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Ihr Flachlandtiroler

8. Februar 2021

Lang ist’s her, mein letzter Ski-Urlaub in Südtirol. Irgendwann haben meine Bechti-Gelenke gesagt, es sei besser, sprich gesünder, mit dem Skifahren aufzuhören. Nun ja, es gibt Schlimmeres. Aber schön war es all die Jahre, im Gasserhof in Südtirol, in den Dolomiten. Und aus Erfahrungen kann ich berichten, dass Südtirol im Frühling ohne Schnee auch sehr schön ist.

„Ihr Flachlandtiroler“ war so ein Standardspruch meines Südtiroler Spezis zu uns Norddeutschen. Und über das, was hier medial aktuell als Wetterchaos gilt, hätte er sicher nur ein müdes Lächeln übrig. Ach ja …, nach rund 20 Urlauben könnte ich nun einige Anekdoten erzählen, über Südtirol im Allgemeinen und die Südtiroler im Besonderen, aber heute nicht.

Ich will auf was anderes hinaus: Ich teste zurzeit Signal und Telegramm als Messenger. Und siehe da, ich finde da Leute, die nie bei WhatsApp waren. Wohl aus Gründen. Egal. Also kann man ja mal tickern. Und was lese ich aus Südtirol: KATASTROPHE! Südtirol droht ein harter Lockdown, weil sie bisher viel zu lax mit den Coronabeschränkungen umgegangen sind und andere Interessen wichtiger waren. Schlimmer noch, und das kratzt am Selbstbewusstsein der nationalen Südtiroler: Man beschritt einen Südtiroler Sonderweg, …

… anders als der Rest Italiens. Mit dem Ergebnis, dass überall in Italien die Infiziertenzahlen nach unten gehen und aktuell die Einschränkungen gelockert werden (sollen). Überall, außer in Südtirol. Dort kannten die Zahlen zuletzt nur eine Richtung: Nach oben. Mein Spezi schrieb: Inzidenz aktuell bei knapp 800. Zum Vergleich: In Sachsen, dem deutschen Spitzenreiter-Bundesland, hatten wir im Dezember in der Spitze Pi mal Daumen 450. In Kommentaren wird die Schuld nun nicht selten bei der seit jeher eher rechtsorientierten Landesregierung gesucht. Welcher Landesregierung? Ich meine die in Südtirol, aber wenn du schon fragst, ähm … ja. Ich sag‘ mal: Wer das Coronavirus nicht ernst nimmt, für den kann es sehr ernst werden. Höre ich Widerspruch?

Tja, wenn ich mir momentan die Südtiroler so anschaue, dann bin ich doch lieber ein Flachlandtiroler 😉


805 [Inhaltsverzeichnis Sven Meier erzählt | Fotoblog]

6 Kommentare leave one →
  1. 8. Februar 2021 13:23

    Ein müdes Lächeln für unser angebliches Wetterchaos? WIR HABEN EIN WETTERCHAOS! Komme mal von deinem Sofa nach Hannover, wir haben Schnee ohne Ende !!!
    Außerdem: Mein Mitgefühl mit den Südtirolern hält sich in Grenzen. Ich hoffe nur, dass Urlauber das Virus nicht verteilen. In den Nachrichten heißt es, wenn ich es richtig verstanden habe, es handelt sich um die Südafrikanische Mutation.
    Die brauchen wir nicht, genau so wenig wie die Schneemassen hier !!!
    Tschüss! 😉

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    • 9. Februar 2021 08:16

      Moin. Wenn ich die Nachrichten richtig verfolgt habe – das ist jetzt hier aber nur Halbwissen – haben die Tiroler insgesamt ein Problem mit der Mutation: Die nördlich des Brenners in Österreich und die südlich in Italien. Und die Skigebieten sind bzw. bleiben wohl deswegen erstmal geschlossen.
      Heute haben wir übrigens auch ein bisschen Schnee. Aber nur ein paar Zentimeter.
      Bleibe gesund & munter!

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  2. 8. Februar 2021 18:38

    Ich erinnere mich, dass ich vor vielen Jahren – noch vor dem Mauerfall – mal zu einer Kur in Göhren auf Rügen war. Im Februar. Und siehe da, die hatten einen einen richtigen Winter mit Schneemassen ohne Ende. Womit ich sicher nicht gerechnet hatte, womit ich aber klarkam, da von unserer Region nicht anders gewöhnt. Seitdem halte ich mich mit Bemerkungen wie Flachlandtiroler etwas zurück. :-))))

    Gefällt 1 Person

    • 9. Februar 2021 08:20

      Moin. Meinst du in etwa so (?):

      Ja, es soll keiner sagen, dass wir uns hier im Norden nicht mit Schnee auskennen. Ich sage nur 1978/1979. Aber so einen „Jahrhundertwinter“ brauchen wir sicherlich nicht wieder.
      Grüße!

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  3. Albert permalink
    13. Februar 2021 12:23

    Zurzeit ist das österreichische Tirol wohl mehr im Mutations-Fokus als die italienischen Südtiroler und es wird wieder über Grenzkontrollen gesprochen. Dazu die Hochinzidenz-Tschechen. Was mir hier im Norden jedoch mehr Sorgen bereitet, ist die Ausbreitung der Mutation bei unseren dänischen Nachbarn. Vorsicht ist geboten. /A.

    Gefällt 1 Person

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