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Morbus Bechterew

Im Laufe meines Blog-Lebens habe ich auch mal erwähnt, dass ich an „Morbus Bechterew“ erkrankt bin. Das ist auch der hauptsächliche Grund, warum ich mittlerweile (offiziell seit dem 01.01.2011, mit 51) „Rentner“ bin. Für ein besseres Verständnis hier ein paar erklärende Sätze dazu:

Die Erkrankung Morbus Bechterew

Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung, die sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt. Entzündungen der Wirbelgelenke, der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen sowie zwischen Kreuz- und Darmbein können (müssen aber nicht) zur Verknöcherung der Gelenkumgebung und zur knöchernen Überbrückung der Gelenke führen. Die Folge kann eine teilweise, im Endstadium auch vollständige Versteifung sein, oft in mehr oder weniger nach vorn gebeugter Haltung (Kyphose), und außerdem eine Brustkorbstarre, die das Atemvolumen einschränkt, zu Atemnot führt. Manchmal legt die sich wie ein Panzer um die Brust und macht Angst. Die sog. „Kutscherhaltung“ erleichtert in solchen Momenten das Atmen:

Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr (bei mir mit Mitte 20). Sie verläuft in Schüben und individuell unterschiedlich. Phasen hoher Krankheitsaktivität mit erheblichen Schmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal auch Fieber wechseln mit solchen relativen Wohlbefindens. Gelenke außerhalb der Körperachse, Sehnenansätze (z.B. der Achillessehne), Augen (Regenbogenhautentzündung) und innere Organe können mitbetroffen sein.

Die Ursache des Morbus Bechterew ist nach wie vor unbekannt. Man weiß, dass es sich um eine (genetisch bedingte) Fehlsteuerung des Immunsystems handeln muss, die dazu führt, dass sich das Immunsystem außer gegen eingedrungene Krankheitserreger auch gegen eigene Körperzellen richtet. Ob körperliche Belastungen (Kälte, Nässe) und seelische Einflüsse (Stress) den Ausbruch der Krankheit begünstigen oder nur den Verlauf nachträglich verschlimmern, ist noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist, dass der Morbus Bechterew nicht ansteckend ist.

Die Bechterewsche Erkrankung ist bis heute mit gängigen Therapieverfahren nicht heilbar. Die Behandlung muss also mehr oder weniger das ganze Leben lang fortgeführt werden. Insbesondere muss lebenslang auf eine aufrechte Haltung und genügend Bewegung geachtet werden.

Mein Rheumatologe hat mich deshalb immer mit dem Spruch verabschiedet: „… und denken sie an die 3 B – Bechtis brauchen Bewegung!“

Mehr gibt es auf den Seiten der

18. November 2012

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