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#Twitter (SM & SM)

10. Januar 2019

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Social-Media und Sven Meier: Ja, ich habe einen Twitter-Account. Seit 2012. Zur gleichen Zeit habe ich mein Facebook-Konto gelöscht: Ich will das Zuckerberg-Imperium nicht mit meinen Daten füttern, während ich anderseits ein Gegner der behördlichen Vorratsdatenspeicherung bin. So weit so gut.

Dieser Tage wird viel über Twitter gesprochen: Ein Heranwachsender hat ausgespähte und gesammelte Daten von Prominenten und Politikern über Twitter veröffentlicht und Robert Habeck, die Lichtgestalt der Grünen aus dem Echten Norden, hat in der Folge seine Social-Media-Accounts gelöscht – was ihm wiederum Kritik einbrachte, u. a. weil man Twitter nicht den Rechten überlassen dürfe.

Twitter, eine Plattform der Rechten (?) – und wie verbreitet ist überhaupt dieses Twitter?

Ich bin wahrlich kein Dauer-Twitterer und allein schon deswegen ist meine Wahrnehmung ausdrücklich rein subjektiv: Ich habe noch nie solch eine aggressive Sprache mit Angriffen auf die demokratischen Institutionen erlebt wie in den letzten Jahren. Hass, Hetze, Fakes, Spott und Häme gehören zum Alltag in den sozialen Medien … (Zeitgeist). Aber nur von rechts? Nein, von links auch, vielleicht nur nicht in dem Ausmaß. Anderseits weiß ich, habe es selbst erfahren, dass auch Bots eingesetzt werden und nicht alles von Menschenhand eingetippt wird. Deshalb gibt es keine verlässlichen Zahlen über die reale Verbreitung von Twitter.

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Auf alle Fälle ist Twitter von seinen ursprünglichen Zielen weit entfernt. Abgesehen von der Qualität vieler Kurznachrichten stagnieren mehr oder weniger die Nutzerzahlen bei weltweit rund 330 Mio. (Facebook 2,3 Mrd.) und die Wirtschaftszahlen sind m Gegensatz zu Facebook alles andere als goldig. Erhebungen zufolge sind in Deutschland rund 0,6 Mio. Nutzer täglich bei Twitter online, bei Facebook 23 Mio.! Schon diese Zahlen zeigen, dass wir Twitter nicht überbewerten sollten. 600.000 tägliche User sind rund 1 Prozent der twitterfähigen deutschen Bevölkerung. Davon ist gefühlt die Hälfte Werbung. Im Ergebnis könn(t)en wir auch gut ohne Twitter leben! So wie Habeck, der selbstreflektierend die Gründe dafür auf seiner Blogseite beschreibt. Gut so, Respekt! Oder wie es Arno Frank auf SPON schreibt: “Bleib weg, Habeck”. Mehrheitsmeinungen spiegeln sich nicht in den sozialen Medien wieder, schon gar nicht auf Twitter. Von daher sollten wir diese Minderheiten-Ergüsse nicht so ernst nehmen – wie auch das Beispiel Trump und seine Twitterei zeigt!

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4 Kommentare leave one →
  1. 10. Januar 2019 13:38

    Ich lebe sehr gut ohne ein Medium, dass durch die vorgegebene Kürze zu „Schlagzeilen-Sprech“ nötigt. Konsequenterweise kann man sich nicht jahrzehntelang glaubwürdig über die BILD-Zeitung und ihren vorsätzlich suggestiv verstümmelten Stil aufregen, und gleichzeitig Twitter gutheissen.

    Gefällt 2 Personen

    • 11. Januar 2019 08:56

      Moin Frau Puzzle. Käme ich auf die Idee dir zu widersprechen? Nie nich! 😉
      Nein, im Ernst, so gesehen hast du recht. In Anlehnung an Paracelsus: Die Kürze macht das Gift. Allerdings, und das ist für mich der Nutzen von Twitter, bekomme ich dort einen anlassbezogenen Nachrichtenüberblick und die seriösen Nachrichtenportale wie Tagesschau, SPON und SZ, usw., verlinken in ihren Tweets ihre Artikel. Natürlich geht/ginge es auch ohne Twitter.
      Grüße von der grauen Ostsee 😉

      Gefällt 1 Person

      • 11. Januar 2019 10:34

        Da hast jetzt du wieder recht.
        Hab einen schönen Tag, denn Grau ist momentan das bessere Weiss, wenn man an den Schnee im Alpenraum denkt. 🙂

        Gefällt 1 Person

      • 11. Januar 2019 10:57

        Ja, stimmt. Und ich bin heilfroh, dass „die Kinder“ vor dem vielen Schnee aus dem Skiurlaub zurück sind, wenngleich sie letzten SA allein für 250 km von Österreich bis München 6 Stunden gebraucht haben + dann noch einmal 6 Stunden bis nach Hause bei Salzgitter. Eine Tor-Tour 😉

        Gefällt 1 Person

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