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So gesehen:

5. März 2018

 Mal so gesehen -180305-078-Sierksdorf

Wenn man sich selbst mal ohne Wehwehchen fit fühlt, aber alle anderen, zu denen man hin wollte sollte müsste, krank sind, dann beschert einem das freie Tage. Wat den eenen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall. So gesehen hatte ich heute Zeit, meine Fotoablage aufzuräumen: 1 / 2 / 3 – und gute Besserung allen Erkrankten!

„Deutsche Verhältnisse in Italien“ war gestern von einem italienischen Reporter mit Blick auf das Wahlergebnis und die nun sehr schwierige Regierungsbildung in Italien zu hören. Ja, so kann man es auch sehen. Ich glaube aber eher, dass sich viele Italiener deutsche Verhältnisse wünschen. Mögen die manch einem hier überhaupt nicht gefallen, aber gegen das bunte Allerlei in Italien ist das alles nichts. Ich bin gespannt, wie aus den extrem verschiedenen Lagern eine Regierung gebildet werden soll – und wie europaskeptisch die dann ist.

Altersarmut: Im Fernsehen habe ich vorhin einen Beitrag über einen Rentner gesehen, der – mit der Kippe im Mund – erzählt, wie er nur durch Leergutsammeln und die Gaben der Tafel über die Runden kommt. Ich erinnere mich an die Debatte um die Essener Tafel … und wie eine Gruppe Jugendlicher das Thema in einer Projektrunde aufgearbeitet hat. Argument eines Mädchens: „Meine Mutter und ich leben von Hartz IV. Wir gehen nicht zur Tafel und hungern trotzdem nicht.“ Ihr Beitrag hatte etwas von „ich verstehe die ganze Diskussion nicht“. So gesehen wurde ihr zugestimmt und die Runde war sich einig, dass in Deutschland für alle Bedürftigen ausreichend gesorgt wird und alles andere humanitäre Zusatzangebote sind. Vorschlag eines anderen Mädchens: „Die Tafel kann doch vormittags erst die alten Rentner bedienen und nachmittags kriegt der Rest den Rest.“ So gesehen ist das sicher auch eine Möglichkeit.

Es ist gelegentlich sehr interessant anderen zuzuhören und es mal so zu sehen – denn bekanntlich hat jede Medaille ja zwei Seiten.

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15 Kommentare leave one →
  1. 5. März 2018 20:37

    Mal so ganz nebenbei: Hartz-IV, Tafeln Deutschland e.V, Presse, Funk und Fernsehen, biegen doch die Realität so hin, daß sie zur Politik passt. Was ein Grundgesetz ist, interessiert in Berlin eh niemanden, weil man ja seine Pensionsansprüche hat…
    Zum Glück gibt es die Wirtschaftsunternehmen „Diakonie“ und so weiter, die sich mit staatlichen Subventionen als Arbeitgeber vor dem Bundesarbeitsgesetz und dem gesetzlichen Mindestlohn – dank Ehrenamtlern – drücken und damit profitable Gewinne erzielen…

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    • 6. März 2018 21:59

      Moin.
      Oh ja, „Diakonie“, mit dem „Verein“ habe ich als Betreuer auch so meine Erfahrungen gesammelt.
      Zur „Realität“: Ja, ohne die vielen, oft ehrenamtlichen, Organisationen und Spenden wäre Deutschland sicherlich ärmer – sprich die Armen hätten noch weniger.
      Wobei „die Armen“ mir zu allgemein klingt. Es ist für mich fraglich, ob bspw. mit der Anzahl der Tafeln von anfänglich ein paar wenigen auf heute > 900 (mein Kenntnisstand) gleichermaßen die Armut gestiegen ist. Oder hängt das auch mit einer gesteigerten Spendenbereitschaft zusammen? Wie auch immer, die Tafeln sind im wahrsten Sinne des Wortes ein „Zubrot“ für die Bedürftigen. Davon haben aber die Bedürftigen auf dem „platten Land“ so gut wie nichts, weil die nächste Tafel in einer umliegenden Stadt zu weit weg ist. Und dann gibt es noch die, die sich scheuen, zur Tafel zu gehen.
      Von mir aus, das würde ich gut finden, kann der Grundsicherungssatz um X Euro erhöht werden. Ich glaube aber kaum, dass dadurch die Tafeln weniger Besucher haben würden.
      Alles nicht so einfach ….
      Grüße aus Scharbeutz

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      • 7. März 2018 08:22

        Also neue Verfassung: Grundrecht auf Wohnen, Grundrecht auf Arbeit. Grundrecht auf Essen.

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      • 7. März 2018 08:27

        Gut. Aber klingt das nicht zu sehr nach Staatssozialismus und ist der nicht schon mal irgendwo gescheitert? 😉

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      • 7. März 2018 08:31

        Noch gilt die „Erklärung der Menschenrechte“ der UNO. Und daraus resultierend sollte es doch wohl auch in der BRD möglich sein, aus einem Grundgesetz eine Verfassung zu entwickeln (Carlo Schmitt)

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      • 7. März 2018 08:37

        Au ha, nun fährst du aber ein „schweres Geschütz“ auf 😉
        Ironie an > Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder an die Menschenrechtskonventionen halten würde und die Reichen mit einem Teil ihres Vermögens einen auskömmlichen Sozialstaat – ohne Armut und mit bezahlbaren Wohnungen für alle – finanzieren würden? < Ironie aus

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      • 7. März 2018 08:41

        …dann wären wir bei „Don Camillo und Peppone“…

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      • 7. März 2018 08:43

        Der ist gut.
        Don Camillo auch 😉

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      • 7. März 2018 08:45

        Wahrlich ein lesenswertes Buch 🙂 und Fernandell hatte seine Paraderolle!

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      • 7. März 2018 08:49

        Ich habe damals nur die Verfilmungen gesehen. S/W natürlich. Und wenn heute mal in irgend einem Spartensender eine Wiederholung kommt, kann ich mir die immer wieder gerne ansehen.

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      • 7. März 2018 08:51

        Ich nicht: ich habe keinen Fernseher 🙂 – aber noch ein analoges Stereoradio aus den 80ern 🙂

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      • 7. März 2018 08:54

        Ha. Ende 70er. Mit einem Dual-Plattenspieler. Meine Damalige und ich waren gerade zusammengezogen. Die Damalige gibt’s nicht mehr, die Stereoanlage noch!

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      • 7. März 2018 08:59

        Haltbare Technik eben 🙂

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      • 7. März 2018 09:01

        Ja, die hält oft länger als so manche Beziehung. Aber ok, die mit der Damaligen hat dann auch 30 Jahre gehalten 😉

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Trackbacks

  1. Der Span und der Jens | Ich sag' mal ...

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