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I’m back – seid ihr noch da?

22. August 2016

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Moin. Ich melde mich aus meinem „Sommerloch“ zurück. Sieben Wochen ohne. Jedenfalls ohne bloggen. Teilweise auch ohne Sonne. Das Wetter war mitunter ganz schön herbstlich. Oder aprillich. Aber egal, in Erinnerung bleiben die schönen Tage.

Apropos Erinnerung: Ich muss überlegen, wie lange was her ist: EM, Nizza, München, Türkei? Nur bezogen auf die letzten sieben Wochen. Die Zeit ist schnelllebig und wir vergessen schnell. Es wird nicht lange dauern, dann wird auch kaum noch jemand über „Rio“ sprechen. Die SZ titelte heute Morgen: Der zynische Abschied von Rio. Ja, so kann man das wohl nennen.

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Dunkele Wolken überall, davon hatten wir im Sommer genug. So oder so. Meistens wird es auch wieder hell. Nur blöd, wenn der Wind aus der anderen Richtung weht und die hellen Wolken am Horizont einen nicht erreichen. Dann bleibt nur die Hoffnung, dass der Wind sich wieder dreht.

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Dass „der Wind sich dreht“ hofft sicher auch Kanzlerin Merkel. „Die ersten Tage nach dem Urlaub sind nie schön. Das kennt jeder. Für die Kanzlerin gilt das in diesen Tagen aber wohl besonders.“ So beginnt ein Artikel auf ntv, Titel: Nichts als Probleme für Merkel: Irgendwie muss sie es schaffen. Frage: „Aber wie?“

Manchmal gehört Mut dazu, etwas zu tun, was man vorher nicht für möglich gehalten hat. Das weiß jeder, der sich bspw. auf einen Baumwipfelpfad begibt und dann durch Glasplatten 30 m in die Tiefe blickt. Oder so ähnlich. Wir haben dazu ein Sprichwort: „Keen alltoveel Bedenken heegt, bringt ok ni alltoveel toweeg!“

Ich sag‘ mal …: „Machen, ganz pragmatisch und bitteschön ohne populistische Ausschweifungen!“ Der von der Ex-DDR ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann hat es einmal so gesagt: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Dass man den Mut im Herzen hat sich zu korrigieren, und zwar nicht nur so unter der Bettdecke, heimlich, still, sondern richtig sagen: Ich bin nicht mehr meiner Meinung.“

Ob wir es nun „machen“ oder „sagen“ nennen, es ist in jedem Fall das Gegenteil einer zögerlichen Haltung, von „alltoveel Bedenken heegen“, was wieder einmal unserer Kanzlerin zugeschrieben wird. Was will oder wird sie damit „toweeg“ bringen? Freut sich am Ende nur die AfD?

Schluss mit Politik, dafür zum Fußball, was viele genau so wenig interessiert. Was den Sommer über auf dem Transfermarkt so abgegangen ist, welche irrwitzigen Summen für den ein oder anderen Spieler bezahlt worden sind, habe ich nur so am Rande mitbekommen – aber das hat gereicht. Der Fußballer als Handelsware – das ist nichts für Romantiker. Und der Fußballer als Geschäftsmann, als ICH-AG. Eine Identifikation mit einem Verein ist dabei nur hinderlich, bestenfalls gespielt. Natürlich gibt es Ausnahmen, Spieler wie Lahm oder Müller, aber die muss man suchen. Es lebe der Kommerz. Ich werde heute O. mal fragen, ob er sein altes Götze-BVB-Trikot wieder aus der hintersten Ecke seines Kleiderschrankes hervorgekramt hat? Trotz alledem: ich bin gespannt, wie die neue Bundesliga-Saison verlaufen wird. Bayern München zum Fünften? Oder können die Dortmunder in diesem Jahr Paroli bieten und am Ende vor den Bayern sein? Das wird vielleicht auch von dem Ex-Dortmund-Bayern-Spieler Götze abhängen.

Nr. 433 ^.^

Sommerpause – bitte wenden Sie sich an die zahlreichen „Experten“ im Netz ;)

1. Juli 2016

Alle Jahre wieder: Meine Blog-Sommerpause.

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Wie in den letzten Jahren auch, mache ich zur Überbrückung des Sommerlochs wieder eine Pause, nehme quasi meine Sommerferien. Wahrscheinlich werde ich die Zeit nutzen müssen, mir einen neuen „favorite Beach“, sprich eine neue Wohnung zu suchen. Mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen werden ….

[432] Senf-Wuerstchen-Schild

Angesichts der aktuellen Ereignisse weiß ich zwar nicht, wie tief das diesjährige Sommerloch medial ausfallen wird, aber die vielen „Experten“ im Netz werden es zu füllen wissen. Manchmal denke ich:

„Wie einfach war das früher. Da hatte ich morgens die regionale Tageszeitung, abends die Tagesschau und in der Woche für das links-intellektuelle Gemüt noch den SPIEGEL. Und heute? ‚Millionen Experten‘ tummeln sich im Netz. Wirtschaftsfachleute, Politikwissenschaftler,  Bundestrainer – manchmal alles gleichzeitig – und einige davon nennen sich sogar noch ‚Journalist‘.“

„Toll“ finde ich es immer, wenn im nächsten Portal vom nächsten „Experten“ genau das Gegenteil von dem zu lesen ist, was der erste „Experte“ behauptet. Oder meint. Jeder darf ja meinen. Komisch wird es nur, wenn das Gemeinte als das alleinig Richtige dargestellt wird.

Wer angesichts des „Brexit“ nicht weiß, was er von alledem halten soll, dem biete ich ein halbes Dutzend nicht repräsentativer Schlagzeilen von Plattformen europäischer Nachbarn an:

Nichts dabei? Wie wäre es mit einer Überschrift aus dem betroffenen Großbritannien und einer aus Deutschland:

Heute, eine Woche nach dem Referendum der Briten, bewahrheitet sich wieder eine alte Weisheit: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Die vielen „Experten“ haben wohl doch mehr Panik verbreitet als angebracht war.

So, bis in ein paar Wochen, höchstwahrscheinlich,
vielleicht gibt’s zwischendurch ein paar Fotos im Fotoblog,
-> hier noch welche vom Junibis denne, habt einen schönen Sommer!

Nr. 432 ^.^

„Myexit“ – oder jedem seinen „_exit“ …

26. Juni 2016

„Exit“ ist zurzeit in Mode. „Aus, raus, weg“. Die einen wollen sollen, die anderen sollen nicht wollen, aber müssen. Undsoweiter. Und so ist das Wort mit allen möglichen Buchstaben vor dem „_exit“ derzeit in aller Munde. Die Briten haben ihren „Brexit“ mit dem Austritt aus der EU. Für die einen ist es ihr #IndependenceDay, bei den anderen folgt die Ernüchterung: #WhatHaveWeDone. Und für unsere Fußballer könnte bei der EM am kommenden Samstag – ich habe da so eine Ahnung – der „Dexit“ im Viertelfinalspiel gegen Spanien folgen. Ok, erstmal muss Deutschland heute gegen die Slowakei gewinnen und Spanien gegen Italien, sonst heißt es schon vorher: „Aus, raus, Urlaub ab morgen!“

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Noch ein Satz um „Brexit“: Wenn Politik am Stammtisch entschieden wird, dann ist das gefährlich und wir haben das, was wir jetzt haben. Das meint jedenfalls Tanja Dückers auf Zeit-Online und ich kann dem nur beipflichten.

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„Oppa“ würde jetzt sagen: „Die Welt wird schon nicht untergehen“ – nach dem „Brexit“ – und „Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch“ – in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Briten. Apropos „Untergang“: Nach deftigen Regenfällen gestern sah die Strandallee in Timmendorfer Strand gestern so aus …,

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… aber heute ist wieder alles gut. Ein paar Schäden, aber nichts Schlimmes, was nicht zu reparieren wäre. Genau so wie bei den „_exits“. Einschließlich meines „Myexit“ – ich soll auch „raus wollen“, nämlich aus meiner Wohnung. Die soll verkauft werden und das geht besser, wenn der Mieter seinen Auszug erklärt hat.

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Dazu später mal mehr, wenn Dinge spruchreif sind. Und letztlich ist das natürlich – wie so oft im Leben – auch eine Frage des Geldes.

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„Augen zu und Karte durch“ ist schnell gesagt. Aber ich möchte später nicht auch twittern: #WhatHaveWeDone. Allerdings sehe ich es auch so – gleiches sollte notwendigerweise nach dem „Brexit“ zur Vermeidung weiterer „_exits“ ebenfalls für die EU-Institutionen gelten: „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“ – man muss ihn nur nutzen!

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Nr. 431 ^.^

Glück und Verarschung [#Commerzbank]

4. Juni 2016

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Die gute Meldung – unser Glück – zuerst – und niemand „hier oben“ möchte mit den Betroffenen im Süden der Republik tauschen: von den Unwettern mit Überschwemmungen sind wir hier in Ostholstein / Lübeck verschont geblieben. Wenn es deftig kommt und die Trave in Lübeck über die Ufer tritt, ist die Straße „An der Obertrave“ hier unter Wasser.

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Eine zum Wasserstandsanzeiger umfunktionierte Wäschestange steht absolut im Trocknen. Sie lässt jedoch erahnen, wie hoch das Wasser bei NO-Wind (drückt die Ostsee in die Trave) plus Regen (das Wasser will über die Trave in die Ostsee) hier stehen kann. Wäschestange? Ja, aber dazu später mehr.

Nun zum zweiten Teil.

Keine Kontogebühren bei EM-reifen Leistungen

So wirbt die Commerzbank um Kunden. Die Werbung hatte ich jetzt im Briefkasten.

Wechseln sie jetzt zum kostenlosen Girokonto1 mit 100 Euro Startguthaben2. Man beachte bitte die hochgestellten Ziffern:

Commerzbank-Girokonto (1)

Und die nenne ich erstens eine „Verarschung“ und zweitens „eine Diskriminierung aller Geringverdiener, Mindestlohnbezieher, usw.!“ Dabei gibt es durchaus Banken, die ein kostenloses Girokonto an keinen Mindestgeldeingang knüpfen.

Commerzbank-Girokonto (2)

Wie so oft ist es das Kleingedruckte, das den Unterschied macht. Wie hoch muss ein Stundenlohn sein, um permanent auf über 1.200 € monatlich netto zu kommen? Auch in Monaten mit mal 19 Arbeitstagen? Für einen Ledigen mit Steuerklasse 1 dürften 10 Euro nicht reichen. Und bist du mal länger krank und erhältst nur noch Krankengeld, bist du schwuppdiwupp unter der Grenze und wirst monatlich noch mit knapp 10 Euro Gebühren von der Commerzbank „bestraft“! Wenn das die Commerzbank unter „EM-reifen Leistungen“ versteht und unsere Fußballer bei der kommenden EM so spielen sollten, dann scheiden sie schon nach der Gruppenphase aus!

Preishammer – nur zum Mitnehmen

Drucker-Fehler

Manchmal geht ein Teil kaputt. Gefühlt meist unmittelbar nach Ablauf der Garantie. Und wenn kein Blick in das Handbuch hilft, dann will oder muss man Ersatz haben.

Am Dienstag hat mein Drucker seinen Geist aufgegeben. Unwiderruflich. Also bin ich in den nächsten Elektronik-Fachmarkt gefahren und war im ersten Moment überrascht: „Preishammer“ stand da, ein Angebot! Doch dann kamen mir Zweifel – berechtigte, wie sich noch herausstellen sollte.

Drucker-Angebot

War das wirklich so ein „Preishammer“? Vielleicht für die, die ein Gerät lieber gleich mitnehmen wollen. Aber war mir das so wichtig? Und ich hatte andere Preise im Kopf.

Wieder zuhause habe ich beim Onlinehändler nachgeschaut.

Für das gleiche Teil will der 20 Euro weniger haben. Klar, ich weiß, Fachmärkte heißen Fachmärkte, weil sie angeblich beratendes Fachpersonal haben. Angeblich, immer stimmt das auch nicht. Und bei so einem 08/15-Ding brauche ich keine Beratung. Also habe ich online bestellt und keine 48 Stunden später war der Drucker ausgetauscht. Nun habe ich den Gegenwert von 20 Kugeln Eis mehr auf dem Konto. „Geiz kann geil sein“, wenn man weiß, wie und wo. Die 25 % mehr als beim Online-Händler auch noch als vermeintliches Angebot zu deklarieren, empfand ich dann doch als eine …, aber lassen wir das.

Drucker-Preis-

Das Unterwäscheprivileg

Zurück zur Wäschestange. Dazu gibt es eine Geschichte, die vom „Unterwäscheprivileg“:

In Lübeck an der Obertrave dürfen die Anwohner noch ganz offiziell ihre Wäsche an der Straße aufhängen (siehe Foto oben). Das ist ein Privileg aus dem 14. Jahrhundert, weil es im angrenzenden Gängeviertel keinen Platz dafür gibt. Das darf man in keiner anderen Großstadt Deutschlands. Die Straße wird deswegen auch oft die „Schlüpfer-Allee“ genannt.

So oder so ähnlich wird die Geschichte den Touristen erzählt. So gut wie sie sich auch anhört, letztendlich ist sie auch nur eine …, ok, ich sag‘ mal …, eine „nie bestätigte Überlieferung“. Die Stadt Lübeck weiß jedenfalls offiziell nichts davon, lässt die Anwohner aber gewähren.

Ich bin dann mal wieder weg – welch Glück – in der Sonne ….🙂

Nr. 430 ^.^

Das Phänomen Real Madrid

29. Mai 2016

Real_Madrid_LogoGestern Abend hatte ich Zeit und habe mir – fußballbegeistert wie ich (manchmal) immer noch bin – das Champions League Finale Real Madrid gegen Atletico Madrid angesehen. Und am Ende, als – mal wieder – die Madrilenen von Real („die Königlichen“) am Jubeln waren, keimte in mir die Frage, „was macht das Phänomen Real Madrid eigentlich aus?“ Phänomen meine ich in dem Sinne, dass der Verein für mich irgendwie eine Ausnahmeerscheinung darstellt.

Also habe ich heute ein wenig recherchiert. Dazu muss ich sagen, dass ich Atletico den Sieg gegönnt hätte. Weniger, weil sie sich im Halbfinale gegen Bayern München durchgesetzt hatten, sondern weil sie bereits vor zwei Jahren äußerst unglücklich das Champions League Finale gegen Real verloren haben. Was weiß ich über Real? Und ist das tatsächlich „Wissen“ oder nur „ungeprüftes Halbwissen“?

  • Real Madrid ist der erfolgreichste Fußballverein Europas.
    Stimmt, jedenfalls hat kein Verein häufiger die Champions League (und deren Vorgänger) gewonnen (11), Real sogar öfter als Bayern München und FC Barcelona zusammen (je 5).
  • Real hat sich den Erfolg mit hohen Schulden erkauft.
    Jaein. Kolportiert wird, dass allein Real Madrid und FC Barcelona mehr Schulden haben (767 Mio. Euro – 30.06.2014) als die gesamt Bundesliga, wobei Bayern München angeblich schuldenfrei ist. Das ist nur die halbe Wahrheit. Genannt werden oft 690 Mio. Euro Schulden der Bundesliga, das ist aber ein Wert nach alter Bilanzierung bis 2013. Nach neuer Bilanzierung im Rahmen des Financial Fair Plays der UEFA waren es zum 30.06.2014 knapp 1,1 Mrd. Euro (DFL Bundeliga-Report als pdf). Im Gegensatz zu Bayern München sind Real Madrid und FC Barcelona jedoch keine Kapitalgesellschaften, sondern sie werden weiterhin als Sportvereine geführt. Bei Bayern München halten Adidas, Audi und die Allianz zusammen 24,99 % der Aktien, die restlichen 75,01 % liegen beim Verein. Den Münchenern hat das eine Einnahme von insgesamt 277 Mio. Euro eingebracht. Eines haben die genannten Vereine allerdings gemeinsam: ein erhebliches Immobilienvermögen, inkl. eigener Stadien. Schulden sind also relativ.
  • Real Madrid ist der umsatzstärkste Fußballverein der Welt.
    Nach dem Deloitte Football Money League 2015 Report hatte Real Madrid in der Saison 2013/2014 einen Umsatz von 550 Mio. Euro, Bayern München 488 Mio. Euro, FC Barcelona 485 Mio. Euro – und zum Vergleich, Deutschlands Nr. 2, BVB Dortmund 262 Mio. Euro.
  • Die Spanier machen eine bessere Jugendarbeit.
    Das stimmt – und die Ausbildung junger Fußballer in Spanien kann in Deutschland durchaus als Vorbild dienen. Ein Gradmesser dafür ist, in welchen Klassen die Nachwuchs- und Zweitmannschaften der großen Vereine spielen, welche Erfolge die Nachwuchskicker bei internationalen Turnieren erzielen und wie viele junge Spieler den Sprung zu den Profis schaffen. Da trennen Deutschland bzw. Bayern München Welten von den Spaniern – nicht nur aus Madrid und Barcelona. Wenigsten die U19 des BVB Dortmund ist heute – nach 18 Jahren mal wieder – Deutscher Meister geworden, bei den Bayern war das zuletzt vor 12 Jahren der Fall. Allerdings hat Bayern-Vorstandschef Rummenigge vor zwei Jahren gesagt: „Wir werden keinen Messi holen und lieber in ‚Steine‘ investieren“ – also ein neues Nachwuchszentrum. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg – denn die, die bei den Bayern zuletzt den Sprung aus der Jugend zu den Profis geschafft haben, kommen so langsam in die Jahre – und Spanien ist bspw. achtmaliger U19-Europameister, Deutschland dreimal.

Das hat mich nur mal so interessiert. Damit ist Real eigentlich kein Phänomen, weil sie vielleicht einfach nur den Job besser machen als andere – oder wie man das auch immer nennen mag. Und sicherlich spielt bei Real Madrid auch die dauerhafte Rivalität zum FC Barcelona (El Clásico) eine große Rolle. Das spornt an und vielleicht richtet man sich daran auch aus. Und in der Bundesliga? Wo ist der wirklich dauerhaft ernstzunehmende Rivale für Bayern München? Schön, wenn bspw. Dortmund diese Rolle übernehmen könnte.

Nr. 429 ^.^

Der allgegenwärtige Protest: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“

27. Mai 2016

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Nein, ICH will hier nicht protestieren. Schon gar nicht über die Deutsche Bahn. Zumindest was ich in den letzten Wochen festgestellt habe, war sie sogar pünktlich!

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Gelobt sei die Erfindung des Smartphone. Wenn man Zeit auf Bahnhöfen und in Zügen verbringt, dann ist ein Smartphone so wichtig wie für MacGyver ein Schweizer Offiziersmesser. Eine eierlegende Wollmilchsau: Du kannst damit Quatsch fotografieren, Musik hören oder online lesen.

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Ich habe viel gelesen. Gefühlt habe ich in fast der Hälfte aller Artikel etwas über „Protest“ gelesen: „Protest-Wähler, Protest-Parteien, Protest gegen dieses und Protest gegen jenes.“

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Dabei könnte das Leben so schön einfach sein …. Oder ist es das vielleicht sogar – und machen wir es uns nicht manchmal selbst zu kompliziert? Allerdings habe ich böse Ahnungen, wenn ich von dem rechtspopulistischen österreichischen „Fast-Präsidenten“ Hofer die Prophezeiung (oder Drohung?) lese: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“

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Angesichts vermehrter nationalistischer Tendenzen in Europa und einem so was von extrovertierten US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump – sein Wahlkampfslogan lautet: „Make America great again“ – scheint mir der Protest gegen das Establishment allgegenwärtig zu sein. Wer behält dabei noch den Durchblick? Werden politische Inhalte immer mehr durch taktischen Opportunismus ersetzt? Und wie sieht es überhaupt mit den Inhalten der Populisten und Nationalisten als Alternative aus? Oder sind die egal, weil doch alles nur „Protest“ ist?

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Taktischer Opportunismus wird auch dem Fußballer Mario Götze  unterstellt. Oder ist das so etwas wie ein „Protest gegen das FC Bayern Establishment Management“?  Nun will er seinen Vertrag bei den Münchenern erfüllen (noch ein Jahr, damit gehen den Bayern kolportierte 25 Mio. Ablöse verloren) und denkt nicht an einen Wechsel. Und das, obwohl viele Journalisten Tage zuvor noch „wussten“, dass und warum Götze den FC Bayern verlässt. Fällt das auch unter „Lügenpresse“? Und in der Chefetage des deutschen „Double-Gewinners“ wundern sich gerade ein paar Herren, „was alles möglich ist“. *grins*

Nr. 428 ^.^

Edge, Bayern, Foxes und weiterer Bullshit

4. Mai 2016

„Microsoft Edge, FC Bayern München, Leicester City – ‚The Foxes‘, das ist doch alles Bullshit“, das war mein Gedanke, als ich heute Morgen über den Windows 10 Webbrowser Edge meine üblichen Internetzeitungen lesen wollte. Die Startseite von Edge ist ja wie ein Markplatz, auf dem Verkäufer versuchen die anderen durch noch so sinnfreie Sprüche zu überbieten, nur um Kunden anzulocken: „Hiieer die süßesten Kirschen aus dem Alten Land, die sind fast so süß wie ihr und kosten nur skandalöös günstige dreii Euro“ – oder so ähnlich.

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Natürlich ist das nur eine Sammlung von aktuellen Überschriften aus gängigen Portalen, aber nee, dass ist mir alles ein bisschen zu boulevardistisch. Soviel „Bullshit“ vertrage ich morgens ohne einem entsprechenden Koffeinspiegel noch nicht. Sicher kann man an den Einstellungen (von Edge😉 etwas ändern, da ich aber sonst meist Google Chrome nutze, habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht.

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„Bullshit“ hat sich wohl heute Morgen auch dieser Besucher in unserem Garten gedacht. „Kann mir einer sagen, wo es hier zum Wald geht?“ – „Da lang, über den Zaun springen und dann links abbiegen!“ – „Ok, danke – und tschüss!“

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Der FC Bayern München ist also gestern in der Champions League ausgeschieden. Na und? Unter dem Strich sind sie eine der erfolgreichsten Fußballmannschaften der Welt. Nüchtern betrachtet. Fünfmal hintereinander im Halbfinale gewesen, davon zweimal im Finale und einmal gewonnen. In der Fünfjahreswertung steht nur Real Madrid besser da. Und Worte zu Pep Guardiola? Nein, ich verweise nur auf das, was ich vor drei Jahren geschrieben habe -> KLICK1 & -> KLICK2  An dem Rest, was marktschreierisch nun so über die Bayern berichtet wird, beteilige ich mich nicht.

Leicester_City_LogoAber wenn wir schon mal auf dem Boulevard der übertriebenen (Fußball)-Meldungen sind, sage ich nur: „Leicester“, offiziell Leicester City Football Club – genannt „The Foxes“. Wahnsinn! Keine Ahnung, wovon ich rede? Stellt euch bitte mal vor, so rein hypothetisch, dass …, ich sag‘ mal … Hannover 96, die im letzten Jahr fast aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen sind, in diesem Jahr deutscher Fußballmeister geworden wäre. Schwachsinn? Nee!

Genau das haben nämlich die Fußballer aus dem englischen Leicester, eine 330.000 Einwohner Stadt in Mittelengland, geschafft: Nach dem Fast-Abstieg in der letzten Saison sind sie in diesem Jahr Englischer Fußballmeister geworden, vor den „großen“ Vereinen aus London und Manchester mit ihren Millionen-Kadern. Ich finde das so genial, dass ich so ziemlich alles darüber gelesen habe, „Bullshit“ hin oder her. Übrigens, der Deutsche Robert Huth spielt bei Leicester – und Hannover 96 steigt in diesem Jahr ab.

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So. Langsam schwindet die Sonne und der Akku meines Lapis leert sich. Zeit den Balkon zu räumen. Im Radio höre ich eben noch den Moderator sagen: „Wie erklärt man eigentlich den Flüchtlingen, dass morgen Männer mit Bollerwagen los ziehen um sich sinnlos zu besaufen? Sind das die christlichen Werte, die es zu schützen gilt?“

Ich halte mich da raus, wünsche euch eine schöne Zeit über Himmelfahrt und Pfingsten – denn mit Blick in meinen Kalender werde ich in den nächsten rund drei Wochen wohl kaum soviel Zeit haben wie heute. Und wenn, dann gibt es ja noch was anderes als das Internetz ….

Nr. 427 ^.^

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