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Disse Klookschieters

17. Februar 2019

kl-Klookschieter

Was regelmäßige Leser meines Blogs wohl ahnen: Ich genieße den Ruf des Klookschieters und bin stets bemüht, diesen auch zu wahren. Das meine ich durchaus so, wie ich es schreibe. 😉 Na ja, jeder von uns hat halt seine Rolle und Mann tut eben das, was Mann kann. 😉

Mittlerweile wird mir diese Rolle allerdings streitig gemacht: Von einem zweieinhalbjährigen Mädchen, das zudem nur kindisch spricht und der hochdeutschen Aussprache noch nicht so richtig mächtig ist. Wenn dieses kleine Kind mit erhobenem Zeigefinger doziert, uns / mir die Welt erklärt, dann klingt das bisweilen zwar lustig, aber manchmal braucht man einen Übersetzer. Beispiel: Kalimpana heißt Kaliumpermanganat und ich schwör’, das hat sie nicht von mir!

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Von mir hat sie auch nicht die Geduld beim Puzzeln. “Dat pat nich Opa! Dat mut noch waten!” Ein s, z oder ch geht ihr noch nicht so über die Lippen. Oder Stimmbänder. Als ich ihr erklären will, dass das Puzzleteil nicht passt: “Dotz Opa, dat pat dahin!” Ich denke mir: “Disse lüdde Klookschieterin, de jümmer allens beter weet un verbetert.”

Und wenn sie etwas will, was wir nicht wollen: “Dotz. DOTZ!” Über dotz amüsiere ich mich am meisten und langsam keimt bei mir ein Gefühl: Das Kind neigt zum Widerspruch. Oder will Opa ärgern. Oder beides 😉

Ihre Mutter, was meine Tochter ist, hält sich in diesen Momenten grundsätzlich raus und meint gelegentlich nur: “Ihr beiden Klookschieters!” Dabei ist das das einzige Wort, was sie unfallfrei auf Plattdeutsch aussprechen kann. Mal ehrlich, es ist doch so: Op Plattdüütsch klingt Klookschieter manierlicher als de hochdüütsche Übersetzung. Un is ook manierlicher gemeint. Isso!

Wie bin ich überhaupt darauf gekommen? In meinem letzten Fotoblog-Beitrag hat eine Leserin einen, ich zitiere sie selbst und sie ist mir hoffentlich nicht böse, dass ich das tue, “nörgeligen Kommentar” hinterlassen: “Viel zu warm kann ich nicht finden ….” Das ist natürlich eine Steilvorlagen für jeden Klookschieter 😉 Der Deutsche Wetterdienst dazu:

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Alles was rot ist, sind höhere Temperaturen als im mittleren Tagesmittel. Ganz schön rot … nicht nur jetzt im Februar. Aktuell von gestern und heute habe ich noch ein paar Bilder: Zu warm ist, wenn …

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Große und kleine Klima-Öko-Füße

12. Februar 2019

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Die letzten Tage. Tour in die Alte Heimat, Besuche hier und da, u. a. bei einer alten Freundin. Wir sitzen gemütlich am Holzofen, das Feuer knistert so vor sich. Bei dem Shitwetter draußen ein heimeliges Gefühl. Es klingelt. Eine Freundin der Familie. Mit ihrer pubertierenden Tochter im Schlepptau will sie nur mal Guten Tag sagen.

Wir kommen ins Gespräch und das Mädel erzählt stolz von ihrer ersten Teilnahme an einer Demo: Fridays for future. Gemeinsam gegen die Klimakrise: Der Kohleausstieg käme zu spät, er entspräche nicht dem Paris-Abkommen, die Rechnung ginge an die junge Menschen, usw.. So sprudelt es aus ihr heraus und irgendwie kommt es mir vor wie eine auswendig gelernte und zu schnell vorgetragene Geschichte. Die Mutter findet es jedenfalls gut, dass die ganze Klasse mit dem Lehrer zur Demo gefahren ist und man das Thema in der Schule vor- und nachbereitet habe: “Die Kinder können ja nicht früh genug lernen verantwortungsvoll mit dem Klima umzugehen.”

Der Holzofen gibt eine wohlige Wärme ab und das Mädchen findet das viel toller als die Heizung zuhause. Die Mutter erzählt noch vom nächsten Urlaub: Mit dem Flieger geht’s nach Barcelona, von dort auf eine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer. Als sie sich verabschieden und in einen dicken Diesel-SUV einsteigen, denke ich: “Meier, finde den Widerspruch!”

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Die Demos der Kids wegen des Klimas, Greta Thunberg usw., ja, ich finde das alles gut! Noch besser, wenn die Demos in den Unterricht implementiert werden. Und doch frage ich mich, ob gleichermaßen über den persönlichen Klima-Öko-Fußabdruck gesprochen wird? Wie groß ist der und wie könnte der verkleinert werden? Vielleicht findet man dann Holzöfen wegen der hohen Feinstaub-Emissionen nicht mehr so toll, macht sich Gedanken über die CO2-Umweltbelastungen einer Flug- und Schiffsreise und hinterfragt, ob das nächste Auto wegen der Stickoxide nicht eine Nummer kleiner ausfallen könnte. Und so weiter. Das Wissen um all das ist Macht – und Umweltschutz findet nur statt, wenn sich Konsumenten ihrer Macht bewusst werden und diese einsetzen!

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Wer seinen Fußabdruck abschätzen lassen möchte folge dem Link –> KLICK oder drucke sich ein pdf aus. Meiner liegt Pi mal Daumen bei 4,7 gha (global Hektar). Das überrascht mich. Aber der Wert ist ja nur eine grobe Schätzung und als Vielfahrer habe ich ein kleines, sparsames Auto mit Euro 6. Von daher dürfte der Wert niedriger sein. Trotzdem: Nachhaltig ginge auch bei mir anders – aber so klein wie der meines Enkelkindes wird er nie mehr sein – Bild oben: „Opa hat gant grote Füße, ich gant kleine“ 😉

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Wer weiß das schon?

7. Februar 2019

In Schleswig-Holstein meinen – mal wieder – Politiker feststellen zu müssen, dass der damalige Reichskanzler Hindenburg kein ausgewiesener Demokrat war, sondern ein Wegbereiter Adolf Hitlers. Deshalb solle der Hindenburgdamm in Sylt-Damm umbenannt werden.
Hindenburgdamm-NDR-bAntwort der Deutschen Bahn: Die Bahnverbindung nach Sylt heißt offiziell Strecke 1210. Den Namen Hindenburgdamm gibt es nur im Volksmund, er hat seinen Ursprung in der Eröffnungsrede des damaligen Generaldirektors der Deutschen Reichsbahn 1927. Aus dem Grund gibt es keinen Anlass einen Begriff zu ändern, den es offiziell nicht gibt. Aber wer weiß das schon?

Bürgergeld-bDie SPD-Chefin  Nahles will Hartz IV in Bürgergeld umbenennen. So ging es gestern durch die Nachrichten.
Dazu mein Journalisten-Freund: In keinem Sozialgesetzbuch oder anderem Gesetz steht der Begriff Hartz IV. Es heißt richtig Grundsicherung oder ALG II. Wie will sie einen Begriff ändern, den es nur im Sprachgebrauch gibt? Aber wer weiß das schon?

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Mein Haarschneider segnet so langsam das Zeitliche und bevor er mitten beim Schneiden seine ihm zugedachte Arbeit einstellt, was fatal wäre, will ich mir ein neues Gerät anschaffen. Nach Recherchen im Internet ist meine Entscheidung gefallen und ich kenne die Preise.
Ich gebe gerne ein, zwei Euro mehr aus, wenn ich ein Teil vor Ort kaufen kann, statt es mir liefern zu lassen. Also gestern ab in den nahen Saturn-Markt: Ja, die Maschine ist vorrätig, kostet 55,99 €.  „Fünfundfünfzigneunundneunzig! Nee näh?“ Ich erwähne den Online-Preis, immerhin 13 € weniger, der Gegenwert von mehr als zehn Kugeln Eis!
Verkäufer: “Ja selbstverständlich kriegen sie auch den Online-Preis, sie müssen uns nur darauf ansprechen!” Na toll! Aber wer weiß das schon?

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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen!

5. Februar 2019

“Ich kann’s nicht mehr hören!”, so eine Bekannte vor ein paar Tagen in einem sehr bestimmenden Ton. Beifall. Wir sitzen in kleiner Runde zusammen, Glas Wein, ein Klönschnack am Abend. Und ich schwör, ich habe nicht angefangen zu politisieren. Ehrlich nicht! Irgendwann fiel dann doch einer dieser Polit-Begriffe, die wahrscheinlich viele von uns nicht mehr hören wollen können. Oder so ähnlich. Ich denke an Karl Valentin: „Es ist schon alles gesagt …!“ Themawechsel!

Nun haben wir seit dem Wochenende wieder so ein Polit-Thema, das auf gutem Wege ist, ebenfalls in diese Rubrik zu fallen. Ihr wisst schon … – und wieder fällt mir Karl Valentin ein: “Es ist schon alles gesagt …!” Wir Bürger sind doch nicht kognitiv unterbelichtet und können uns selbst eine Meinung bilden. Dafür brauchen wir nicht den x-ten Beitrag und die x-te Talkrunde.

Grundrente-ankreuzen-bIm Grunde geht es nur darum: Ist es gerecht, wenn bei erfüllten Voraussetzungen eine Grundrente auch ohne Bedarfsprüfung gezahlt wird? Für den Single-Rentner mit Anspruch auf Grundsicherung oder Wohngeld mag das (fast) jeder bejahen. Für den Ehepartner mit Mini-Rente gibt es sicher unterschiedliche Meinungen, wenn die Gesamtrente beider Eheleute oberhalb der Bedarfsgrenze liegt. Denn letztlich wäre es das Geld von uns Steuerzahlern. Ich sag mal … an dieser Stelle nix dazu – außer: In der Schweiz wäre das vielleicht etwas für eine Volksabstimmung 😉

Na ja, wir werden sehen. Und hören. Gelesen habe ich in einem Kommentar, das von Arbeitsminister Heil (SPD) eingebrachte Papier sei die vorprogrammierte Sollbruchstelle der GroKo. Angesichts der dezimalsozikratischen Umfrageergebnisse könnte ich die Genossinnen&Genossen der ehemaligen Volkspartei durchaus verstehen.

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Mir fällt dazu keine Überschrift ein: FASD

2. Februar 2019

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Der Vers ist ein Ausschnitt der Blog-Seite von hanneweb: “Wahre Worte” – oder wie Karl Valentin heute wohl sagen würde: “Der Mensch is guad, de Leit‘ san schlecht!”

In solchen Momenten denke ich oft an die Kleinsten unter uns, an “sind so kleine Hände”.

Nein, Kinder werden nicht böse geboren, grundsätzlich nicht. Der renommierte US-Psychiater Eric Berne hat sich vor ~70 Jahren in seiner Transaktionsanalyse sinngemäß so ausgedrückt: “Der Mensch folgt einem Lebensskript. Das ist ein unbewusster Lebensplan, der in der Kindheit aufgestellt, von den Eltern beeinflusst und durch spätere Ereignisse gerechtfertigt wird.” Mittlerweile wissen wir, dass das zwar richtig, aber nur ein Teil der Wahrheit ist. Früher sagte man, “das wurde dem Kind mit in die Wiege gelegt”, heute nennen wir es eine unvermeidbare genetische Disposition oder eine vermeidbare embryonale Entwicklungsschädigung: Für all das kann ein Mensch nichts, doch es ist das Papier, auf dem der Lebensplan geschrieben wird.

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Bis vor ein paar Monaten hatte ich noch nichts von FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) gehört. Erst als es bei einem von mir ehrenamtlich betreuten Schützling diagnostiziert wurde, habe ich mich damit beschäftigt. Sicher, wir wussten, dass die Mutter des mittlerweile Jugendlichen während der Schwangerschaft alkoholabhängig war, deshalb kam er auch in eine Pflegefamilie. Aber über seine Verhaltensweisen haben wir uns trotzdem mitunter gewundert, konnten sie oft nicht richtig einordnen. Mit dem Wissen von heute relativieren sich die bösen Eigenarten (um bei dem Begriff böse zu bleiben): Antisoziales Verhalten, emotionale Auffälligkeiten und mentale Defizite sind alltäglich. Siehe dazu bspw. FASD bei Schulkindern und das erklärt dann einiges. “Was kann ein Kind dafür, wenn es bereits im Mutterleib durch Alkohol geschädigt wurde?”

Manches erinnert mich dabei an ASS (Autismus-Spektrum-Störungen). Autisten sind zumeist durch genetische Ursachen in ihrer Entwicklung gestört – obwohl sie sehr intelligent sein können: Albert Einstein gilt heute als Genie einerseits, anderseits als ein Asperger-Autist mit diversen Verhaltensauffälligkeiten.

In diesem Kontext hat das o. g. Einstein-Zitat für mich eine besondere Bedeutung. Wenn ich “das Böse” als Begriff weitläufig auslege und manche Verhaltensoriginalität wertneutral als böse einstufe, dann wird schnell klar, dass – egal ob FASD oder ASS – die davon Betroffenen dafür nichts können. Sie benötigen nicht nur unsere Hilfe, sondern ebenso unseren Schutz davor, “das Böse nicht zuzulassen”. Vielleicht hat Einstein das sogar so gemeint, nämlich auch auf sich selbst bezogen?
Beispiel Trump: Sein auffälliges Verhalten veranlasst spätestens seit seiner Wahl zum US-Präsidenten weltweit Psychiater ungefragt Ferndiagnosen medial zu präsentieren. Nach Einstein würde nicht der böse Präsident die Welt bedrohen, egal was ursächlich für das Böse in ihm ist, sondern die Menschen um ihn herum, die ihn unterstützen. Steile These 😉

Plakat der US-Organisation arcmeck.org aus dem Jahr 2013

Hinweis: 1. Mein Beitrag erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Als Quellen dienen mir Unterlagen aus Fortbildungen der Lebenshilfe und eigene Recherchen auf Fachseiten. 2. FASD ist ein Sammelbegriff und steht auch für das fetale Alkoholsyndrom (FAS). 3. ASS führt die unterschiedlichen Autismustypen zusammen.

Bemerkung: Nach meinen Erfahrungen mit einem FAS-Kind, einigen Autisten und Kindern mit ADHS/ADS, habe ich wegen gleichender Symptome bei einer Dipl. Pädagogin nachgefragt. Die Antwort hat mich überrascht: FAS(D) wird meist nur in spezialisierten Kliniken diagnostiziert. Für Kinderärzte und Psychologen ist oft eine andere Diagnose … einfacher, weil sie dann nicht den Alkoholismus in der Familie ansprechen müssen. In Deutschland werden geschätzt jährlich 10.000 Kinder mit FAS(D) geboren, wovon die meisten allerdings ohne Diagnose bleiben und damit auch nicht die Hilfen bekommen, die sie so dringend benötigen.

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WhatsApp und was sich ab heute ändern kann(!) wird(?):

1. Februar 2019

Handy_WhatsApp2014 übernahm Mark Zuckerberg bzw. sein Facebook-Imperium den Messengerdienst WhatsApp. Dessen Gründer Brian Acton und Jan Koum hatten sich damals zusichern lassen, dass WhatsApp in den ersten fünf Jahren nicht für finanziellen Profit genutzt werden darf. Heute am 1. Februar 2019 endet diese Vereinbarung, WhatsApp darf nun Werbung einspielen. Berichten zufolge soll das über die Statuszeile geschehen.

In einem Interview vor ein paar Monaten mit dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes gab es deshalb eine Abrechnung von Brian Acton mit Mark Zuckerberg, auch weil wegen der Werbung die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in den Chats angeblich aufgeweicht werden soll. Die Verschlüsselung sorgt derzeit dafür, dass niemand den Chat mitlesen kann. So es denn backdoors nicht doch möglich ist …?

Schlimmer noch: Zweieinhalb Milliarden Menschen nutzen derzeit mindestens eine der drei Apps des Facebook-Imperiums: WhatsApp und Facebook für Chats; Instagram für Bilder. Mark Zuckerberg hat nun angeordnet, die Technik dieser drei Dienste zu vereinen. Die Apps sollen zwar eigenständig bleiben, die Nutzer aber Nachrichten zwischen ihnen über eine gemeinsame Infrastruktur versenden können. Das deutsche Bundeskartellamt prüft deshalb, wie der Datenaustausch zwischen den Apps aussehen wird und ob er gegen das Wettbewerbsrecht verstößt? Ich werde das weiter verfolgen und mich ggf. nach Facebook ebenso von WhatsApp verabschieden.

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Schon heute verzichtet meine Familie zumeist auf Produkte aus dem Hause Zuckerberg und Nachrichten werden per Mail oder SMS/MMS übermittelt – oder wir telefonieren. Auch das funktioniert nämlich noch mit einem Smartphone 😉

Dieses Bild zum Thema “3 Affen” und noch einer 😉 Dabei hat es den 4. Affen nach dem Spruch des Konfuzius schon immer gegeben: ”… fei li wu dong” – sinngemäß übersetzt: „Tue was einem angemessenem Verhalten entspricht” – was man von diesem 4. Affen nicht unbedingt behaupten kann. Aber vielleicht entspricht das ja dem Zeitgeist? “Herr und Meister! Hör mich rufen! Herr, die Not ist groß!” 😉

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Warum haben Rechtsanwälte Jura studiert?

27. Januar 2019

Vor ein paar Tagen, Geburtstagsfeier. Gefühlt sind fast nur Mathematiker, Informatiker und noch so’n paar studierte -matiker unter den Gästen. Einer fragt: “Warum haben Rechtsanwälte Jura studiert?” Antwort eines anderen: “Weil sie das müssen, um Rechtsanwalt zu werden.” – “Nein, weil sie kein Mathe können!”  Haha! Witz komm raus, du bist umzingelt. So’n Klogschieter – aber das sage ich besser nicht, ich denke mir nur meinen Teil:

Verbrenner-aus-bis

😉 Ich denke, dass 1 plus 1 auch gleich 0 sein kann und dass alles – wie ich gelernt habe – nur eine Frage der Definition ist.
😉 Ich denke an den Ingolstädter Handwerksmeister, der eben wegen solcher Definitionen nicht mehr für Ingenieure von Audi und Siemens arbeitet.
😉 Ich denke an meine Skepsis gegenüber Statistiken und wissenschaftlichen Untersuchungen
😉 und ich denke mir, dass viele dieser jungen –matiker zwar gute Theoretiker sein mögen, aber oft weit von der Praxis entfernt sind. Natürlich kann man mir vorrechnen, dass mein Polo nur 3,4 l Diesel auf 100 km verbrennt, theoretisch, aber in der Praxis sind es eben durchschnittlich fast 5! Usw.!

Dann gibt’s noch die Wahrsagung um den Niedergang der deutschen Wirtschaft im Allgemeinen und der Autoindustrie im Besonderen: “Die blödsinnigen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide vernichten Arbeitsplätze”. Dazu: Faktencheck auf SPON

Ich will das Thema hier gar nicht vertiefen. Fakt ist, dass Staaten den Ausstieg aus dem Verkauf von Verbrennermotor-Autos beschließen. Für China und Indien (über 1/3 der Weltbevölkerung) mögen wirtschaftliche Interessen wegen der eigenen E-Autoindustrie ebenso bedeutend sein, grundsätzlich geht es jedoch um den Klimawandel und gleichermaßen um den Schutz der Menschen. Wollen sich die deutschen Autohersteller ihre asiatischen Märkte erhalten, müssen sie sich dem stellen und nicht über europäische Grenzwerte lamentieren. Sollen die Studierten zeigen, dass sie das können …! Sonst fahren wir hier irgendwann E-Autos bspw. aus dem chinesischem Autokonzern Geely, zu dem heute schon Volvo gehört und der mit knapp 10% Daimler-Großaktionär ist.

Mir ging das Geseier irgendwann auf den Zwirn und ich wurde zum bad boy: “Warum haben Rechtsanwälte Jura studiert?” – um die fragende Antwort gleich selbst zu geben: “Vielleicht, weil sie uns Verbraucher vor den Mathematikern mit ihrem Theorie-Wissen schützen wollen?” Spaßverderber zu sein kann ja so viel Spaß machen 😉

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