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Aufregen? ICH doch nicht … (Özil & Gündoğan)

15. Mai 2018

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Ich weiß, Toleranz ist die Erkenntnis, dass …. UND SCHON GAR NICHT ÜBER FUẞBALL! Aber manchmal – Ausrufungszeichendoppelpunkt

  • Nein, ich rege mich nicht darüber auf, dass die Münchener Bayern letzten Samstag durch eine unterirdische Leistung den Stuttgartern den wichtigen 7. Platz „geschenkt“ haben und Frankfurt deshalb nun nur noch undankbarer 8. ist. Deshalb werde ich jetzt Samstag im Pokalfinale der Frankfurter Eintracht die Daumen drücken! Gewinnen sie, spielen sie nächste Saison als Pokalsieger in der Europa League, sonst Stuttgart.
  • Nein, ich rege mich auch nicht über den Abstieg des HSV und der Braunschweiger Eintracht auf. Die Hamburger waren „reif“ und Braunschweig? Na ja, seit es die 2. Liga gibt, ist wohl noch nie ein Verein mit 39 Punkten abgestiegen. Schade um Trainer Lieberknecht, der nun nach 10 Jahren und 2 Tagen seinen Job verloren hat. Aber Tabellen lügen nicht ….
  • Und ich habe mich noch nie darüber aufgeregt, wenn deutsche Nationalspieler, besonders die mit Migrationshintergrund, sich weigern die Nationalhymne mitzusingen. So what? Auch gegen zwei Staatsbürgerschaften habe ich nichts. Und ich habe auch nichts dagegen, finde es sogar gut, wenn Sportler sich politisch-kritisch äußern: So lange das mit den Grund- und Menschrechten vereinbar ist, wenn sie bspw. für die Meinungs- und Pressefreiheit eintreten.
    Und nun könnte ich zum Hassknecht werden:

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Mesut Özil und İlkay Gündoğan. Die beiden deutschen Nationalspieler mit türkischen Wurzeln poussieren mit dem autoritären Türkei-Herrscher Erdoğan, der demokratische Rechte wie die Pressefreiheit mit Füßen tritt und lassen sich für eine billige Propagandashow instrumentalisieren.
Hallo, wie wär’s denn, sich bei solch einer Gelegenheit mal für die vielen inhaftierten Journalisten in der Türkei einzusetzen? – statt Trikots mit der Aufschrift Für meinen verehrten Präsidenten – hochachtungsvoll“ zu verschenken?
Und für einen deutschen Nationalspielers heißt der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Punkt. Da bin ich ganz bei Cem Özdemir! Für mich ist das Verhalten der beiden Fußballer ein „grobes Foul“ an der deutschen Integrationsbereitschaft und keine „Geste der Höflichkeit“ dem türkischen Präsidenten gegenüber. Ohne wenn und aber stimme ich der DFB-Spitze zu:
„Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdoğan nicht hinreichend beachtet werden.“
Das wissen auch Mesut Özil und İlkay Gündoğan! So blöd sind die nicht – was die Sache noch schlimmer macht!

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7 Kommentare leave one →
  1. 15. Mai 2018 13:44

    Fußball interessiert mich überhaupt nicht, wie du weißt.
    Zu den beiden deutsch-türkischen Fußballern: Ich bin mir nicht sicher, ob die wirklich wussten was sie taten. Letztlich sind sie doch typisch deutsche Fußballprofis ohne einen Funken politischen Bewusstseins.
    Der eigentliche Skandal dieser Tage, bezogen auf Fußball, ist für mich, dem ARD-Journalisten Hajo Seppelt das Visum für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zu verweigern, ihn auf die Lister der „unerwünschten Personen“ zu setzen.
    Das zu „Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Putin nicht hinreichend beachtet werden.“

    Gefällt 2 Personen

    • 15. Mai 2018 16:17

      Moin. Habe gerade Tweet von Heiko Maas (✔@HeikoMaas) gelesen:
      Zwischenerfolg: Russische Seite hat uns soeben mitgeteilt, dass @hajoseppelt zumindest zur WM einreisen kann. Setzen uns weiter für freie Berichterstattung ein.
      14:04 – 15. Mai 2018

      Gefällt mir

  2. 15. Mai 2018 19:09

    Ich bin kein Fußballfan, aber natürlich sehe ich Nachrichten. Ich bin gespannt, wie konsequent der DFB hier agiert. Andere Spieler wurden für weit geringere „Tatbestände“ aus der 11 geworfen.

    Gefällt 1 Person

    • 16. Mai 2018 09:35

      Moin Jacky. Tja, es hat ja auch einige Stimmen gegeben, Özil und Gündoğan nicht für das WM-Aufgebot zu berücksichtigen. Trainer Löw hat es doch getan – und jetzt wird es so dargestellt – meinem Empfinden nach – als wenn das verzeihbare Fehler junger Sportler waren, die die Tragweite ihres unglücklichen Handelns nicht absehen konnte. Na ja, ich weiß nicht so recht ….
      Grüße aus Scharbeutz

      Gefällt 1 Person

      • 17. Mai 2018 20:32

        Musste jetzt direkt meinen Mann fragen – – die Entscheidung hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm — mir fällt da echt nix mehr zu ein :-/
        Grüße aus Berlin

        Gefällt 2 Personen

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