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Irgendwo im Nirgendwo

23. Mai 2017

Ich war am Wochenende weg, war Irgendwo im Nirgendwo. Wo das liegt? Ich sag mal …:

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Das ist da, wo man die Eingangshalle eines Gästehauses auf den typischen hell-dunkelen Fliesen der ersten Nachkriegsgeneration durchschreitet, auf bläulich angehauchten, weil 30 Jahre jüngeren Fliesen der zweiten Nachkriegsgeneration, die Treppe emporsteigt, um dann auf ebenso alten Linoleum zu den Zimmern zu gelangen. Die sind – ganz modern – mit Laminat ausgelegt. Aber Marke Billig. Hätten sie lieber das Linoleum aus den 5oer Jahren behalten. Egal, das Bett war gut.

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Das ist das, wo tagsüber noch die Störche klappern und nachts die von ihnen am Leben gelassenen Frösche quaken. Das ist da, wo es nach Land riecht und es soviel davon pro Menschenkopf gibt, wie sonst nirgends in der BRD.

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Das ist da, wo die Einkommen zu den niedrigsten und die Arbeitslosigkeit zu der höchsten zählt – und wo vielleicht gerade deshalb die Menschen aus der Not noch eine Tugend machen können:

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Das ist da, wo der 4%-Ausländeranteil mit am geringsten in Deutschland ist, die AfD nach der SPD aber die zweitstärkste Partei im Landtag. Das ist da, wo Gäste willkommen sind – wenn sie sich als solche benehmen, nicht zur Last fallen, ihr Geld dalassen und danach wieder abreisen.

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Zurückblickend muss ich sagen: Ja, das war ein interessantes Wochenende. Viel schönes Land, viel Ruhe, wenig Leute. Aber – ganz ehrlich – wohnen möchte ich da nicht, da Irgendwo im Nirgendwo! Da lob’ ich mir doch den “Echten Norden”!

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One Comment leave one →
  1. 24. Mai 2017 08:29

    Du schreibst über Mecklenburg-Vorpommern?
    Das ist sicherlich ein schöner Landstrich – mit „schön blöden“ Politikern.
    Ich zitiere:

    „Ansonsten gab es die gewohnt nationalistischen Töne. Ein Listenplatz-Kandidat erklärte, es gebe keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus, ein Parteifreund behauptete, „die Bundeswehr kann gar nicht mehr kämpfen“, außerdem hätten „Multi-Kulti-Träumer Deutschland an den Islam verraten“. Der AfD-Landtagsabgeordnete Christoph Grimm versprach, er werde sich dafür einsetzen, „dass die D-Mark wieder Zahlungsmittel für alle Deutschen wird“ und beklagte sich über den „medial-politischen Komplex“. Und ein anderer trug einen „AfD-Klassiker“ vor: Er leugnete den von Menschen gemachten Klimawandel.“

    Nachzulesen beim NDR in einem Artikel vom 26. Februar 2017 über die Aufstellung der AfD-Landesliste für die BTW im September: http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/AfD-Holm-bleibt-Partei-Liebling-im-Nordosten,afd1004.html

    Ich weiß nicht, ob ich bei solchen Leuten überhaupt Gast sein möchte. Dass die AfD mit solchen Parolen bei der letzten Landtagswahl im September 2016 auf knapp 21% gekommen ist, das lässt mich heute noch unverständlich den Kopf schütteln.
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