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Juli – Scharbeutz – Ostsee

2. August 2019

Scharbeutz. Ostsee. Gute Nachrichten: Der Juli war hier an der Küste warm, ja, auch heiß, aber mit bis zu 35 Grad nicht so heiß wie im emsländischen Lingen mit 42,6 Grad – oder andernorts, wo auch über 40 Grad gemessen wurden. Und meist wehte ein leichtes Lüftchen, was natürlich als äußerst angenehm empfunden wird. Dazu gab’s zwischendurch auch ein bisschen Regen, den wir unbedingt brauchen. Also alles gut! Gut? Denkste!

Scharbeutz-Jul19-1

Nun kann man alles als wunderbar ansehen, unter isso verbuchen und den Rest ad acta legen. Oder, wer will, kann sich, ich sag’ mal “beklagen, aufregen, schimpfen” – so in der Reihenfolge oder je nach Intensität. Aber das ändert nichts: Volle Straßen, volle Strände – getrübter Badespaß (NDR). Die vollen Straßen und Strände haben wir im Sommer bei schönem Wetter an jedem Wochenende. Wem’s Spaß macht …. Dazu die vielen Falschparker, die im Grunde nichts anderes sind als zahlungspflichtige Arbeitsbeschaffer für die Mitarbeiter des Ordnungsamts 😉 Leider haben wir in jedem Jahr auch einige Badetote zu beklagen (NDR), oft weil die an den Strandzugängen ausgehängten Badezonenkennzeichnungen missachtet werden.

Scharbeutz-Jul19-2

Aber Scharbeutz besteht natürlich nicht nur aus Strand und Touristen. Abseits der Touristen-Ströme beackern die Landwirte ihre Felder und die Fischer holen frühmorgens ihren Fang ein, um ihn noch vormittags im Niendorfer Hafen fangfrisch zu verkaufen. Was hier schön und idyllisch aussieht hat jedoch eine Kehrseite: Das Wetter – oder Klima (NDR) und verschärfte Düngeregeln (NDR) lassen die Bauern stöhnen, die Fischer klagen über die aus ihrer Sicht viel zu strikten Fangquoten (NDR). Aber stöhnen und klagen die nicht immer, egal was ist? Die NDR-Beiträge sind nur beispielhaft und lassen sich m. E. jederzeit übertragen. Außerdem: Unser Grundwasser muss vor einer Überdüngung der Felder mit Gülle aus der Massentierhaltung geschützt werden und die Fangquoten haben ihre Berechtigung, denn wenn die Meere überfischt sind, gibt es gar nichts mehr.

Scharbeutz-Jul19-3

Wie gesagt, neben den sonnigen Tagen hatten wir auch ein paar mit Regen – letztlich für die Natur zu wenige. Wenn die Strände leer sind, dann ist die B 76 voll. Die B 76 ist hier so etwas wie die Küstenhauptstraße. Und die versuchen wir Einheimischen an solchen Tagen möglichst zu meiden, fahren Schleichwege (außer man denkt nicht an den Stau und fährt rein, so wie ich). Bestenfalls verhalte ich mich in der Saison antizyklisch: Bei grauem Wetter am leeren Strand spazieren gehen und wenn alle am Strand sind im leeren Markt einkaufen 😉

Aber sonst ist hier alles gut!  693

4 Kommentare leave one →
  1. 2. August 2019 19:36

    Wat mut dat mut oder „Lerne Klagen ohne zu Leiden“ 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Doris Müllermeierschulze permalink
    3. August 2019 10:16

    Du beschreibst genau die Punkte, die mich im Sommer nicht an die Ostsee fahren lassen.

    Gefällt 1 Person

    • 4. August 2019 08:57

      Moin. Wenn doch nur mehr Menschen so denken würden wie du 😉 Urlaub am Maschsee ist doch auch toll und so viel Verkehr wie wir hier in den Sommermonaten haben, habt ihr dort das ganze Jahr über 😉
      Grüße von der Ostsee

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