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Liebe Briten – und tschüss!

2. Februar 2020

Die Briten, die eine Hälfte ist jetzt zufrieden, die andere traurig: Wat den en sien Uul, dat ist den annern sien Nachtigall. Nun sind sie also raus aus der EU: Und tschüss! Ich meine das ganz ohne Häme oder ironische Anwandlungen, sondern genau so, wie ich es sage.

London – House of Parliament mit Big Ben und der Westminster Bridge

Mein letzter Insel-Besuch liegt schon ein paar Tage zurück, jedenfalls waren die Briten schon in der EU, also nach 1972 😉 Nein, Spaß beiseite. Kenner wissen beim Anblick des London Eye natürlich sofort, dass der Besuch schon in diesem Jahrtausend war.

London – London Eye (Millennium Wheel) und die Royal Festival Hall

Auf alle Fälle hätte ich mir damals die EU ohne Großbritannien nicht vorstellen können. Warum auch? Gut, rum gemeckert haben sie schon immer. Und wenn sie mal wieder störrisch wie ein alter Ziegenbock waren, dann habe ich schon gedacht: Geht doch dahin wo der Pfeffer wächst! Nur selbst wenn, das wäre nicht gegangen. Der Pfeffer kommt nämlich ursprünglich aus Indien, also von ganz weit weg, deshalb auch diese Redewendung. Die Inder haben die Briten aber vor über 70 Jahren selbst rausgeschmissen, sich für unabhängig erklärt und wollen die Briten absolut nicht wiederhaben. Tja liebe Briten, nun bleibt euch nur noch eure Insel.

London – Tower Bridge

Aber die ist schön. Und vieles zeugt aus einer Zeit, als das Königreich noch die halbe Welt beherrschte. Nur bekanntermaßen ist die Vergangenheit Geschichte, die Gegenwart bekannt und die Zukunft ein Geheimnis. Ja doch! Selbst wenn medial suggeriert wird, dass die britische Zukunft absehbar sei. Ich erinnere nur an die Presse 2016, nach dem Referendum: Und? Ist irgend etwas davon eingetreten? Im Gegenteil, he seggt so un se seggt so. Warten wir es ab. In dem ein oder anderen Land wird nun sicher genau hingesehen, wie sich Großbritannien entwickelt. Bspw. gilt auch für unsere dänischen Nachbarn: So viel EU wie nötig und so wenig EU wie möglich! Dazu meinte der dänische Journalist Helge Möller: Der Brexit lässt die EU sympathischer werden. Nur ist der Beitrag über ein Jahr alt und wenn’s gut läuft mit den Briten, wer weiß? Allerdings finde ich als überzeugter Europäer jede Dezimierung schade. Leider hat mein offener Brief an meine liebe Europa vor zwei Jahren nichts am Status quo geändert 😉

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4 Kommentare leave one →
  1. 2. Februar 2020 12:19

    Moin Sven.
    Ganz nach dem so schönen alten Lied… „Niemals geht man so ganz“ bin auch ich sehr gespannt, was daraus wird und dass dieser Abgang hoffentlich nix negatives mit sich bringt bzw nach sich zieht.
    Liebs Grüßle von Hanne und hab noch einen richtig schönen Tag 🍀

    Gefällt 1 Person

    • 2. Februar 2020 12:24

      Moin Hanne. Dann antworte ich lieber gleich und nicht zwei Jahre später, bevor ich gleich weg bin und es vergesse 😉
      Ich denke schon, dass es bilaterale Abkommen geben wird, die das weitere Miteinander gut regeln werden. Das war ja bis Ende 1972 auch so. Und ich bin nicht geneigt alles zu glauben, was unsere Presse so über die Briten und den Brexit schreibt.
      Liebe Grüße zurück und genieße den Rest vom Sonntag 😉

      Gefällt 1 Person

  2. 2. Februar 2020 12:29

    Hallo Sven, da ich auch schon in einer Gondel von dem Riesen-Riesenrad gesessen habe, wollte ich die Eröffnung genau wissen – sie war im März 2000. – Trotzdem weiß ich nicht genau, wann ich in London war – ich glaube 2002 und ich war ganz beeindruckt. In den Jahren zuvor war ich nie viel gereist – doch hier hatte ich mir was getraut mit meinen geringen Sprachkenntnissen. Ich war bei einer Familie untergebracht. Die Frau war für mich gut zu verstehen, aber der Mann war Australier. Er konnte sich noch so viel Mühe geben – ich verstand sie nicht.
    Dass der Austritt für alle Seiten Gutes bringt – davon bin ich nicht richtig überzeugt.
    Liebe Grüße aus Berlin, das in der EU bleibt 🙂

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    • 12. Februar 2020 09:01

      Moin Clara.
      Du kennst das ja schon von mir, die Antwort kommt mit Verspätung 😉
      Ja London, die Stadt hat schon was. Ich bin in Europa schon viel rum gekommen und es gibt keine weißen Flecken mehr auf meiner Karte, wo ich unbedingt noch hin möchte. Aber nach London könnte ich jederzeit noch einmal fahren.
      Wir werden es erleben, wie sich das mit den Briten und der EU entwickelt. Eigentlich sollten beide Seiten ein großes Interesse an einem bilateralen Vertrag haben, uneigentlich weiß man bei den Briten allerdings nie so recht, was sie wollen 😉
      Grüße nach Berlin, hier ist buten Pladderregen, bannig Shitwetter 😉

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