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Der THW Kiel, der FC Bayern München unter den Handballern

8. April 2019

THW-Pokalsieger-190407

Der “Echte Norden” hat es mehr mit dem Handball. Kein Wunder, denn unsere skandinavischen Nachbarn zählen zu den internationalen Handball-Größen. Fußball wird zwar auch gespielt, aber erfolgreicher sind die Handballer. In Skandinavien wie auch bei uns in Schleswig-Holstein. So gilt der THW Kiel als der FC Bayern München unter den Handballvereinen. Die letzte Meisterschaft der Kieler (die 20. 2015) liegt zwar schon 4 Jahre zurück, gestern wurde jedoch der 11. DHB-Pokal-Sieg gefeiert. GLÜCKWUNSCH THW!
Damit nicht genug: Vielleicht ist daneben die SG Flensburg-Handewitt im Handball so etwas wie der BVB Dortmund im Fußball. Immerhin stehen die Flensburger in diesem Jahr vor ihrer 3. Meisterschaft (2. in Folge) und die Kieler werden aller Voraussicht nach nur Vizemeister. Wie bei den Fußballern hat es zwischen diesen beiden Vereinen auch schon mal ein Champions-League-Finale gegeben, 2007, die Kieler gewannen knapp – so wie die Bayern 2013 gegen die Dortmunder. Trotz alledem findet der Handball in Deutschland nicht die mediale Beachtung wie der Fußball – vielleicht zum Glück – denn …

FCB-BVB-5-0-190406… Deutschland ist eine Fußball-Nation. Gefühlt ist mindestens jeder zweite Deutsche ein ach so kompetenter Fußball-Trainer, der nachher besser weiß, was die amtierenden Trainer vorher falsch gemacht haben. Samstag war wieder so ein Tag: Der FC Bayern München gewinnt zuhause gegen den Tabellenführer BVB Dortmund mit 5 : 0 und wer hat Schuld? Der Trainer! Das war sofort zu hören und zu lesen. Bei dieser medialen Einigkeit hat das sogar Borussia-Trainer Lucien Favre zugegeben, allerdings mit einem sarkastischen Unterton. Der unter Dauerdruck stehende Bayern-Trainer Nico Kovac machte sich bei der Pressekonferenz dann auch Luft: “Wenn du gewinnst, hast du nichts richtig gemacht. Wenn du verlierst, hast du alles falsch gemacht. Das ist bei uns Trainern so. Ob das so sein muss, stelle ich mal infrage.” Ob Kovac das so gemeint wie gesagt hat, weiß ich nicht. Aber eins weiß ich, da gebe ich ihm absolut recht: “… wir müssen mal wieder klarkommen mit unserem Leben. Das ist nicht in Ordnung, was hier abgeht.” Nur gut, dass es im Handball solcher Sprüche nicht bedarf!

Meine Bauchgefühl-Prognose: Um bei den Gleichnissen THW – FCB und SGF – BVB zu bleiben, wird der BVB (trotz der Klatsche in München) wie die SGF Meister und dem FCB bleibt wie dem THW nur die Vizemeisterschaft. Dafür gewinnt der FCB wie der THW (vielleicht) den Pokal. Noch eins sagt mir mein Bauch: So wie THW-Trainer Gislason zum Saisonende (auf eigenen Wunsch) Kiel verlässt, wird Kovac München verlassen (müssen). FCB-Klubboss Rummenigge: “Es gibt keine Jobgarantie für niemanden bei Bayern München.” Das mag besonders für Trainer gelten, die “nichts richtig und alles falsch” machen 😉

Bilderquelle: Twitter 676

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Aufgemerkt

7. April 2019

Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich  war eine Sendung mit Frank-Markus Barwasser in seiner Rolle als Erwin Pelzig, in der er mit Gästen überspitzt über Alltägliches sprach. Lang ist’s her. Aber wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, für den gibt es viele Aufgemerkt-Momente:

[675] Mitte-von-zwei

Ein Ausschnitt aus einem Testbericht über ein neues Auto. Das Fahrzeug gefällt mir, aber wer kann mir bitte erklären, was die mittlere von zwei Ausstattungslinien ist? Das erinnert mich an ein Schild in der Küche meiner Tochter:

[675] Natalie-Schilder-2019 (4)b

Das sind die wahren Fragen des Lebens! Was nützt ein abgeschlossenes Studium mit einem Master in Sonst wie was, wenn die wichtigen Antworten des einfachen Lebens so weit entfernt sind, wie der Mond von der Erde. Oder Deutschland von der Erreichung der selbstgesteckten Klimaziele.

Apropos Klimaziele: Bei der jüngst vom UBA veröffentlichten Klimabilanz hat es einen Rechenfehler gegeben: Tatsächlich ist die Bilanz besser. Bezogen auf das Referenzjahr 1990 liegt Deutschland nun bei einem Rückgang von 30,8 und nicht bei 30,6 Prozent. Allerdings bleibt das Ziel für 2020, minus 40 Prozent, illusorisch. Maßgeblich deshalb, weil sich die Emissionen im Verkehrssektor seit 1990 auf hohem Niveau so gut wie nicht verändert haben. Warum wohl nicht?

Halleluja könnten wir bei solchen Meldungen täglich ausrufen. Entweder vor Freude und Erleichterung – oder in einem Anfall von Sarkasmus.

[675] Hallojulia-190316-01bAlternativ: Halleluja von Leonard Cohen aus dem Lautsprecher. So wie neulich. Mein Enkelkind spielt auf meiner Gitarre dazu und singt “Hallo Julia, hallo Julia!” und erklärt mir danach: “Ich heite aba nich Julia, ich heite Le…!” Köstlich 😉

Na ja, neben all dem was uns täglich vermeintlich ach so wichtig präsentiert wird, sind es doch manchmal die Kleinigkeiten, die einen schmunzeln lassen:

[675] UK-20190404 (1)

Gesehen vor Tagen in einem Warteraum einer großen Lübecker Klinik an einem Briefkasten für Patientenfragebögen. Nun gut, Fehler passieren. Peinlich empfinde ich allerdings den Hinweis auf einem Bildschirm daneben: Windows ist kein Originalprodukt.

[675] UK-Windows-20190404 (2)

Hoffentlich sind die Ärzte frei von Fehlern und verwenden nur Originalprodukte. Den Rest verbuche ich unter Pillepalle 😉

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#1APRIL: Scheuer verkündet #Tempolimit

1. April 2019

Tweet-Scheuer-Helm-rettet-190325

: Ein Tweet vor einer Woche von dem @AndiScheuer, unserem Minister für Verkehrspolemik.

Seine Ministerialbeamten haben ihm danach eine Analogie zum Tempolimit erklärt. “In ganz Europa gibt es Tempolimits. Klar ist, nicht alle Autofahrer sind Raser. Klar ist auch: Tempolimits schützen vor schweren Unfällen und retten Leben!” Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass der Minister heute ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen verkünden wird: #TempolimitRettetLeben:

[674] 130-Scheuer-Tempolimit

Noch Fragen? 😉

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Das ist doch alles gesteuert …

27. März 2019

Als ich gestern Abend die Berichterstattung über die EU-Urheberrechtsreform im Fernsehen sah, musste ich an einen alten Kollegen denken. Wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen passierte, dann war “alles vom Osten gesteuert”. Ich muss dazu erklären, dass der Kollege in seinem ersten Berufsleben bei der Bundeswehr war und wir in den 80ern, also in Zeiten des Kalten Krieges, miteinander zu tun hatten. “Das ist doch alles vom Osten gesteuert” war natürlich nur eine humoristische Metapher und die bequemste Art, einen Schuldigen zu benennen. Allerdings war ich für ihn in dem Moment auch “vom Osten gesteuert”, als er von meiner ersten Teilnahme an einer Friedensdemo erfuhr. Humorvoll war das nicht gemeint.

Tweet-Lobo-190326

Und heute? Fast 40 Jahre später? Wieder gehen europaweit hunderttausende junge Menschen auf die Straßen und demonstrieren. Sie opponieren gegen den von Menschen verursachten Klimawandel und gegen eine vermeintliche Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet. Und wieder gibt es diffamierende Stimmen die behaupten, die jungen Leute seien gesteuert oder gekauft – von radikalen Umweltaktivisten aus dem Dunstkreis von Greenpeace & Co., aus dem Silicon Valley von Google & Co., vielleicht auch aus dem Osten, allein um hier für Unruhe zu sorgen. HALLO?

Tweet-Snowden-190326Ich will mich an dieser Stelle gar nicht mit den Argumenten Für und Wider auseinandersetzen. Let it be! Ich schaue einfach mal knapp 40 Jahre zurück:

Aus den Reihen der Friedens-Aktivisten hat sich damals eine politische Bewegung entwickelt, ohne die heute in der BUNTEN REPUBLIK DEUTSCHLAND nichts mehr geht: Die Grünen. Bisweilen wird der damalige Kanzler Schmidt wegen seiner Atomkraft-Politik und dem Nato-Doppelbeschluss auch als Gründungsvater der Grünen bezeichnet – genau so wie Kanzler Schröder wegen seiner umstrittenen Agenda 2010 als Gründungsvater der Linken gilt und Kanzlerin Merkel wegen ihrer humanistischen Flüchtlingspolitik als Gründungsvatermutter der AfD. Diese aus dem Protest entstandenen Parteien haben heute zusammen ein Wählerpotenzial von Pi mal Daumen 40 Prozent. Tendenz? Keine Ahnung.

#Article13-EU-190326 (2)Aber Klimaschutz und Netzpolitik haben Gemeinsamkeiten: Die verantwortlichen (alten) GroKo-Politiker tun nicht das, was sie aus der Sicht vieler (jungen) Wähler tun sollten. Um zu sehen, wie deutsche EU-Parlamentarier gestern abgestimmt haben, bitte auf das Bild klicken. Ob und wer von wem in welchem Ausmaß gesteuert wird, ist beinahe egal. Lobbyisten gibt es überall und die Interessen sind vielfältig. Wichtig ist die Europawahl am 26. Mai. Dann werden wir erfahren, ob Klimaschutz, Netzpolitik und der Aufruf #NieMehrCDU das Wahlergebnis erheblich beeinflusst haben – oder ob die Social-Media-Aufreger nur so etwas wie ein (gesteuerter) Sturm im Wasserglas ist.
Wiedervorlage 27. Mai 2019 😉

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Let it be

26. März 2019

Letitbe_single

Ich bin mal wieder unterwegs. Irgendwo auf der A7 auf dem Weg nachhause. Bei der Suche nach einem Radiosender mit gefälliger Mucke bleibe ich bei Let it be hängen. Aber zu früh gefreut: Nach den ersten Akkorden ertönt eine pastorale Stimme und erzählt, dass Paul McCartney das Lied in einer schwierigen Zeit Ende der 60er geschrieben habe. Eines Nachts sei ihm seine Mutter im Traum erschienen [mother mary comes to me] und habe ihm geraten, sich nicht unnötige Gedanken zu machen [let it be], dann würde alles gut werden. Der Sprecher hat das sehr euphemistisch ausgedrückt. McCartney hat später selbst erklärt, dass er in der Zeit wegen der vielen Drogen ziemlich paranoid war.

Egal, ohne diese mccartneyische Bewusstseinserweiterung wäre das Lied sicher nie geschrieben worden und der pastorale Radiosprecher hätte sich etwas anderes überlegen müssen. Aber hat er nicht recht? Wenn ich mir allein dieser Tage die Nachrichtenseiten so anschaue, dann sind die Informationen als solche sicher das eine, aber die vielen Kommentare dazu häufig flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig. Gefühlt ist die halbe Nation mal wieder Fußball-Bundestrainer und die andere Hälfte teilt sich auf in Polit- bzw. Wirtschaftsexperten und Gesellschaftskritikern. Das ist natürlich übertrieben, trotzdem:

Statt wörtlich „Lass es sein“ übersetzt Google so: „Kümmer dich nicht drum“. Toll 😉

Anderseits: Wenn sich niemand mehr um nichts kümmern würde, wäre das auch fatal. Nein, es gibt absolut Wichtiges, für das es sich einzusetzen lohnt: Für das Klima, gegen Extremisten, usw.. Aber Kaffeesatzlesereien über den Brexit, Empörungen über die Trennung der Goldschalks, oder wie die heißen, und Aufstellungen bei den Fußballern, gehören – für mich – nicht so unbedingt dazu. Dann möchte ich manchmal laut rufen: “Let it be!”

Das sog. „Gelassenheitsgebet“ (zum Vergrößern auf das Bild klicken)

In seinem letzten Fernseh-Interview hat Altkanzler Helmut Schmidt das sog. „Gelassenheitsgebet“ als seine Maxime zitiert. Ja, wenn wir doch alle so weise wären, das Wichtige und Nötige vom Unwichtigen und Unnötigen unterscheiden zu können …?!

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Liebe Sprachpolizist*innen

14. März 2019

[671] Gendergerechte Sprache Flyer Hannover 2019b

Frage vorweg: Ist das mit dem * so richtig geschrieben? Ich weiß es wirklich nicht.
Erklärung vorweg: Die folgenden Zeilen sind geschlechtsneutral und nicht diskriminierend gemeint. Ehrlich.

Es gibt Themen, die sind gesellschaftliche Dauerbrenner. Mal mehr, mal weniger, aber sie erledigen sich nicht. Ich neige dann manchmal dazu, mich auch in ein solches zu verbeißen, so wie ich in den letzten Beiträgen über unser Klima mäandert habe. Na ja, und wenn einem Themen erst einmal im Hinterkopf rumwabern, dann fallen einem vielleicht auch eher dazu passende Geschehnisse auf. Mir geht das jedenfalls so. Z. B. wie vor ein paar Tagen, als mir erklärt wurde, dass Hannover per bürgermeisterlicher Order die gendergerechte Sprache eingeführt hat. Ja, ich hatte davon gehört: Aus Lehrer sollten die Lehrenden werden, doch hatte ich das als Anregung aus dem niedersächsischem Kultusministerium verstanden. Als ich in meiner Alten Heimat zwei Lehrenden davon erzählte, kamen prompt die Fragen (sinngemäß):
“Ist das grammatisch überhaupt richtig? Wie passt das zum Partizip Präsens? Ich bin doch gerade kaffeetrinkend, also ein Kaffeetrinkender, oder bin ich ein jetzt ein kaffeetrinkender Lehrender, der zurzeit nicht lehrt, sondern erst morgen in der Schule wieder?”
Ok. Seit einigen Tagen weiß ich, dass das nicht aus dem Ministerium kam, sondern eine Regelung der Stadt Hannover ist (Flyer-Ausschnitt oben). Hannover? Hat dort nicht die Verbannung des Begriffs “Zigeunerschnitzel” von den Speisekarten ihren Ursprung?

[671] Studentenfutter-b

Nun gut. Jedenfalls habe ich in meinem Job Sinti und Roma kennengelernt, die sich als Zigeuner bezeichnen, zigeunisch sprechen und sich nicht diskriminiert fühlen, wenn sie auf einer Speisekarte von einem Zigeunerschnitzel lesen.

Und Jäger? Nein im Ernst: Neulich hatte ich eine Speisekarte in der Hand, wo der Begriff Jägerschnitzel ebenfalls vermieden wurde. Es gab Schnitzel mit einer Paprika- oder mit einer Pilz-Soße. Allerdings hieß das Wienerschnitzel Wienerschnitzel und der Hamburger Hamburger. Na ja, kann man so machen.

Gestern beim Einkaufen, Abteilung für Naschwerk & Leckereien, fragte mich ein jungen Frau, Typ Studentin, ob ich wisse, wo das Studentenfutter zu finden ist. Klar doch. Nur heißt das bei REWE-Eigenmarke ja! nicht mehr Studentenfutter, sondern Nuss-Frucht-Mischung. Äh, ja. Gut zu wissen.

Die sprachliche Gleichstellung aller Geschlechter und Vermeidung diskriminierender Begriffe ist sicher wichtig und ich weiß, dass Gender-Mainstreaming ein erklärtes Ziel der EU ist. Wenn das jedoch in Verbalakrobatik ausartet, quasi zu einer Versubstantivierung des Partizip Präsenz führt, nee, dann weiß ich nicht so recht, ob das so sein muss? Wird etwa die Grammatik für die Gleichberechtigung instrumentalisiert? Ich hoffe nicht, denn zwischen dem biologischen und dem grammatischen Geschlecht gibt es keine Zusammenhänge. Jedenfalls für mich nicht. Aber gut, Sprache war und ist immer im Wandel und vielleicht redet mein Enkelkind mal ganz anders als wir Älteren heute sprechen. Allerdings möchte ich keine Sprachpolizist*innen, die mir vorschreiben, wie ich meine letzten Jahre Deutsch zu sprechen und zu schreiben habe. Sonst fange ich mit Englisch an: Teachers, das sind Lehrer, Lehrerinnen, Lehrende in einem Wort.

Wenn das bisher Geschriebene nicht gewesen wäre, wäre mir auch bestimmt nicht dieser Artikel dazu, sinnigerweise in der schweizerischen NZZ, aufgefallen: ein Interview mit Prof. Krämer vom Verein Deutsche Sprache -> KLICK

So liebe Lesenden: Wer nun Kopfschmerzen hat, der befrage seinen Arzt oder seine Ärztin oder seinen Apotheker oder seine Apothekerin 😉

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Minister für Verkehrspolemik

13. März 2019

Es gibt Menschen, denen würde ein Vorgesetzter ins Zeugnis schreiben: „Dr. S. zeigt sich stets bemüht. Er war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen und durchzusetzen.“ Wer jemals eine Beurteilung geschrieben hat, weiß was das bedeutet. Übersetzt heißt es nichts anderes, als dass er nichts erreicht hat und ein rechthaberischer Wichtigtuer mit dem Hang zur Polemik ist.

Unsere Bundesregierung leistet sich einen Minister, auf den solch eine Beurteilung zutrifft. Bevor jemand fragt: „Einen?“ antworte ich gleich, dass ich darauf nicht antworte, sondern mich wegen der Aktualität nur auf einen beziehe: Unseren Minister für Verkehrspolemik.

[670] SZ-190313-Scheuer-EU

Zum Artikel. Ihr erinnert euch an die paar Lungenärzte, die meinten meinen zu müssen, dass das mit den Grenzwerten … alles Quatsch ist? Was tat unser dafür zuständige Minister? Nein, ich will das hier gar nicht vertiefen, lest einfach die Antwort der EU aus Brüssel dazu.

Es hat sich mir bis heute nicht erschlossen, was den amtierenden Minister für sein Amt qualifizieren soll. Außer vielleicht ein CSU-interner Parteiproporz. Proportio versus qualis facere: Proporz hat nichts mit Qualifikation zu tun. Das wird bspw. durch Äußerungen zu einem Tempolimit auf Autobahnen deutlich, welches für unseren Minister unter „gegen jeden Menschenverstand“ rangiert. Wer über so viel „Menschen-Sachverstand“ verfügt, muss sich über die Reaktionen nicht wundern: Ein Karikatur, die auf Twitter die Runde macht:

[670] 130-Scheuer-unverantwortlich

Nun ja. Anderseits ist unser Minister sehr beliebt. Doch, das ist er – und ich meine nicht bei den Autolobbyisten. Ich meine bei Kabarettisten. So wie gestern Abend in „Der Anstalt“, der beste Beitrag von Uthoff und Wagner für mich seit langem:

Das 12-Min-Video verbleibt bis zum 12.03.2020 in der ZDF-Mediathek -> zum Video.

Randnotiz: Schon mal von dem chinesischem Autokonzern Geely gehört? Dem gehört u. a. der schwedische Autohersteller Volvo und nebenbei ist er mit knapp 10% Daimler-Großaktionär. Geely/Volvo hat nun angekündigt, „alle Neuwagen ab 2020 auf 180 km/h Höchstgeschwindigkeit zu drosseln“. Auch so ein „Unverantwortlich gegen jeden Menschenverstand“? Dabei sind wir so weit von den selbst gesteckten Zielen bei der Energiewende entfernt, dass wir über jedes Prozent Einsparung froh sein sollten. Oder ist der persönliche Hedonismus wichtiger als alles andere? Anderseits hat sich jeder Minister mit seinem Amtseid verpflichtet, „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“. Mögen unsere Minister bitte mal die Kinder fragen, was die darunter verstehen!

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