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Träume – oder Chaos im Kopf

28. Oktober 2018

Wenn Menschen schlafen, dann träumen sie – alle und immer. Das sagen Wissenschaftler. Nur oft kriegen wir davon nichts mit und meinen dann nicht geträumt zu haben. Wie auch immer, seit zweieinhalb Jahren (*) träume ich sehr häufig. Und das stört mich bisweilen.

SMimChaos1Dabei bin ich der Meinung, alles ordentlich in den „Schubladen meines Lebens“ verstaut zu haben. Doch mitunter beschleicht mich das Gefühl, dass irgend etwas in mir nachts die Schubladen immer wieder mal öffnet um nachzusehen, ob alles noch so seine Ordnung hat. Gefühlt sieht dass dann oft so aus wie zurzeit meine Wohnung: Chaos pur.

SMimChaos2

Nur ist dieser Anblick erklärbar, denn ich habe meine realen Schubladen leer geräumt und irgendwo muss das Zeug ja hin – die Möbel jedenfalls auf den Sperrmüll. Und die Inhalte? Oh ha, ich habe Utensilien gefunden, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie (noch) habe. Spätestens in 10 Tagen, wenn meine neuen Möbel kommen und alles wieder eingeräumt werden muss, werde ich das ein oder andere Teil wohl in den Müll werfen. Vielleicht werden dadurch nicht nur meine Schubladen in den Schränken übersichtlicher, sondern auch die in meinem Kopf: „Chaos geh‘ weg, ich räume auf!“

SM-GriesgramDie freudsche Psychoanalyse erklärt, warum dass mit den Träumen und dem häufig damit einhergehenden Chaos im Kopf so eine Sache ist. Der Freud-Schüler Jung entwickelte die These, dass unserem „bewussten Ich“ in jeder Nacht von unserer „Persönlichkeit Nr. 2“ ein Spiegel quasi zum Abgleich vorgehalten wird. Das Bild kann einen manchmal erschrecken: So griesgrämig empfinde ich mich doch gar nicht wie es der Spiegel aussagt. Vielleicht sind das die (Alb)-Träume, die nachhaltig in Erinnerung bleiben?

Träume – nebst Alb- vorweg und geplatzte – gepaart mit einem Chaos in den Köpfen mancher Politiker, werden sich heute nach 18:00 Uhr auch in Hessen und Berlin entwickeln. Ich fahren zu dem Zeitpunkt vielleicht gerade auf der A 7 über die Rader Hochbrücke und muss eventuell aufpassen, vor lauter Schreck über die hessische LTW-Prognose nicht in den Nord-Ostsee-Kanal zu stürzen. Das ist der Stoff, aus dem (Alb)-Träume gemacht werden und die für ein Chaos sondergleichen sorgen würden 😉

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15 Kommentare leave one →
  1. 28. Oktober 2018 13:02

    Moin Sven,
    es heißt ja so schön „nur ein Genie beherrscht auch das Chaos“ und wird ja auch wieder anders, wenn deine neuen Möbel da sind.
    Die Träume kommen aber wohl nicht von diesem sichtbaren Chaos, sondern eher dem Chaos im Kopf denke ich. Denn geht mir seit einiger Zeit genauso, dass mein Hirn und Gemüt irgendwie nachts noch einiges aufarbeitet, was im Laufe der Zeit irgendwie belastete…
    Liebs Grüßle von Hanne und hab noch einen richtig schönen erholsamen Tag 🍀

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    • 30. Oktober 2018 09:34

      Moin Hanne. Du hast recht. Nächste Woche sieht es hier wieder anders aus. Bis dahin bin aber auch so viel unterwegs, dass ich kaum Zeit hätte, die neuen Möbel aufzubauen – Ikea, man weiß ja nie 😉 – und alles wieder einzusortieren.
      Mit meiner Träumerei sieht es in der Tat anders aus. Nach dem Tod meines Sohnes 2016 hatte ich erst Albträume, dann konnte ich wenigstens das Alb streichen. Vielleicht haben mich die 33 Jahre mit seiner Behinderung und dann die Umstände zu seinem Tod doch mehr belastet, als ich es mir je zugestanden habe. Nun wird aufgeräumt 😉
      Grüße!

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      • 30. Oktober 2018 20:39

        Musste erst einmal verdauen, dass dein Sohn vor 2 Jahren gestorben ist Sven. Denn schon der Gedanke ein Kind zu verlieren, wäre für mich die Hölle und kann den Grund für deine Albträume sehr gut verstehen.
        Die vielen Jahre mit deinem Kind mit Behinderung, verbinden ganz besonders denke ich, ist ganz bestimmt auch sehr tief in dir verankert…. und ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass die noch immer Belastung im Herzen, einer liebevollen Erinnerung an eure gemeinsame Zeit weicht.🍀🌼
        Grüßle und schöne Träume

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      • 31. Oktober 2018 11:06

        Moin Hanne. Ja, ich war 33 Jahre so was wie sein Mund, seine Ohren, seine Augen. So haben wir das immer ausgedrückt. Das war mehr als mein halbes Leben. Und ich könnte anders mit seinem Tod umgehen, wenn „seine Zeit um gewesen“ wäre und nicht ein Behandlungsfehler zu seinem Tod geführt hätte. Tja, und damit lebe ich nun ….
        Grüße von der Ostsee!

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      • 31. Oktober 2018 13:25

        Das ist besonders hart und nur sehr schwer, wenn überhaupt zu verkraften, zu verarbeiten…
        Ich wünsche dir vom ganzen Herzen ganz viel Kraft und Zuversicht lieber Sven! 🍀

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  2. 28. Oktober 2018 15:56

    Beim Aufräumen Sachen wiederzufinden wäre bei mir schon ausreichend für Träume, die man sogar im Schlaf schon bemerkenwert findet.

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    • 30. Oktober 2018 09:42

      Moin. Tja. Nach meiner Veränderung vor Jahren von großes Haus auf kleine Wohnung habe ich viel entsorgt. Aber so ein paar kleine Teile sind noch da – vielleicht ist besonders eine Schrankschublade beim Umzug hier an die See auch nie ausgeräumt worden. Da ist z. B. in einer kleinen Pappschachtel eine Locke. Von wem? Von mir nicht! Vom Sohn, von der Tochter oder gar von meiner Ex? Dazu ein paar Schmucksachen … keine Ahnung! Aber wegen der Sachen werde ich garantiert keine traumbelastenden Nächte habe 😉
      Grüße ins Wendland

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  3. 28. Oktober 2018 16:25

    Das Gitter auf der Brücke wird einen Sturz verhindern.
    Ich weiß gar nicht, was ich für die Hessenwahl am liebsten für einen Ausgang hätte. Einen Spahn oder eine Uschi als Nachfolge für Angela ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei.
    Mit Gruß von mir

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    • 30. Oktober 2018 09:48

      Moin Clara. Ein Gruß von mir zurück!
      Tja, die Zeit hat deinen Kommentar eingeholt. Die Uschi kannst du streichen. Setze dafür neben den Spahn die Annegret und den Friedrich ein. Ich bin gespannt, wie sich die Union ausrichten wird …. und wie sich das bei den nächsten Wahlen auswirken wird.
      Der Wähler wird’s schon richten 😉
      Ach so, die Rader Hochbrücke habe ich unfallfrei passiert 🙂
      Bis später!

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  4. 28. Oktober 2018 17:00

    Manche Sachen habe ich aus dem Haus längst verbannt, aus Angst, sie wiederzufinden. Die, die ich jetzt finden könnte, sind es wert zu bleiben 😎

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    • 30. Oktober 2018 09:53

      Moin Tina.
      Schön nach „1000 Jahren“ wieder von dir zu lesen und ich werde mich gleich mal durch deinen Blog klicken. Ja, vieles habe ich vielleicht aus gleichen Gründen ja auch längst entsorgt und einiges möchte ich aus sentimentalen Gründen auch unbedingt behalten – aber nun habe ich einige Sachen gefunden, bspw. eine Haarlocke in einer kleinen Pappschachtel, was ich nicht zuordnen kann: Sohn, Tochter, Ex? Ich werde meinen kriminalistischen Spürsinn einsetzen 😉
      Grüße nach Wulmsbergbachdorf, oder so, oder hat es dich woanders hin verschlagen?
      Grüße aus Scharbeutz

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  5. 30. Oktober 2018 21:16

    Nee, bin immer noch hier und bleibe auch? Es sei denn, jemand schenkt mir einen Resthof im Kehdinger Land 😆

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