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CV-Tagebuch 03-24-2020

24. März 2020

Es ist ruhig geworden. Kontaktverbot im Norden. Schreibt der NDR. Aber das gilt ja wohl bundesweit. Und die meisten Leute scheinen sich auch daran zu halten. Das Bild ohne Menschen schickte mir gestern Vormittag meine Freundin aus Lübeck: Rathaus / Niederegger / Karstadt, sonst ein Hotspot im UNESCO-Weltkulturerbe. Nun nix los, null Leute auf dem Weg in ihre / die Geschäfte, null Touristen, NULL!

Gestern, Mittagszeit. Ich musste nach Travemünde und habe das mit einem Gang in der Vorderreihe verbunden. Auch nix los. Ein paar Spaziergänger, aber alle auf Abstand bedacht. Sogar die Möwen auf dem Steg halten Corona-Abstand 😉 Hier und da ein paar Handwerker, das war’s.

Das gleiche Bild auf der anderen Traveseite, dem Priwall. Beach Bay heißt das neue Areal da jetzt. Das SlowDown-Hotel hatte gerade eröffnet und konnte gleich wieder schließen. Wurde mir erzählt. Ich denke nur, dass slow down für die Betreiber gerade eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Noch nie habe ich in der Travemünder Vorderreihe so wenig Menschen gesehen wie gestern – und so viele davon mit Toilettenpapier. Vielleicht haben die Geschäfte dort, Rossmann und Edeka, gerade Nachschub erhalten? Keine Ahnung. Aber irgendwie witzig-komisch fand ich das schon: Die beiden Frauen kommen aus dem Rossmann-Laden, die eine nix in der Hand, die andere nur ein Paket Toilettenpapier, setzen sich gegenüberliegend auf eine Bank, klönen und genießen die Sonne. Ist das heute so wie es den Erzählungen nach früher in der DDR mit den Bananen gewesen sein soll: Rossmann hat Toilettenpapier. Schnell hin! Wer weiß, wann wir wieder was bekommen.  

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12 Kommentare leave one →
  1. 24. März 2020 17:23

    klopapier wird zum sinnbild, glaub ich. 🙂

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    • 25. März 2020 07:34

      Moin. Ja, Die Coronakrise wird in die Geschichtsbücher eingehen. Und ein Kapitel wird der Toilettenpapier-Hamsterei gewidmet werden. Bestimmt 😉

      Gefällt 1 Person

  2. 25. März 2020 22:04

    Dominoeffekt glaube ich wenn du hörst, dass Klopapier aus ist *lach*
    Hast du denn noch welches?

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    • 26. März 2020 11:16

      Moin Brigitte. Ja, mir ist das alles eine Spur zu hoch. Mit meiner kindähnlichen Naivität bin ich nicht in der Lage, dieses Phänomen zu verstehen 😉
      Vielleicht wird es nach der Krise sozialpsychologische Studien geben, die das Toilettenpapier-Phänomen untersuchen und erklären 😉 Vielleicht kapiere ich es dann?
      Grüße nach Bremen
      … und ja, ich habe noch drei, vier Rollen Toilettenpapier – und wenn das aufgebraucht ist, kaufe ich neues. 😉

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      • 26. März 2020 11:23

        In Dortmund backt die Bäckerei Schürener Backparadies Klopapierkuchen.
        Gespült wird mit Kaffee.
        Foto und Text heute im Weser Kurier
        Mein erster herzhafter Lacher heute 😅
        Googel mal.
        LG und bleib gesund 🍀🍀🍀

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  3. 26. März 2020 01:30

    Du untertreibst, lieber Sven – nicht nur mit Bananen. In Ostberlin gab es ja viel mehr als in der Provinz. Meine Mutter in Görlitz hat auch immer Klopapier gehamstert.

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    • 26. März 2020 11:20

      Moin Clara. Nun ja, du bist eine Zeitzeugin. Ich kenne nur die Geschichten meiner Verwandten aus Kaulsdorf.
      Nur gut, dass wir heute nichts mehr hamstern müssen. Theoretisch. Praktisch sieht das eben nicht jeder so 😉
      Grüße vona Küste nach Balin 😉

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      • 26. März 2020 11:35

        Kaulsdorf – da lebt übrigens mein Ex in einem wunderschönen Haus – ist ja auch Ostberlin – ich war bis 2000 auch nur in Ostberlin.
        Jetzt wohnen zu 90 % nur ehemalige Wessis um mich herum – und die hamstern wie die Weltmeister, Mehl, Nudeln, Einmalhandschuhe, Mülltüten – von Klopapier und Papierhandtüchern weigere ich mich, zu schreiben.
        Und tschüss!

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