildung zu ermöglichen, die sich früher nicht um einen Ausbildungsplatz bemüht und stattdessen irgendwelche Jobs angenommen haben?

[493] Sperr Ribbs

Ich denke ja. Jungen Leute ohne vermeintliche Ausbildungsreife haben auch ihre Stärken – man muss sich nur die Mühe machen, sie zu finden.

Dabei können tolle Sachen entstehen – siehe das „Blumenfahrrad“ – und es passieren Fehler. Doch selbst dadurch lernen die Jugendlichen. Die „Sperr Ribbs“ haben übrigens lecker geschmeckt – und beim nächsten Mal wird sicherlich der Speiseplan richtig geschrieben sein. Obwohl: jeder wusste, was gemeint war.

Ganz bestimmt gibt es Schlimmeres als so einen Rechtschreibfehler. Aber er zeugt von den Widrigkeiten, die die Ausbilder meinen. Gleichermaßen zählen auch die mathematischen Fähigkeiten dazu.

[493] WC-b240x288

Eine Stärke, mehr als bei anderen, kann bspw. die Kreativität sein. Auf die Idee, für die Toilettentür ein solches Schild zu entwerfen und damit den ursprünglichen WC-Schriftzug zu überkleben, kommt auch nicht jeder.

Letztendlich können solche Maßnahmen, wie ich sie in den letzten zwei Wochen erlebt habe, nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Dazu gehört in der Realität anzukommen. Mit einer schlechten Mathe-Note im Hauptschul-Abgangszeugnis wird man bspw. nicht unbedingt einen Ausbildungsplatz als Informatiker finden. Usw., usw..

Trotz alledem ist es schön mit anzusehen, wenn die jungen Leute ihren Humor behalten. Das zeigte mir ein Junge mit den Worten: „Gucken sie mal Herr Meier, wie zuhause“:

[493] Merkel-Trump-2017-03

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4 Kommentare leave one →
  1. 8. April 2017 11:28

    Muss ja sehr interessant gewesen sein so wie es sich hier liest und mal eine Zeit lang ohne Handyempfang schadet bestimmt auch nicht.😀
    Liebe Grüße und nun verdientes erholsames Wochenende wünsche ich dir🌞🍀

    Gefällt 2 Personen

    • 8. April 2017 16:50

      Moin, danke.
      Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende, und ja, ich denke, ich habe mir da jetzt verdient 😉 Und interessant war es allemal. Das sind so Erfahrungen, die den Horizont immer wieder mal erweitern.
      Viele Grüße aus Scharbeutz

      Gefällt 1 Person

  2. 8. April 2017 17:19

    Das „Velo“ mag ich sehr.
    Scheint eine interssante, abenteuerliche, aber auch zum Nachdenken animierende Erfahrung gewesen zu sein. Danke für den Bericht.
    Priska

    Gefällt 1 Person

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