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Die Quittung – oder „du hast Hausarrest“

18. März 2020

Die Älteren unter uns kennen das vielleicht noch: Hausarrest. Wenn ich als Kind nicht artig war, was bei mir gelegentlich vorkam, durfte ich nicht raus. Dann war nix mit Bolzplatz und so. Gibt’s das heute auch noch? Für Kinder bin ich mir nicht so sicher, aber sinngemäß für uns alle bestimmt: Auch wenn es aus aktuellem Anlass bei uns, anders als bei unseren Nachbarn, noch keine Ausgangssperren gibt – mit der Betonung auf noch – übt Deutschland den #ShutDownGermany.

vdLeyen-Virus-unterschätzt-SZ200318Aber sind wir mal ehrlich: Wer hat diese Dynamik der letzten Tage erwartet? Vor einer Woche wurde der US-Präsident seitens europäischer, auch deutscher Politiker noch für das Einreiseverbot in die USA gescholten. Und besonders für seine Begründung, die EU würde zu wenig gegen die Pandemie tun. Aber heute haben wir, die EU, Deutschland, selbst ein Einreiseverbot. Bild links: Ist es vielleicht so, wie die EU-Kommissionspräsidenten von der Leyen in der SZ von heute sagt? Ja, ja, die Sache mit dem exponentiellen Wachstum – schwer vorstellbar.

Natürlich gibt es welche, die haben schon immer alles besser gewusst – aber jetzt sollte kein Zeitpunkt für Streitereien & Schuldzuweisungen sein. Und es gibt welche, die haben bisher alle Warnungen & Empfehlungen außer Acht gelassen und weiter unbedarft zur Virenverbreitung beigetragen – so wie bspw. am vergangenen Wochenende die vielen Tages-Touris bei uns an der Küste.

Seit gestern haben wir dafür die Quittung: Schleswig-Holstein ist für Touristen gesperrt, alle Touris wurde nachhause geschickt, Hotels müssen schließen, FeWo dürfen nicht vermietet werden und auch alle Restaurants sind ab heute dicht.

Im Grunde, meine Sicht, ist das schon wie ein Hausarrest. Der würde – und viele, mit denen ich gesprochen/telefoniert habe, gehen davon aus – in Form einer verhängten Ausgangssperre kommen, wenn es weiter so unvernünftige Menschen gibt.

Bitte Leute, denkt auch an eure Mitmenschen …! Danke!

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12 Kommentare leave one →
  1. 18. März 2020 10:35

    Die Unvernunft ist unglaublich.

    Gefällt 2 Personen

    • 21. März 2020 10:19

      Moin Xeniana.
      Ich antworte spät aber zuverlässig und habe keine Widerworte 😉
      Grüße aus Scharbeutz – und bleibt gesund & munter!

      Gefällt 1 Person

  2. 18. März 2020 10:48

    Moin Sven,
    Einsicht, Rücksicht und Umsicht ist eigentlich bei allem geboten, was an Risiken für die Menschheit kommt… und ein Miteinander, sich gegenseitig irgendwie zu helfen, sollte eigentlich immer gegeben sein.
    Übrigens bekam ich nie Hausarrest, weil meine Eltern sich das bei den vielen Kindern bestimmt nicht antun wollten.😄
    Liebe Grüße von Hanne und bleib schön gesund! 🍀🍀🍀

    Gefällt 1 Person

    • 21. März 2020 10:24

      Moin Hanne, noch einmal 😉
      Ich bin ein bisschen spät dran mit meinen Antworten …, und du hast recht.
      Irgendwer hat mal gesagt: „Man muss die Menschen nehmen wie sie sind – es gibt keine anderen!“ Recht hat der Irgendwer. wenn alle Menschen so wären, wie sie sein sollten, hätten wir manches Problem weniger 😉
      Nochemal: Viele Grüße und immer hübsch munter bleiben!

      Gefällt 1 Person

  3. 18. März 2020 11:17

    Ob oder wie oft ich den bekommen habe, weiß ich nicht mehr – ich weiß nur noch, dass das bei uns „Stubenarrest“ hieß – wahrscheinlich, weil wir alle kein Haus hatten.
    Gesunde Grüße!

    Gefällt 1 Person

    • 21. März 2020 10:25

      Moin. Oder so 😉
      Gesunde Grüße zurück – auch wenn ich mal wieder spät dran bin mit meiner Antwort 😉

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  4. 18. März 2020 11:54

    Wir bekamen Stubenarrest wegen Mumps. Hochansteckend.
    Wir sind dann durchs Fenster raus.
    Oha, da waren wir sehr uneinsichtig damals.
    Aber wir waren kleine Kinder.
    Heute sind wir einsichtig, aber sehr unglücklich über den momentanen Zustand.
    Kommt alle gut über diese Zeit.
    Liebe Grüße, Brigitte
    PS der Mann und ich haben uns mal wieder gefragt, wie unsere Eltern und Großeltern die Kriegszeiten überstanden haben und fühlen uns trotz aller Einschränkungen gerade als bevorzugte Jahrgänge im Fluss der Zeit.

    Gefällt 2 Personen

    • 21. März 2020 10:34

      Moin Brigitte. Au ja. Kindergeschichten 😉
      Der Mann und du, ihr seht das – glaube ich – richtig so. Von den Alten aus meiner Familie, alle gut ü80, mein Vater 90, kenne ich die Geschichten bis 45 und nach 45, mit Flucht aus Pommern und so weiter. Und meine Mutter mit ihren 83 Jahren hat mir gerade vorgestern einen Vortrag über ihre Sichtweise der Dinge zurzeit gehalten. Nun ja …, das wäre aber eine neue Geschichte.
      Bleibt gesund & munter, viele Grüße nach Bremen!

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