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Die Sache mit dem Glück …!?

14. August 2017

Baby_Lächeln_Wiki

Scharbeutz. Samstag. Bei nieseligem Shitwetter gebe ich mich äußerst erfolgreich der Faulenzerei hin. Die Sache hat nur einen Haken: Die letzten Kekse und Schokostückchen sind gegessen. Das ist nicht gut. Das Wetter aber auch nicht.

So kommt es mal wieder zu einem Zwiegespräch der Zwillinge in mir. „Du überstehst den Tag auch ohne Naschereien – und denke an dein Gewicht!“ Gegenrede: „Nein, das geht überhaupt nicht. Du läufst dann hier nur unrund. Und bedenke: Schokolade lässt den Serotoninspiegel im Blut steigen und macht deshalb glücklich.“ Auch wenn ich weiß, dass diese Behauptung wissenschaftlich kaum zu halten ist, hat sie mich überzeugt. Also raus und ab zum Einkaufen.

Auf der Fahrt höre ich im Radio, NDR2 – „Moment mal“ – einen Beitrag: „Das Glück ist wie ein Schmetterling. Jag ihm nach, und er entwischt dir – setz dich hin, und er setzt sich auf deine Schulter.“ Ich glaube, es spricht eine Pastorin. Sinngemäß sagt sie weiter: „Der Schmetterling Glück hat nur eine Chance, wenn ich bewusst im Hier und Jetzt lebe und nicht mit meinen Gedanken ganz woanders bin. Dann kann es sein, dass ich spazieren gehe, mich unterhalte, irgendwo sitze, lese, mit Kindern spiele oder Musik höre und es ist da, das Glück.“

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Nach dem Einkauf fahre ich noch kurz zum Strand. Beim Anblick der wenigen Spaziergänger, meist mit Regenschirm, muss ich an den Radiobeitrag denken: „Ist das Glück, im Urlaub bei diesem Shitwetter spazieren zu gehen?“

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Gestern bei einem Ausflug nach Kellenhusen kommt der Gedanke zurück: „Haben wir nun Glück, weil es trotz der dunklen Wolken nicht regnet?“

Die Frage nach dem „Glück“ ist sicher eher eine philosophische und hat auch viel mit der eigenen Zufriedenheit zu tun. Oder warum sehen wir kleine Kinder so oft glücklich lächeln? Genau, weil sie in ihrer noch sehr kleinen Welt ganz zufrieden sind. Noch. Desto älter sie werden, desto weniger werden sie so glücklich aussehen ….

Heute im Wartezimmer beim Arzt lese ich das von John Lennon (was mich zum Auftauchen aus meinem Sommerloch und zum Schreiben hier animiert hat):

When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life.
When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up.
I wrote down ‘happy’. They told me, I didn’t understand the assignment, and I told them, they didn’t understand life.

Aber das mit dem „Leben verstehen“ ist auch so eine Sache …. Vielleicht gibt es dazu demnächst auch mal ein „Moment mal“ auf NDR2.

Und tschüss 516

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9 Kommentare leave one →
  1. 14. August 2017 15:19

    ich wünsche dir einen glücklichen tag und danach gleich noch einen und immer so weiter. (im direkten und übertragenen sinne). liebe grüße!

    Gefällt 1 Person

    • 28. August 2017 08:54

      Moin.
      Danke.
      Nach den Wochen meiner Sommerpause komme ich heute endlich dazu, auf die letzten Kommentare zu antworten: Letztendlich kommt es wohl immer darauf an, einfach das Beste aus einem jeden Tag zu machen.
      „I’ll do my very best“ 😉
      Grüße von der Ostsee!.

      Gefällt 1 Person

  2. picolet permalink
    14. August 2017 21:44

    Hallo Swenn statt kommentar sende ich Grüsse ! Habe mich im WP_ neu eingelogt ,doch komme ich noch nicht damit klar . Habe zwar schon neuen Spitzaname und neues Ikon ansonsten muss ich noch basteln ,in der Hoffnung das WP nicht mit Facebook zusammen kluckt . LG aus Brasilien

    Gefällt 1 Person

    • 28. August 2017 08:56

      Moin mein lieber Brasilianer 😉
      Moin.
      Nach den Wochen meiner Sommerpause will ich heute mal auf die letzten Kommentare antworten.
      Ich wünsche dir viel Erfolg und werde mal bei dir reinschauen.
      Viele Grüße von der Ostsee!

      Liken

  3. 14. August 2017 21:53

    … raaah, was jene Pfarrerin da im Radio gesagt hat, war ja die deprimierendste und allerbilligste Billigheimerversion von Häuptling Seattles schon immer so oberdeprimierend obsoletem Billigspruch.
    Woll?

    Was isses nämlich mit dem Glück: Nix ist damit, indem ja nur das Streben nach Glück sich lohnt und einen wohinzieht und einen wohl glücklich macht, allein vorausgesetzt, man -> strebt nach dem Glück.

    Gefällt 1 Person

    • 28. August 2017 09:01

      Moin.
      Nach den Wochen meiner Sommerpause will ich heute mal auf die letzten Kommentare antworten.
      Das Streben nach dem Glück … – steht darüber nicht auch etwas in der Amerikanischen Verfassung? The Pursuit of Happiness …? Irgend etwas ist da bei mir im Hinterkopf – werde es mal nachlesen.
      Viele Grüße von der Ostsee!

      Gefällt 1 Person

      • 28. August 2017 11:23

        Genaugenau, in der US-Verfassung steht sie nämlich drin, die ultimate Kombination, also die Kombination der Begriffe Streben und Glück, die die Sache mit dem Glück halt ultimat in den richtigen Zusammenhang rückt.
        Weil Glück sonst nämlich Zufall ist, oder Beliebigkeit.
        Außer, man strebt danach.*

        Die Väter der US-Verfassung haben also schon vor 230 Jahren etwas genau verstanden, was die NDR2-Pfarrerstöchter heut noch immer nicht verstanden haben 😉

        P.S.
        * Im Umkehrschluss verhält es sich übrigens genauso: Wenn man nicht nach dem Glück strebt, wird/ist man unglücklich.
        Also ist the-real-McCoy im Grund das Streben nach dem Glück – und nicht das Glück selbst.

        Grüße an die Ostsee

        Gefällt 1 Person

      • 28. August 2017 11:42

        Danke für die Zeilen, erspart mir das Nachlesen 😉 Grüße!

        Gefällt 1 Person

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