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Es gibt ein Leben nach WhatsApp

22. Januar 2021

WhatsApp, wer hat’s erfunden? Die Schweizer waren es nicht. Die haben auch einen Messenger erfunden, aber der heißt Threema und das war drei Jahre später, nämlich 20212. 2013 kam noch Telegram von zwei russischen Brüdern mit dem offiziellen Sitz in Dubai dazu – um hier nur die vielleicht drei wichtigsten Instant-Messaging-Dienste zu nennen.

2014 hat Mark Zuckerberg sein Facebook-Imperium erweitert und WhatsApp aufgekauft. Das war zu einer Zeit, als ich meinen Facebook-Account aus persönlichen datenschutzrechtlichen Gründen schon längst wieder deaktiviert hatte. Es ist für mich seit jeher ein Widerspruch an sich, wie viel Wert einerseits auf den Datenschutz bei uns gelegt wird – das ist auch gut so – wir anderseits aber mehr als fahrlässig mit unseren Daten im Internet bzw. den sog. Sozialen Medien bei Facebook, Google & Co. umgehen. Nun ja, das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Was schon 2019 absehbar war: Jetzt will WhatsApp seine Nutzungsbedingungen zum Vorteil vom Mutterkonzern Facebook ändern. Wer denen bis zum 8. Februar nicht zustimmt, der wird ausgesperrt.
Update: In übereinstimmenden Fachartikeln heißt es, dass WhatsApp die Frist bis Mitte Mai verlängern will. Aus Gründen, denn viele Nutzer sollen bereits ihren Account gelöscht haben, während Telegram, Threema & Co. von starken Zuwächsen berichten.
Weil ich nicht vorhabe, dem Ansinnen von WhatsApp zuzustimmen, bin ich freiwillig gegangen. Rausschmeißen lassen will ich mich von denen nicht. In einer letzten Nachricht habe ich meinen WA-Leuten mitgeteilt, dass ich mich ins Prä-WhatsApp-Zeitalter zurück versetze und dass ich hoffe, dass Kontakte, die nur noch über WhatsApp bestanden haben, nun nicht ganz einschlafen. Ich bin gespannt und ja, da gehören auch immer zwei zu 😉

Ein Satz noch (oder zwei, drei, vier 😉 appen und googeln sind mittlerweile selbstverständliche Tätigkeitswörter in unserem Sprachgebrauch – wir haben quasi die Marken versprachlicht. So wie jedes Papiertaschentuch Tempo heißt und Babywindeln Pampers. Doch so unbekümmert wie wir diese Wörter verwenden, so unbekümmert sind wir auch bei der Preisgabe unserer Daten. Während wir beim Einkaufen von Tempos und Pampers mit Geld bezahlen, bezahlen wir beim Appen und Googeln mit den Informationen über uns. Dabei gibt es durchaus Alternativen, auch zu Google als Suchmaschine und Google Chrome als Browser: Bspw. Duckduckgo und Opera. Na ja, und so weiter. Ich will das hier jetzt nicht vertiefen, natürlich gibt es auch Ausnahmen und alles hat sein Für und Wider. Nur bitte ich dazu nicht jeden Bericht auf die Goldwaage zu legen. Der Boulevard lebt von Klicks und nicht vom Inhalt einer Meldung – die werden zudem oft lanciert, schließlich geht es um viel Geld.

Nachtrag vom 4. Februar 2021
Sigma, Telegram, Threema – WhatsApp-Alternativen im Überblick


801 [Inhaltsverzeichnis Sven Meier erzählt | Fotoblog]

12 Kommentare leave one →
  1. 22. Januar 2021 13:03

    Der Messenger Telegram soll ja auch nicht so sicher sein, wie viele glauben, vor allem was die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung betrifft. Und selbst verschlüsselte Daten liegen dann einsehbar auf Servern, von denen niemand weiß, wo sie stehen. Abgesehen davon hat der Ruf dieses Messengers auch gewaltig gelitten.
    Eine Alternative wäre vielleicht noch Signal. Muss ich mir aber auch noch ansehen.
    Viele Grüße aus Sachsen

    Gefällt 1 Person

  2. 22. Januar 2021 13:04

    Hallo Sven, Leute, die mehr Ahnung haben als ich von Datenschutz, empfehlen als Messenger „Signal“ – der soll angeblich der Sicherste sein. Was sagst du dazu?
    LG von Clara

    Gefällt 1 Person

  3. Albert permalink
    23. Januar 2021 12:30

    Ich stamme aus einer Zeit, als Amazon noch Quelle-Katalog hieß und manchmal frage ich mich, wie wir ohne diesen elektronisch-digitalen Krimskrams klar gekommen sind? Im übrigen: Es gibt heute durchaus noch Leute, die sei jeher oder Watsapp, Facebook, und wie die nicht alle heißen, leben. Und zwar durchaus gut. /A.

    Gefällt 1 Person

    • 24. Januar 2021 09:29

      Moin. Klar, das geht auch. Nur versuche ich stets mit der Zeit zu gehen und bin immer positiv neugierig, etwas Neues auszuprobieren.
      Grüße!

      Gefällt mir

  4. 24. Januar 2021 17:32

    Na toll …!

    Gefällt 1 Person

  5. 26. Januar 2021 10:59

    ich habe leider keine ahnung worüber ihr hier diskutiert.

    Gefällt 1 Person

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  1. Sigma, Telegram, Threema – WhatsApp-Alternativen im Überblick | Sven Meier erzählt

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