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Wie ist das eigentlich mit Weihnachten?

5. Dezember 2017

[549] Advent-Advent

Der 1. Advent ist in diesem Jahr schon wieder Geschichte. Noch zweieinhalb Wochen – oder drei Kerzen weiter – dann ist Weihnachten.

Weihnachtsgeschichten und -gedichte gibt es viele. Aber wer kennt eigentlich die Geschichte zu Weihnachten, wie sich was im Lauf der Jahrhunderte so entwickelt hat? Ho ho ho! In welchem Zusammenhang dazu Ostern und Pfingsten stehen, will ich lieber erst gar nicht fragen.

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De dunkelste Tid in Jor,
de is so dunkel nich.
Denn in Dezember, un dat is wör,
da brennt ja so viel Licht.
Und dat nich nur von de Kerzen
sondern ook in de Herzen –
ganz einfach wil in Dezember
eben Wienachten is.

Ja, im Dezember ist Weihnachten. Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer waren es auf alle Fälle nicht. Das hat eher was mit Kaiser Aurelian und Martin Luther zu tun.

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Im Grunde hat sich Weihnachten bis heute zu einem familiären Brauchtumsfest entwickelt.

Die Zahl der registrierten Christen befindet sich in Deutschland im steten Sinkflug und die mir bekannten muslimischen Familien feiern Weihnachten genau so wie die Christen – bzw. wie die, die sich als solche bezeichnen.

Die Kinder interessiert die Geschichte am aller wenigsten. Die freuen sich über Schnee – wenn es denn mal schneit, wie am Sonntag hier in Niedersachsen – und natürlich über Geschenke.

Die – wir – Älteren freuen sich über Weihnachtsmärkte, natürlich auch über Geschenke – und über Schnee, solange sie damit nur einen Schneemann bauen sollen. Oder müssen.

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Liegt der hingegen auf der Straße, dann wird für jeden Autofahrer eine (längere) Tour zu einer (längeren) Tortur. Gut dass es heute Handys gibt. Anruf am Sonntagmorgen bei Tochter: „Wir kommen eine Stunde später.“

Vielleicht hat die Frage nach dem „Wie ist das eigentlich mit Weihnachten?“ auch etwas mit dem Älterwerden zu tun. Wenn ich heute meiner erwachsenen Tochter etwas erzähle und sie fragt:

[549] Grimassen-171203-017„Willst du mir was vom Weihnachtsmann erzählen?“, dann hat das eine ganz andere Bedeutung als wenn ich meinem Enkelkind „etwas vom Weihnachtsmann“ erzähle. Die Lüdde findet das schön. Oder lustig. Ho ho ho! Jedenfalls kann sie darüber lachen. Noch. Irgendwann wird auch sie in solchen Momenten – wie ihre Mutter – ungläubig die Augenbrauen hochziehen und fragen, ob ….

Egal. Wenn die Weihnachtszeit dafür da ist, dass wir Menschen ein bisschen zur Ruhe kommen und Besinnlichkeit einkehrt, dann ist das gut so. Wenn. Für viele Berufstätige ist Weihnachten aber Stress pur und leider berichtet die Polizei stets von so vielen Familienstreitigkeiten wie sonst nie im Jahr. Gleichermaßen sorgen über die Festtage eingelaufene Bekleidungsstücke für Verdruss. So ist das mit Weihnachten.

Macht das Beste aus dem Dezember!  549

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Der Tag heute so …

22. November 2017

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Ich lese viel. Im Moment gibt es viel zu lesen – und das, was ich lese, verwirrt mich. Um diesem Zustand entgegen zu wirken, denke ich mir: „Geh‘ raus, lass dir den Wind durch die Gehirnwindungen pusten und stell‘ dich mal wieder vom Kopf auf die Füße!“

Also los, aber draußen ist es nasskalt. Nicht schön. „Wohlüberlegt ganz spontan“  entscheide ich mich statt für den Strand für einen meiner Lieblingsstöberläden: Karls in Warnsdorf.

Vielleicht liegt’s ja an mir, aber das, was ich dort sehe, verwirrt mich noch mehr. Wenn ich früher zuhause einen Weihnachtsbaum kopfüber an der Decke aufgehängt hätte, dann hätte meine Ex wohl „die Männer mit den weißen Jacken“ gerufen. Oder so ähnlich. Was meine Kinder gedacht hätten? Was denken sich die Kinder hier im Laden? Wahrscheinlich finden die das nur amüsant. Dazu fällt mir ein Spruch ein: „Wenn alle sagen, ‚das geht so nicht‘, dann kommt irgendwann einer daher, der das nicht weiß – und es einfach so macht!“

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Ein paar Meter weiter, es passt dazu: „Wat de Buer nicht kennt, dat frett he nich ….“ Das muss man nicht nur auf die angebotene Erdbeermarmelade in allen möglichen Variationen beziehen. Oder wie Prof. Korte gestern im ZDF sagte: „Die Deutschen sind nicht risikofreudig, … und man kann auch sagen, dass immer das Bekannte im Zentrum steht, nicht das Unbekannte: Wahlen kennen wir, Minderheitsregierungen nicht.“ Ja, ja, der Wähler, wenn er wählen soll. Nach reichlichem Probieren habe ich wieder den Erdbeer-Wintertraum gewählt.

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Nach den Einkaufserlebnissen habe ich mir noch einen „Blick in den Abgrund – oder das graue Ungewisse“ gegönnt. Hermannshöhe. Den Horizont kann man kaum erahnen. Aber egal, hinter dem geht es ja bekanntlich weiter (und auch für Deutschland im politischen Berlin).

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Der Wähler

20. November 2017

Satire. Von Sven. 😉

Der Wähler ist alles andere als ein Souverän. Nix da, er ist ein Trottel, ein Ignorant – oder einfach ausgedrückt: Ein Vollpfosten!

Dabei wird von ihm nicht mehr verlangt, als ab und zu richtig zu wählen. Aber nein, selbst bei einer so simplen Angelegenheit vertut er sich immer wieder und macht sein Kreuz in der falschen Zeile.

Nun hat er Politiker in den Bundestag gewählt und verlangt von denen die Quadratur des Kreises. Döspaddel. Er hätte wissen müssen, dass das unmöglich ist. Darum soll er sich heute nicht wundern, dass ein Rechteck ein Rechteck bleibt und ein Kreis ein Kreis. 

Archimedes – der mit dem Pi – würde sich spätestens heute totlachen, wenn er nicht schon vor 2.229 Jahren gestorben wäre.

[547] willkommen i BUNTEN REPUBLIKAber was will man von dem Wähler verlangen, der mit einem Smartphone mehr Intelligenz in den Händen hält als er zwischen den Ohren zu hat? Der mehr Zeit für die Lektüre von Prospekten vor einem Autokauf aufbringt als für Parteiprogramme vor den Wahlen?

Sich aber aufregen, weil ein Fernsehchef, dessen Programme er schaut, ihn „fettleibig und ein bisschen arm“ schimpft. Nebenbei: Der Fernsehchef muss nicht gehen, weil er das gesagt hat, sondern weil er gegen den zweiten Halbsatz einer unumstößlichen Regel verstoßen hat: „Alles was man sagt, sollte wahr sein – aber alles was wahr ist, muss man nicht sagen.“

Der Wähler hat es diesmal so richtig verbockt. Das ist so, wie wenn meine Freundin das Auto in eine Parklücke manövriert, anschließend aber nicht mehr raus kommt. Dann ertönt der Hilferuf: „Frank-Walter, komm‘ bitte mal ….“

Oder Ancelotti. Beim wichtigen Spiel gegen Paris schickt er unerfahren Spieler auf das Feld und setzt die erfahrenen auf die Reservebank. Da muss man sich nicht wundern, dass die Bayern das Spiel verlieren. Nur die Bayern konnten den Trainer wechseln, die Bundes-Politiker den Wähler nicht. Die können keinen Hilferuf loslassen: „Lieber Jupp, du in deiner Allmacht und grenzenlosen Weisheit, bitte helfe uns!“

Also lieber Wähler: Gebe dir bitte beim nächsten Mal mehr Mühe, #gehwählen, aber richtig. Richtig heißt, dass du nur die Politiker wählst, die die von dir gestellte Aufgabe lösen können und die Aufgabe selbst muss natürlich auch lösbar sein. Mit anderen Worten: Mach‘ nicht wieder so’n Shit wie im September! Die Chance, das wieder gut zu machen, hast du vielleicht eher als du denkst! Und lasse Jamaika in der Karibik, da gehört sie hin.

So, das war’s für heute und morgen mache ich den Lindener: Lieber nicht arbeiten als falsch!

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„Gut vorbereitete Spontanität“

20. November 2017

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Moin. Nun ist es raus: Jamaika hat sich erledigt. Nix mit „Habemus Kanzlerin“. Bei allem was ich heute Morgen dazu gelesen habe, trifft – für mich – der Tweet von Frau Klöckner (CDU) den Nagel auf den Kopf: „Gut vorbereitete Spontanität (der FDP).“ Mehr will ich dazu auch nicht sagen.

Ich kenne den Spruch in ähnlicher Form: „Spontanität will wohl überlegt sein.“ Was auf den ersten Blick widersinnig scheint, kennt ihr vielleicht auch: Da wabern einem gewisse Gedanken im Hinterkopf umher, aber es fehlt noch der richtige Moment, die auch konkret umzusetzen. Doch wenn man glaubt, der sei gekommen, dann geht es los. Ganz vehement. Was für Außenstehende spontan aussieht, ist in Wahrheit im Hinterkopf gut vorbereitet.

Und nun? Erst einmal wird es die üblichen reflexartigen Schuldzuweisungen, usw., geben. Wohl mehr in den Medien als von den Politikern selbst. Geschenkt. Tatsächlich ist jetzt Bundespräsident Steinmeier gefragt. Den Anschein der Spontanität wird er nicht erwecken. Er wird mit Bedacht reagieren – und wer seine mahnenden Worte gestern zwischen den Zeilen genau gelesen hat, der soll nicht zwingend davon ausgehen, dass es sofort Neuwahlen geben wird. Das ist nur eine Möglichkeit. Die andere wäre eine Merkel-Minderheitsregierung, die sich die Mehrheiten zu den einzelnen Themen suchen muss. Das wäre zwar ein Novum im Deutschen Bundestag, aber denkbar: Wir müssen nur in die Bundesländer oder über unsere Grenzen hinaus schauen, bspw. nach Dänemark.

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Was ist heute um achtzehn Uhr?

19. November 2017

Rauch-BrechtSonntagmorgentelefonat. Manche Leute, die die Woche über unser Bruttosozialprodukt steigern, telefonieren gerne am Sonntagvormittag. Das ist ok, ich gehöre sonntags auch nicht zu den Langschläfern. „Was ist heute um achtzehn Uhr?“ fragt mich heute Morgen eine alte Freundin.

Ich ahne die Fangfrage, antworte dennoch im Brustton der Überzeugung: „Um achtzehn Uhr sehen wir fumus albus, weißen Rauch, aus der Berliner Konklave aufsteigen. Habemus Papam. Ok, nicht Papam, aber Kanzlerin.“

Natürlich ist das falsch. „Nö! Das schwarz-gelb-grüne-Jamaika-Geätze interessiert mich gerade nicht so. Ich meine die Roten!“ Ich weiß, worauf sie hinaus will, versuche aber trotzdem ein bisschen zu provozieren: „Du hast gut Reden. Die Roten in deiner Provinz sitzen da, wovon die im Bundes-Berlin träumen und weit entfernt sind.“ 

Nix da. Sie ignoriert das: „Um achtzehn Uhr sitze ich im Weserstadion und der einzige weiße Rauch, der dann vielleicht aufsteigt, ist der von irgendwelchen Bengalos! Um 20 Uhr kannst du in der Tagesschau sehen, dass wir Roten drei Punkte mehr haben, damit vor dem BVB stehen und die Fischköppe absolut im Krisen-Keller stecken!“

Ich bleibe auf der Politik-Schiene: „Drei Punkte mehr, Prozent-Punkte, würden den Bundes-Roten sicher guttun und wer heute Abend im Krisen-Keller steckt, das werden wir sehen.“

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Für alle Nichtfußballgebildeten: Sie sprach vom heutigen Bundesliga-Fußballspiel Werder Bremen gegen Hannover 96, genannt „die Roten“, die nun garnix mit der SPD zu tun haben. Rückblickend sag‘ ich mal …: „Vieles kommt mir schon wundersam vor. Ob in der Fußball-Bundesliga, im politischen Berlin …, da passieren zurzeit Dinge, die vor Wochen – für mich – so nicht absehbar waren. Und das Wetter, das kann so wundersam wunderbar sein!“ Gestern Mittag bin ich im strömenden Regen zu einem Termin gefahren. Am Nachmittag auf dem Weg zum nächsten Termin kam plötzlich die Sonne durch. Trotz nur 3 Grad war es sehr angenehm – glücklicherweise hatte ich noch ein bisschen Zeit!

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Und solche Momente genieße ich nur und dann geht mir alles „Schwarz-Gelb-Grün-Rote“ am A… vorbei. Bis heute um achtzehn Uhr 😉

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fifty-fifty

18. November 2017

Nein, ich meine nicht die Fifty Shades of Grey. Also das Buch. Beim Wetter der letzten Zeit passt das allerdings mit den 50 Grautönen. Mindestens 50. Ich meine mein „Warten auf …“

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… besseres Wetter. Das hatten wir gestern. Dank Hoch Zoe. Wenigstens hier in Scharbeutz für ein paar Stunden über Mittag. Da hat ein Strandspaziergang richtig gut getan!

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Das Warten hat sich in dem Fall gelohnt. In dem anderen Fall nicht. Nix war Freitagmorgen. Als ich Donnerstag spät abends nach Hause kam, vermeldete der Radio-Sprecher, dass sich „die Gespräche“ hin ziehen und man erst in den frühen Morgenstunden ein Ergebnis erwarten würde. Das Signal aus der Berliner Konklave war dann aber doch nicht fumus albus, weißer Rauch, sondern nur die Verkündung der Vertagung. Die Chancen für Jamaika stehen angeblich fifty-fifty …. Egal. Lieber die ringen noch um eine Einigung, als dass gleich Neuwahlen ausgerufen werden. Was sollen die bringen? Die Demoskopen sagen: „Nichts! Es sind keine nennenswerten Veränderungen im Wahlverhalten zu erwarten!“. Und dann?

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Für fifty-fifty habe ich mich gestern auch beim Einkauf für meine Weihnachtsbäckerei entschieden. Die eine Hälfte wird Spritzgebäck, die andere Lebkuchen. Beim Bezahlen war ich dafür gleich mal über 35 Euro los. Na ja, das gibt man ja gerne für die Kinder & Enkelkinder aus. Aber „der Bäcker“ wird schon dafür sorgen, dass er nicht zu kurz kommt. Ich schätze mal, das wird sich so fifty-fifty aufteilen. 😉

Mit Blick auf das Wetter wünsche ich euch ein
kuscheliges Wochenende auf dem warmen Sofa.

544

Für so viel Ehrlichkeit sollte niemand kritisiert werden ;)

16. November 2017

über ProSiebenSat.1-Zuschauer „fettleibig und ein bisschen arm“ – aus SPON – von SMS

prosiebensateinschef

Re543

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