Skip to content

#Onkel_Don und J-P Sartre

30. Mai 2017

Jetzt wird Onkel Don böse:

Tweet-Trump-Germany-170530

Wie so oft verbreitete Trump heute seine Botschaft in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) via Twitter. Wörtlich schrieb er. „Wir haben ein gewaltiges Handelsdefizit mit Deutschland, und sie zahlen viel weniger für die Nato und das Militär. Sehr schlecht für die Vereinigten Staaten. Das wird sich ändern.“

Mit Onkel Don noch im Hinterkopf lese ich bei  Dr. Gerhard Mersmann über Jean-Paul Sartre, dem großen französischen Philosophen: Sartres Diktum. Drei Sätze sind sofort bei mir hängen geblieben:

„Es kommt nicht darauf an, was man aus uns gemacht hat, sondern darauf, was wir aus dem machen, was man aus uns gemacht hat.“ … In dem wir das, was man aus uns gemacht hat, annehmen und es so formen, wie wir es wollen, überwinden wir die Ideologie der subjektiven Passivität. Sartre drückte das Ganze … noch prägnanter aus: „Das Sein ist etwas zu Leistendes.“

Ich komme nicht umhin, eine gedankliche Verbindung dessen zu Onkel Dom herzustellen … – und auch zu Merkels „Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.“ 

Ich sag‘ mal so …: „Der Mensch kann nichts wollen, wenn er nicht zunächst begriffen hat, dass er auf nichts anderes als auf sich selber zählen kann, dass er allein ist, verlassen auf der Erde inmitten seiner unendlichen Verantwortlichkeiten ….“ Das ist auch von J-P Sartre – und nach dem Wollen kommt in der konsequenten Umsetzung dessen bekanntlich das Leisten: Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen – packen wir es an!

509

Brüssel, Taormina – München-Trudering

29. Mai 2017

Was haben diese drei Orte gemeinsam? In den letzten Tagen war Kanzlerin Merkel dort zu Gast: EU, Nato, G 7 (bzw. G 6 + 1) – bayrisches Bierzelt. Es darf bezweifelt werden, dass sie dort in „seliger Bierlaune“ war, als sie auf einer CSU-Veranstaltung diese bemerkenswerte Sätze sprach, die Stunden später in allen wichtigen Medien global die Runde machten:

Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt. Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.

Na denn, Prost!

Tw-NYT-170529-Merkel

NYT zitierte den Direktor des Chicago Council on Global Affairs, Ivo H. Daalder: „Dies scheint das Ende einer Ära zu sein, einer, in der die USA führten und Europa folgte.“

Mein erster Gedanke war: „Onkel Don macht unfreiwillig Wahlkampf für Merkel.“

Gut. In allen möglichen Medien ist viel über „Brüssel, Taormina – München-Trudering“ zu lesen. Da wird kommentiert, interpretiert – aber nur im britischen Economist

Economist-Merkel

habe ich es so deutlich gelesen: „Der Hauptempfänger der Merkelschen Bierzelt-Botschaft ist weniger die USA, oder das den Brexit planende Vereinigte Königreich, sondern der deutschen Wähler. Was in diesen beiden Ländern derzeit vorgeht, macht es selbst für so freundliche Regierungschefs wie Merkel nicht nur möglich, sondern auch in Hinsicht auf die Wahl lohnend, wichtige Partner in der Öffentlichkeit anzugreifen.“

Ungewollte Wahlkampfhilfe für Merkel von außerhalb also. „Warum, wieso?“ Na ja, siehe oben, erster Absatz. Wenn wir uns nicht mehr „auf andere völlig verlassen können“ und „unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen müssen“, dann brauchen wir dafür einen erfahrenen Politiker. Oder eben eine erfahrene Politikerin – so eine wie Kanzlerin Merkel. Ernte ich Widerspruch? Hat Merkel übertrieben? Ist es so schlimm doch nicht?

Ich sag mal …: „Unbestritten haben wir Deutschen unseren Wohlstand einer Welt zu verdanken, die so war, wie sie war. Nach dem Brexit und mit Trump muss vieles neu geordnet werden. Die Frage ist, wem wir das bei uns am besten zutrauen? Die Antwort ist wichtig, denn einige ebenso wichtige nationalen Themen würden ins Leere laufen, wenn unsere Wirtschaft nicht mehr so wie bisher funktionieren sollte. Ich ahne die mehrheitliche Antwort von uns Deutschen …, Stichwort ‚Pragmatismus statt Ideologien‚ – also keine Zeit für Experimente!“

 508

Mal fix drei Tweets

28. Mai 2017

Tw-Berg-DFB-Finale-Fischer-Presse

Gestern Abend war das DFB-Pokal-Finale. Glückwunsch an den BVB. Dieser Daniel-Berg-Tweet ist von gestern Nachmittag (Bild ist verlinkt): Presse-Humor 😉

Tw-SM-Barefoot-LN

Am Wochenende war in Timmendorfer Strand die Einweihung des „Til-Schweiger-Barefoot- Hotels“. Aber – es wurde vielfach falsch berichtet – das Hotel gehört nicht Til Schweiger (Bild ist mit dem LN-Artikel verlinkt). Dennoch: Wenn man weiß, welchen altbackenen Charme das Hotel vorher versprühte, dann ist das neue Barefoot „inspiriert vom unkomplizierten Lebensgefühl der amerikanischen Ostküste“ ein absoluter Gewinn. Man könnte auch sagen: „inspiriert vom unkomplizierten Lebensgefühl der holsteinischen Ostseeküste“. 😉

Tw-Postillon-Fischstaebchenaussterben

Diese Meldung des Postillon sollte zu denken geben: Wie wollen wir das unseren Kindern erklären (Bild ist mit dem Artikel verlinkt)? 😉

507

Lieberknecht, Eintracht Braunschweig und zehn VfL-Trainer

25. Mai 2017

2007. Ich meine, es war ein September-Sonntag *. Jedenfalls war die Bundesliga-Saison noch jung und der VfL Wolfsburg verlor an dem Tag gegen den KSC 1:2. Ich hatte mit einem Kollegen dienstlich im Wolfsburger Stadion zu tun und erzählte auf der Heimfahrt, dass ich nun das fünfte Mal in der VfL-Arena war und jedes Mal der VfL verloren hat. Mein Kollege meinte, dass er mit dem (damaligen) Trainer Felix Magath, der zugleich in einem unserer heimischen Sportvereine Ehrenmitglied war, reden wolle, damit ich ein „Stadionverbot“ erhalte – dann bräuchte ich auch nicht mehr dienstlich hin …. Das Gespräch hat es sicherlich nie gegeben, trotzdem war das mein letzter Stadionbesuch in Wolfsburg.

Torsten_Lieberknecht_DFB_Pokal_Pressekonferenz_2015_bZur gleichen Zeit, 2007/2008, versuchte die Braunschweiger Eintracht in der damals noch zweigeteilten Regionalliga einen Platz für die ab der Saison 2008/2009 neu eingeführte 3. Liga zu ergattern. Im Mai 2008 gab der damalige BTSV-Trainer Benno Möhlmann seinen Rücktritt bekannt und kam damit wohl nur seiner Entlassung zuvor. An seiner Stelle übernahm der bisherigen A-Jugendtrainer, ein gewisser Torsten Lieberknecht – und schaffte das, was kaum jemand noch für möglich gehalten hatte: Die Braunschweiger qualifizierten sich im allerletzten Moment für die 3. Liga.

Der Rest ist Geschichte: Wolfsburg wurde ein Jahr später unter Magath Deutscher Meister, Braunschweig schaffte unter Lieberknecht den Klassenerhalt der 3. Liga. Beide Vereine trennten damals, im Mai 2009, Welten. Im Laufe der Jahre kamen und gingen die Trainer in Wolfsburg, nach Magath kamen bis heute neun weitere. Und in Braunschweig? Null! Auch wenn es mal nicht so gut lief, hielt der Verein am Trainer fest. Auch 2014, als nach nur einem Jahr Bundesliga der Verein wieder in die 2. Liga abstieg. Das nenn‘ ich Kontinuität!

#WOB-EBS-10-1-nach-Trainern

Beide Vereine trennen heute im Mai 2017 immer noch Welten, aber nur im Etat bzw. bei den Gehältern der Spieler. Sportlich eher nicht: Wolfsburg als drittletzter der Bundesliga und Braunschweig als dritter der 2. Liga stehen in der Relegation. Heute Abend ist das erste Spiel, Montag das Rückspiel.

In Erinnerung an diesen September-Sonntag 2007 würde ich heute gerne wieder nach Wolfsburg fahren – und nachher berichten, dass jedes Mal ….

506

Fotowettbewerb – weiter geht’s

24. Mai 2017

Die Klabauterfrau hat einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen!

fotowettberb600

Als Gewinner der letzten Runde ist es nun meine Aufgabe, den Wettbewerb fortzuführen. Das will ich gerne tun. Als Thema habe ich mir  Türen & Tore ausgedacht,

also alles, was irgend etwas mit Rein- und Rausgehen, -fahren, zu tun hat, das passt.

Um möglichst viele Leser & Leserinnen zu erreichen, bitte ich diesen Beitrag zu teilen bzw. zu rebloggen. Danke!

Die Teilnahmebedingungen habe ich von Klabauterfrau übernommen:

  • Teilnehmer sollten einen Blog bei WP zu besitzen
  • keine Pornografie
  • jeder Teilnehmer darf bis zu 2 Bilder einreichen
  • Bilder sollten dem Motto entsprechen
  • der Veranstalter darf natürlich mitmachen
  • der Sieger, Gewinner oder bester Fotograf sollte den Wettbewerb auch weiterführen unter gleichen Bedingungen (Ideen und neue Anregungen sind natürlich willkommen)
  • teilen und liken erwünscht

Bilder bitte in einer Mindestgröße von 800px senden an: sven2204@gmx.net

Einsendeschluss ist der 11. Juni. Die Jury werden meine Tochter und mein Schwiegersohn bilden – ohne zu wissen, von wem welches Bild stammt. Dem Gewinner winkt ein 2018er Kalender aus eigener Produktion mit Motiven aus dem „Echten Norden“. So, habe ich etwas vergessen? Dann schreibt es mir. Ansonsten bin ich auf eure Zusendungen gespannt!

Link: Sven Meier Foto-Blog: SvenMeierX

505

Irgendwo im Nirgendwo

23. Mai 2017

Ich war am Wochenende weg, war Irgendwo im Nirgendwo. Wo das liegt? Ich sag mal …:

Bodenbeläge-170520

Das ist da, wo man die Eingangshalle eines Gästehauses auf den typischen hell-dunkelen Fliesen der ersten Nachkriegsgeneration durchschreitet, auf bläulich angehauchten, weil 30 Jahre jüngeren Fliesen der zweiten Nachkriegsgeneration, die Treppe emporsteigt, um dann auf ebenso alten Linoleum zu den Zimmern zu gelangen. Die sind – ganz modern – mit Laminat ausgelegt. Aber Marke Billig. Hätten sie lieber das Linoleum aus den 5oer Jahren behalten. Egal, das Bett war gut.

Storch-170521-056

Das ist das, wo tagsüber noch die Störche klappern und nachts die von ihnen am Leben gelassenen Frösche quaken. Das ist da, wo es nach Land riecht und es soviel davon pro Menschenkopf gibt, wie sonst nirgends in der BRD.

Feld-170521-065

Das ist da, wo die Einkommen zu den niedrigsten und die Arbeitslosigkeit zu der höchsten zählt – und wo vielleicht gerade deshalb die Menschen aus der Not noch eine Tugend machen können:

Reifen-170520-034

Das ist da, wo der 4%-Ausländeranteil mit am geringsten in Deutschland ist, die AfD nach der SPD aber die zweitstärkste Partei im Landtag. Das ist da, wo Gäste willkommen sind – wenn sie sich als solche benehmen, nicht zur Last fallen, ihr Geld dalassen und danach wieder abreisen.

Rueckspiegel-170521-070

Zurückblickend muss ich sagen: Ja, das war ein interessantes Wochenende. Viel schönes Land, viel Ruhe, wenig Leute. Aber – ganz ehrlich – wohnen möchte ich da nicht, da Irgendwo im Nirgendwo! Da lob’ ich mir doch den “Echten Norden”!

504

Fotowettbewerb “ (Sieger) ehrung

19. Mai 2017

Moin. Hier ist der Sven. Dass ich den Fotowettbewerb gewonnen habe, das freut mich! Nächste Woche geht’s weiter, bin nämlich ab gleich über’s Wochenende Irgendwo im Nirgendwo in Meck-Pom. Bis denne …!

Klabauterfrau

Nun ist es soweit….es waren alle toll, alle haben etwas am auf unter und im Wasser gezeigt, ob Hund, Boot, Baum oder Kind. Gewinner seid ihr alle. Aber da es sich ja um einen Wettbewerb handelt, muss es auch einen etwas Besseren geben;)…..

Vielen Dank fürs Mitmachen, für das Voten und mitfiebern. Mir hat es Spaß gemacht, euch hoffentlich auch!

Also….Trommelwirbel…..

Platz 3 platz3hat die Klabauterfrau mit dem Zwerg gemacht! Da gratuliere ich mir doch einfach mal!

Platz 2Platz2, ein Ort zum Verweilen am Meer, hat die liebe einfachtilda gewonnen! ♥-lichen Glückwunsch!!!

Platz 1platz1 Ein Bild mit viel Bewegung in Schräglage, hat Sven gewonnen! ♥-lichen Glückwunsch! Dein Gewinn ist ein Bildchen von mir für dich geschossen und du darfst den Wettbewerb weiterführen:)

Allen anderen auch ♥-lichen Glückwunsch, wie heisst es so schön: Mitmachen/Dabeisein ist alles!

Lieber Sven, du weisst was zu tun ist! 😉

Ursprünglichen Post anzeigen

%d Bloggern gefällt das: