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Der Maerz wird kommen

31. Oktober 2018

Aber erst einmal haben wir Herbst. Und der ist mittlerweile nicht mehr schön: Grau, nass, und wir merken, es geht langsam dem Ende zu. Also dem Jahresende. Was einst blühte, fällt nun auf den Boden. Irgendwie erinnert mich das an die Kanzlerschaft der Frau Merkel ….

Herbst. Es geht bergab. Vom Scharbeutzer Wald zum Strand.

Aber nach dem Herbst folgt bekanntlich der März. Oder der Merz. Also politisch gesehen. Wie weit der eine März oder der andere Merz richtungsweisend für das Binnenklima im nächsten Jahr sein wird, das wird sich zeigen. Ich bin gespannt. Weiter so dröge wie in diesem Jahr, oder alles ganz anders?

Nein, ganz im Ernst und genug der Gleichnis-Schwurbelei: Die Vorstandswahlen der CDU, besonders wer nach 18 Jahren Merkel den Vorsitz übernimmt, wird die deutsche Politik für die nächsten Jahre beeinflussen. Merkel hat ihre Partei ein Stück weit in die gesellschaftliche Mitte geführt. Das zum Verdruss vieler konservativer CDU-Mitglieder und einige finden wir heute in der AfD wieder. Den Herrn Gauland zum Beispiel, der ist heute Vorsitzender der Rechten. Der Herr Merz hingegen wechselte, nachdem Frau Merkel ihn 2002 als Fraktionsvorsitzenden abserviert hat, erfolgreich in die Wirtschaft.

[641]-[547]-Bunte-RepublikDie Herren Gauland und Merz einigt jedoch eins: Sie sind der Frau Merkel in tiefer inniger Abneigung verbunden. Herr Gauland gibt sogar zu, dass es mit einem konservativen CDU-Vorsitzenden – egal ob der Herr Merz oder Spahn heißt – für die AfD schwieriger werden würde. Ein möglicher Rechtsruck der Union würde anderseits Platz in der Mitte schaffen. Doch für wen, wer könnte, würde den einnehmen? Reibt sich der Grünen-Realo Herr Habeck schon die Hände? Und die Sozen? Der Herr Ex-SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück wünscht sich an seiner Parteispitze einen „Politiker wie den linken US-Senator Bernie Sanders – nur 30 Jahre jünger“. Damit steht er nicht alleine da – aber eben nicht für die Mitte. Doch will die CDU überhaupt mehrheitlich diesen Platz freimachen? Reden wir auch mal über Inhalte statt nur über Köpfe? Warten wir es ab – und bei den nächsten Wahlen wird’s „der Wähler“ in seiner großen Weisheit schon richten 🙂

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7 Kommentare leave one →
  1. 31. Oktober 2018 11:03

    Moin Sven,
    super auseinander klamösert, was da so abgeht und warten wir ab.
    Das Bild unserer bunten Regierung mopste ich mir mal zum verschicken, wo bzw bei wem es auch Sinn macht. 😉
    Liebs Grüßle von Hanne aus dem heute auch wieder sonnigen Franken🌞

    Gefällt 1 Person

    • 12. November 2018 10:13

      Moin Hanne. Ja, ja, wir sind schon eine bunte Republik geworden. Die einfache Farbenlehre von „damals“ gilt nicht mehr. „So what?“ Ich habe ja seit je her ein Faible für unsere skandinavischen Nachbarn und die sind schon viiiel länger „bunt“. Und welch Überraschung 😉 das funktioniert! Die werden auch regiert und offensichtlich so schlecht nicht 😉
      Grüße aus Ostholstein ins Frankenland!

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  2. 31. Oktober 2018 11:05

    Uuups… Meinte natürlich die bunte Republik 🙃🎨

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  3. 31. Oktober 2018 11:44

    Die Aufstellung der zukünftigen CDU-Spitze ist nicht nur für die deutsche Politik von Bedeutung, sondern kann auch Auswirkungen auf Europa haben: Wie stehen sie zu Macrons-EU-Zukunftsplänen, welche Rolle sehen sie für Deutschland in der EU, auch gegenüber den anderen Mitgliedsstaaten?
    Außerdem wird es einen Unterschied sein, ob eine Kramp-Karrenbauer oder ein Spahn oder Merz die Partei führen wird. Kramp-Karrenbauer wird Merkel bis 2022 regieren lassen wollen und wäre sicher auch im Umgang mit dem Koalitionspartner SPD moderater, Spahn oder Merz wahrscheinlich weniger, denn als Vorsitzende hätte sie das ungeschriebene Recht auf eine Kanzlerkandidatur zuzugreifen und das würden sie eher morgen als übermorgen tun wollen. Dann wäre der Bruch der Groko vorprogrammiert.
    Zu Steinbrück fällt mir auf, dass er der ehemaligen Juso-Chefin Nahles „eine Politik wie die des linken US-Senators Sanders“ offensichtlich nicht zutraut. Denn mit den „30 Jahre jünger“ würde es vom Alter her passen: Sanders ist 77, Nahles 48. Allerdings kenne ich niemanden in der SPD, der die Rolle eines Bernie Sanders einnehmen könnte – egal wie alt.

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  4. 31. Oktober 2018 13:11

    „und bei den nächsten Wahlen wird’s „der Wähler“ in seiner großen Weisheit schon richten.“ – und wo hatte der Wähler seine große Weisheit in der Vergangenheit???

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    • 12. November 2018 10:18

      Moin Clara. Vielleicht hat auch der Weise mal ein schlechten Tag? 😉
      Nee, nee, natürlich war das ironisch gemeint und wie „weise“ der Wähler 1933 war, wissen wir aus den Geschichtsbüchern.
      Grüße nach Berlin.

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