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… der mit seinen Aufgaben wächst …

4. Mai 2018

Ich gebe zu, ich habe unseren SH-MP Günther in seiner Zeit als Oppositionsführer für einen Wadenbeißer gehalten. Für so einen Typen, der in alle Richtungen kläfft ohne es selbst machen zu müssen. Mittlerweile muss ich gestehen, dass er sich als Landeschef ganz ordentlich gibt und die Küsten-Jamaika-Koalition gut zusammenhält.

MP Günther SZ180504b

Ich sag‘ mal …: „Der Mann wächst mit seinen Aufgaben.“ Das können wir nicht von jedem Politiker behaupten. Nun hat er in einem Interview gesagt: „Abschiebungen treffen oft auch die Falschen, etwa Familien, die seit Ewigkeiten in Deutschland leben und gut integriert sind. Auf der anderen Seite gelingt es nicht, Leute abzuschieben, die hier ihr Unwesen treiben und sich nicht an unsere Gesetze halten.“

Chapeau! So viel ideologiebefreite Ehrlichkeit hätte ich noch vor einem Jahr nicht von ihm erwartet. Doch bereits bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen-Bund hat er im letzten November mehr Kompromissbereitschaft in der CDU beim Thema Zuwanderung eingefordert. Genützt hat’s allerdings nichts. Und ob die Bundes-GroKo ein vernünftiges Zuwanderungsgesetz zustande bringen wird, bleibt fraglich. Die SPD fordert und die CDU verzögert es.

Günther weiß, dass eine fehlende Zukunftsperspektive ein großes Hemmnis für heimischen Betriebe ist, Flüchtlinge einzustellen. Der Grund liegt auf der Hand: Einstellen heißt zunächst Ausbildung und das ist eine Investition, die sich irgendwann rechnen muss. Leider gibt es immer wieder Meldungen, dass Flüchtlinge abgeschoben werden (sollen), obwohl sie trotz aller Schwierigkeiten einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben. Schade, denn es gibt viele freie Stellen, die auf diesem Wege besetzt werden könnten: Z. B. im Handwerk, in Pflege-Einrichtungen, usw., usw..

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4 Kommentare leave one →
  1. Albert permalink
    4. Mai 2018 20:03

    Politiker wie Günther und ehrlich?
    Daniel Günther spielt seine Rollen, die zugegebenermaßen gut. Er hat ein Gespür dafür, was er wann und wie sagen sollte. Das ist Kalkül. Mehr nicht. Damit qualifiziert er sich noch lange nicht für den Ehrlichkeitspreis.
    Nur in einem Punkt hat er nie ein Hehl aus seiner Meinung gemacht: Er ist für den Dänen-Tunnel. Im dänischen Fernsehen hat er vor ein paar Tagen in einem Interview erklärt, der erste Spatenstich wird im Jahr 2020 erfolgen. Wir haben zwar immer noch keinen gültigen Planfeststellungsbeschluss und wenn der vorliegt, wird dagegen geklagt werden, aber Herr Günther weiß jetzt schon von dem Baubeginn in zwei Jahren. Wie ehrlich ist das denn?

    Gefällt 1 Person

    • 4. Mai 2018 23:06

      Eine ehrliche Schätzung? Wir wissen doch alle, dass sich der Tunnel nicht verhindern lässt. Egal ob es uns nun passt oder nicht. Ich würde die Milliarden auch lieber für was anderes ausgeben, aber der politsche Mehrheitswille ist ein anderer. Selbst die Grünen, die eigentlich dagegen sind, beugen sich in der Landesregierung den abgeschlossenen Verträgen.

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