Zum Inhalt springen

Meier & Ärzte: Arztsuche – Bewertungsportale

17. Januar 2021

Teil 3 meiner Meier & Ärzte – Trilogie -> I / II

Seit meinem Umzug vor knapp 10 Jahren hier nach Ostholstein muss ich mir neue Ärzte suchen. Erst einen Hausarzt, ganz einfach, die Arztsuche im Internet ist heutzutage ganz normal und man stößt dabei schnell auf Bewertungsportale, siehe Bild. Dort werden Ärzte mit Schulnoten und Kommentaren bewertet. Doch Vorsicht: Laut Bundesärztekammer handelt es sich oft um verfälschte oder unsachliche, sprich emotionalisierte Bewertungen und auch Verbraucherschützer warnen.

Zudem gibt es Kritik, wenn die Portale Werbe- und Bewertungsplattform zugleich sind. Ärzte können bei diesen Seitenbetreibern Profile kaufen und erscheinen dann mit Foto, beruflichen Schwerpunkten und Link zu ihrer Internetseite. Verbraucherschützer bezweifeln, dass sich die Portale nicht davon beeinflussen lassen. Das scheint auch eine Studie der Wochenzeitung Die Zeit zu bestätigen: Von 3.770 benoteten Ärzten wurde der Bewertungsdurchschnitt verglichen mit dem Ergebnis, dass Ärzte mit einem bezahlten Profil kaum schlechte Noten haben. 95 Prozent dieser Ärzte wurden mit der Note 1 bewertet, bei den nicht zahlenden Kollegen waren es nur 77 Prozent. Der Notendurchschnitt der bezahlenden Ärzte war demnach auch bedeutend besser. Also Vorsicht – es ist nicht immer alles Gold was glänzt!

Selbst bin ich vor einiger Zeit auf der suche nach einem Facharzt durch Zufall auf solch verfälschte Bewertungen gestoßen: Eine Gemeinschaftspraxis in meiner Alten Heimat, ich kenne beide Ärzte: Der eine ist eher der Erzähltyp, geht vielleicht auch großzügiger mit den Arbeitsunlust Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen um und kommt mehr auf Umwegen zu dem, was er sagen will, der andere erweckt vielleicht eher einen etwas barschen Eindruck, kommt gleich zur Sache und nimmt seine Patienten mit in die Pflicht. Das ist zwar richtig und wichtig, aber das gefällt nicht jedem. So wäre es also erklärlich, wenn der eine besser als der andere benotet werden würde. Nun hat der eine jedoch ein bezahltes Profil und der andere nicht. Das führte im Ergebnis dazu, das bei dem Profil-Arzt auch das Drumherum besser benotet wurde als bei seinem profillosen Kollegen, obwohl dieselben Arzthelferinnen in denselben Praxisräume mit demselben Wartezimmer bewertet wurden. Hallo? 

Das Beste ist, man sieht Ärzte nur in der Ferne oder im Fernsehen.
Und glaubt bitte nicht alles, nur weil es im Internet steht!
In dem Sinne, bleibt munter und ich wünsche euch 0 Arztbesuche.

798

Meier & Ärzte: Die Sache mit den Neben- und Wechselwirkungen

16. Januar 2021

Gestern erwähnte ich meine analogen Blutwerte-Zettel. Na ja, letztlich ist es egal, wie man sie erhält, wichtig ist, dass man sie hat. Nicht selten, zumal mit zunehmenden Alter, soll man dann Medikamente nehmen. Und wenn die – auch wegen anderer Krankheiten – zu einem Cocktail werden, dann sollte jeder vielleicht mal die Wechselwirkungen checken.

Der Reihe nach: Alle Medikamente haben Nebenwirkungen. Grundsätzlich. Das wissen wir. Nur treten die bei manch einem nicht oder kaum zutage, bei einem anderen dafür umso mehr. Als Rheumatiker (Bechti) kann ich mit mehr als 30 Jahren Erfahrung ein Lied davon singen und habe dabei diesen Satz meines ehemaligen Rheumatologen immer im Hinterkopf: „An Rheuma ist noch nie jemand gestorben. Die, die mit Rheuma vorzeitig von uns gegangen sind, sind nicht wegen des Rheumas gestorben, sondern wegen der Nebenwirkungen der Medikamente.“

Ein Beispiel: Antirheumatika, sog. NSAR sind zweifelslos nicht so ganz ohne. Neben Magenproblemen kann sich bspw. der Blutdruck erhöhen und Flüssigkeit im Körpergewebe eingelagert werden. Aber nicht so schlimm: Dagegen gibt es ja Blutdrucksenker wie Candesartan und harntreibende Mittel (Diuretika). Alles paletti? Kann sein, muss aber nicht. Auch diese Mittel können ihre Nebenwirkungen haben – und ihr ahnt es – dagegen gibt es natürlich auch wieder ein Mittel. Doch Obacht! Schlimmstenfalls wird hier Feuer mit Öl bekämpft, denn es gibt auch die Wechselwirkungen, die die Wirkung des einen Medikaments erhöhen oder vermindern können. Niemand sollte sich darauf verlassen, dass ein Arzt die alle so parat hat. Man darf die auch selbst mal checken – ohne schlauer als der Arzt sein zu wollen. Aber das Wissen um mögliche Auswirkungen kann Betroffene sensibilisieren und beim nächsten Arztbesuch können mögliches Symptome besprochen werden.

Doch dieser Part ist nur die halbe Wahrheit. Oder die eine Seite der Medaille. Häufig genug können wir selbst etwas tun um die Einnahme von Medis wenigstens zu vermindern: Gesunde Ernährung, Bewegung, usw.. Gut, bei meinen Blutwerten spielen Alkohol und Zigaretten keine Rolle mehr, aber: Schokolade hat auch Nebenwirkungen. Und nicht nur Schokolade. Ja, ich weiß, wovon ich spreche 😉 Manchmal, abends auf dem Sofa, beim Japp nach Schokolade, frage ich mich schon: Was wäre jetzt ungesünder: Eine gemütliche Genusszigarette auf meinem Balkon oder die Schokolade – zumal ich dann damit nicht aufhören kann 😦 Das erinnert mich an diesen Erich Kästner-Spruch: Entweder man lebt, oder man ist konsequent. 

Noch kurz erwähnt, weil aktuell: Impfen. Ein Thema, was in diesen pandemischen Zeiten sehr viele Menschen umtreibt. Soll ich mich gegen Corona impfen lassen? Als Rheumatiker mit einer Autoimmunerkrankung habe ich natürlich auch Fragen wegen möglicher Neben- und Wechselwirkungen. Eine umfassende Antwort darauf hat die Rheuma-Liga auf ihrer Seite gegeben.

Dieses Bild links hat mir eine Bekannte, Fachkraft in der Pflege, über WhatsApp geschickt. Ich weiß, sie ist skeptisch. Sie muss wegen einer chronischen Erkrankung Medikamente nehmen und hat Angst vor irgendwelchen Neben- oder Wechselwirkungen, weil das ja alles nicht erforscht ist, sagt sie. Nun ja, ich habe Verständnis für jeden Nicht-Impfwilligen. Allerdings lässt mich die steigenden Zahl der Impfwilligen (lt. repräsentativen Umfragen) hoffen, dass wir das Virus bald in den Griff bekommen. Nichts wäre schlimmer, als wenn wir ausreichend Impfstoff, aber nicht genügend Impfwillige hätten. Ich höre dann schon wieder Bayerns Ministerpräsident Söder nach einer Impfpflicht rufen, obwohl die von die Bundesregierung bisher immer ausgeschlossen wurde.

797

Meier & Ärzte: Wenn analoge Technik auf Digitalisierung trifft

15. Januar 2021

Heutzutage wird privat kaum noch gefaxt. Mails oder gar Messenger-Dienste sind Stand der Dinge. Digital eben. Bei Behörden, im Gesundheitswesen usw. ist das oft anders: analog. Angeblich, so höre ich immer wieder, zum Schutz der Daten. Ähm ja, ich muss dann immer grinsen. Oder ist das vielleicht nur die Umschreibung dafür, dass man die Digitalisierung verpasst hat? Hallo?

Ich war vor drei Tage bei meinem Arzt zur Blutentnahme und wir waren so verblieben, dass mir das Ergebnis zugemailt oder zugefaxt wird. In diesen pandemischen Zeiten möchte man ja jeden unnötigen Praxisbesuch vermeiden.
Zum Faxen muss ich erklären, dass ich zuhause meinen Router als Faxserver eingerichtet und eine meiner drei Telefonnummern dafür als reine Faxnummer genommen habe. Schickt mir jemand ein Fax (was so gut wie nie vorkommt), wird es als PDF umgewandelt, intern abgelegt und ich erhalten eine Benachrichtigungsmail. Für den Faxverkehr ist das heute (nach meinem Kenntnisstand) Standard um die Ausdrucke, sprich Papier zu sparen.
Die Praxis hat mir gestern das Ergebnis zugefaxt. Sechs mal. 09:06, 09:12, 09:18, 11:16, 11:22, 11:28. Das analoge Faxgerät hat offensichtlich nicht erkannt, dass das Fax bei mir digital angekommen ist und hat es im 6-Minuten-Abstand wiederholt. Dabei hätten sie sich das Faxen im Grunde auch sparen können, denn um kurz vor zwölf erhielt ich einen Anruf, dass mich der Arzt wegen der Werte sprechen wolle. Na dann fix hin. Als ich ich kurze Zeit später die Praxis wieder verließ, hatte ich nicht nur ein Rezept, sondern – trara trara – auch einen Ausdruck meiner Blutwerte in der Hand. Diesmal mit geraden Zeilen und nicht so schief wie beim Fax, was passiert, wenn das analoge Geräte die Blätter nicht gerade einzieht.

Ja, ja, die gute alte analoge Technik. Sie war mal der Standard, aber das ist lange her. Obwohl, sie mag heute hier und da noch ihre Berechtigung haben. Aber zweifelsohne wurden vielerorts simpel die Zeichen der Zeit verpennt verkannt. In diesen pandemischen Zeiten merken wir das ganz besonders: Die Digitalisierung lässt oft, zu oft – Stichwort Schulen, zu wünschen übrig. Aber warum einfach wenn es auch kompliziert geht? Ich habe übrigens die beiden Blätter mit meinen Blutwerten bei mir eingescannt, mit geraden Zeilen, in meinem digitalen Gesundheitsordner abgelegt und den Ausdruck im Altpapier entsorgt. Papier einsparen geht anders.

Wenn es mitunter nicht so ernst wäre, dann könnte ich über solche Geschichten einfach nur schmunzeln. Is denn eben so 😉
Aber: Das RKI moniert selbst immer wieder die verzögerte Datenübermittlung an ihr Institut. Warum? Weil es eben oft noch analog zugeht. D. h., das RKI hinkt mit seinen Inzidenzzahlen meist hinter den tatsächlichen hinterher. Aber aufgrund der RKI-Zahlen werden Entscheidungen getroffen – nur lässt sich rückwirkend keine Maßnahme mehr verhängen. (s. a. SZ und SPON)

Trotz alledem: Bleibt munter und passt auf euch auf!

796

Wat de Buer nich kennt, dat fritt he nich

13. Januar 2021

Wat denn nu? Ich hatte ein gleiches Thema hier schon mal: Bouletten oder Frikadellen? Nun geht es um Berliner oder Pfannkuchen. He seggt so un se seggt so. Un Wikipedia seggt beid: Berliner Pfannkuchen, dat is’n „etwa faustgroßes Siedegebäck … aus süßem Hefeteig mit einer Füllung aus Konfitüre … und meist mit feinem Zucker bestäubt oder mit einer Glasur überzogen.“ Wohlgemerkt: Konfitüre und nicht Marmelade. Ihr kennt den Unterschied? Ich sage nur Konfitürenverordnung. So’n Schnickschnack, wi seggt to allens Marmelade.

Na ja, jedenfalls habe ich mit Clara aus Berlin eine Wette laufen, es geht um eine Tüte Berliner. Oder eben Pfannkuchen, weil Clara keine Berliner essen will. Aber unter Pfannkuchen, oder Pannkoken, wie wi seggt, verstehen wir hier im Norden einen platten Eierkuchen. Und um die Verwirrung noch ein bisschen zu steigern, hat Mallybeau noch ein gleiches Bild wie das hier in einen Kommentar bei Clara eingefügt. Ja, wat denn nu? Wahrscheinlich reden wir alle über dasselbe faustgroße Siedegebäck.

Wat de Buer nich kennt, dat fritt he nich – den Spruch kenne ich schon von meinem Großvater. Wenn mal etwas auf den Tisch kam, das etwas anders aussah, roch, vielleicht auch noch anders bezeichnet wurde, aber im Grunde etwas Gleiches wie sonst war, dann haben wir Kinder oft gemäkelt. Aber das machen wohl alle Kinder. Und dann hieß es: „Probiere doch wenigstens!“

Unsere Alten … in ihren Seggwiesen liegt heute noch so viel Wahrheit – selbst wenn mancher das klookschietern nennt. Egal, dazu eine Anekdote am Rande:
Es ist ein paar Dezennien her, da waren wir dienstlich als kleine Delegation in Brüssel. U. a. wurden wir zum Essen in ein indonesisches Restaurant eingeladen. Spannend! Meier, ein Bengel vom Dörpe, war vorher höchstens mal chinesisch essen, sonst kannte er bis dahin nur die europäische Küche. Immerhin. Schon bei der frittierten Vorspeise sah ich in den skeptischen Blicken meiner Mitdelegierten, dass es denen wohl nicht anders ging. Die Hauptspeise, auf Platten zur Selbstbedienung serviert, war irgend etwas Fleischiges mit Reis und Gemüse. Dazu eine absolut leckere Erdnussauce. Eine absolut leckere Kombination – allein deswegen kann ich mich noch gut an das Essen erinnern. Mit hat es jedenfalls super gut geschmeckt. Die Blicke der anderen waren immer noch recht skeptisch. Das änderte sich schlagartig, als der neben mir sitzende Brüsseler Delegationsbegleiter beiläufig erwähnte: „Wenn man bedenkt, dass das Hundefleisch ist, dann schmeckt es dafür doch ganz gut.“ Plötzlich waren alle satt. Nur Meier hat weiter gegessen. Und neben mir der Delegationsbegleiter. Wir haben quasi die Reste für uns gehabt. Später habe ich ihn gefragt, ob das mit dem Hundefleisch stimmen würde? Mir hatte es nämlich eher nach Huhn und Schweinefleisch geschmeckt. „Hundefleisch wird in Indonesien regional zwar auch verzehrt, aber nein, das war heute kein Hundefleisch. Aber dieser Trick mit der Erwähnung zieht immer, dann bleibt am Ende mehr für mich, das ist nämlich meine Lieblingsspeise.“ So habe ich das noch in Erinnerung, manche Momente des Lebens vergisst man halt nie.

Wie gesagt: „Wat de Buer nich kennt ….“ 😉 Munter bleiben!

795

WordPress – Formatierungen – ein paar Tipps

10. Januar 2021

Nach meinem letzten Tipp-Beitrag über die Überlistung der Ricoh-SP112-Tonerkartusche wurde ich gefragt, wie ich das mit der anderen Schrift hingekriegt habe. Mit ein paar HTML-Kenntnissen ist das ganz einfach.

Wir wissen, dass in jedem kostenfreien WordPress-Theme (Thema) ein eigenes Layout, gewissermaßen eine Grundformatierung, hinterlegt ist. Aus dem Grund ist es zumeist schwierig, seinen Blog in ein anderes Theme zu übertragen. Dieses Blog-Theme hat beispielsweise den Schrift-Typ Georgia in der Größe 9.7 als Vorgabe – obwohl die Schrift hier im Editor eine andere ist. Veränderungen kann man nur – begrenzt – über die Werkzeugleiste oben einstellen.

Zum Vergrößern (in neuem Tab) auf das Bild klicken

Wer den Schrift-Typ bspw. in Arial mit der Größe 12 ändern möchte, kann dies in den HTML-Text schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:

<span style=“color: #000080; font-family: ‚Arial‘; font-size: 12pt;“>Wer den Schrift-Typ bspw. in Arial mit der Größe 12 ändern möchte, kann dies in HTML-Text schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:</span>

Die blaue Farbe kann man natürlich auch über die Werkzeugleiste einstellen, daraus wird im HTML-Text in diesem Fall „color: #000080“. Auch fett und kursiv – oder beides fett kursiv – als die beiden vielleicht weiteren wichtigen Formatierungen sind über die Werkzeugleiste möglich, dazu muss man nichts in den HTML-Text schreiben. Beispiel am Satz oben:

Wer den Schrift-Typ bspw. in Arial mit der Größe 12 ändern möchte, kann dies in HTML-Text schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:

<span style=“color: #000080; font-family: ‚Arial‘; font-size: 12pt;“>Wer den <em>Schrift-Typ</em> bspw. in <strong>Arial mit der Größe 12</strong> ändern möchte, kann dies in <em><strong>HTML-Text</strong></em> schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:</span>

Farbe „color: #000080“ hatten wir, „font-family“ beschreibt den Schrif-Typ und „font-size“ die Größe. <em>Text</em> erwirkt eine kursive Schrift, <strong>Text</strong> die Fettschrift und beides zusammen sieht so aus: <em><strong>Text</em><strong>. Der Satz (fast) gleiche jetzt einmal im Schrift-Typ Comic Sans, Größe 14 in rot:

Wer den Schrift-Typ bspw. in Comic Sans mit der Größe 14 ändern möchte, kann dies in HTML-Text schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:

<span style=“color: #ff0000; font-family: ‚Comic Sans MS‘; font-size: 14pt;“>Wer den Schrift-Typ bspw. in <em><strong>Comic Sans</strong></em> mit der <em><strong>Größe 14</strong></em> ändern möchte, kann dies in HTML-Text schreiben. Das sieht für diese Zeile dann so aus:</span>

Das nur mal so als gaaanz kleiner Einblick in die große HTML-Welt. Ihr seht, mit ein paar ganz kleinen Kniffs kann man ein bisschen mehr aus seinem Textbild machen als es der Editor hergibt. Und am Anfang immer mit <span> beginnen und </span> enden, siehe Beispiele.

Weitere Hilfen / Tipps:

Nach 793 Beiträgen in 11 Jahren, einschließlich 3850 Bilder und Grafiken, ist mein von WordPress zur Verfügung gestellter Speicher lediglich zu rund 15 % belegt.
Tipp: Ab und zu auch mal in den Kommentaren in die Spam-Liste schauen. Manchmal verirrt sich dort hin ein No-Spam-Kommentar.
Noch ein Tipp: Wer Bilder unabhängig vom Theme größer in einem neuen Tab zeigen möchte – so wie bei mir meist immer – kann das unter den Erweiterten Optionen unter den Bild-Details einstellen:

Voraussetzung ist natürlich, dass man das Bild in entsprechender Größe hochgeladen hat und unter den Bild-Details in den Einstellungen die Bild-URL eingetragen ist. Aber das wisst ihr ja alles schon 🙂
… und wenn nicht genau, dann fragt ruhig 😉

794

Laserdrucker Ricoh SP112: Toner alle? (II)

9. Januar 2021

Aus gegebenem Anlass 😉 habe ich eine Neufassung meines Beitrags vom 12. März 2017 geschrieben. Durch das Anklicken der Bilder werden diese in einem neuen Tab vergrößert.

Es ist ärgerlich, wenn ein neuer Laserdrucker nach kurzer Zeit und gefühlt wenigen Ausdrucken seine Arbeit einstellt.

Bei meiner Freundin war das bei ihrem wenige Monate alten Ricoh SP112 im Frühjahr 2017 der Fall.

Ursache: Der interne Ausdruckzähler war der
Meinung, dass die Tonerkartusche nun leer sei. Haha! 
War sie aber nicht.

Nach Recherchen habe ich Abhilfe gefunden.

Zunächst in der

Systemsteuerung ->

Geräte und Drucker ->

nach dem Ricoh SP112 suchen und per rechtem Mausklick die Druckeinstellungen öffnen.

Das sollte dann so aussehen – mit der Schaltfläche für den Smart Organizing Monitor unten links.

Anklicken.

Oft – jedenfalls habe ich deswegen im Laufe der Zeit einige Anfragen
gehabt – erscheint dann diese Fehlermeldung.

Die Ursache ist meist simpel:
Das Tool ist nicht installiert.

Ich habe die Dateien nun mal für alle in meine OneDrive-Cloud geladen

–> KLICK

Dort den Ordner

Ricoh Smart Organizing
Monitor Win-UTILITY

einfach runterladen und
das Tool installieren (setup.exe). Dabei kann Mann/Frau eigentlich nichts falsch machen 😉

Danach sollte sich der Smart Organizing Monitor öffnen lassen.

Schaltfläche Info anklicken

… und den Mauszeiger in das neue, blaue Feld ziehen,

die Strg- (Ctrl) und die
Umschalt-Taste
(die mit dem Pfeil nach
oben für Großbuchstaben
😉 festhalten

und mit der
rechten Maustaste
einmal doppelklicken.

Fast geschafft, das Ziel weiteren Druckvergnügens ist nah:

Im neuen Fenster, dem Service Mode, dürfte im Fenster Des Mode eine 1 stehen. Klickt man auf das Downdreieck, öffnet sich ein Zusatzfenster mit der Auswahlmöglichkeit 0 oder 1.

Nun 0 auswählen, alles schließen und gut ist.

Des Mode 0 bedeutet, dass der Drucker in diesem Modus nun nicht mehr nach X Ausdrucken seinen Dienst wegen einer vermeintlich leeren Tonerkartusche einstellt, sondern er sollte so lange drucken, bis der Toner wirklich alle ist.

Nebenbei, meine Freundin druckt immer noch mit ihrem ersten Toner. Zugegeben, es sind nur ein paar Seiten pro Monat, aber immerhin 😉

Diesen Hinweis aus den Kommentaren zu meinem alten Beitrag will ich nicht vergessen: Das Verfahren soll auch für andere Ricoh-Laserdrucker funktionieren, zumindest aus der SP110-Familie.

Viel Erfolg!

793

Korrealität oder Kausalität [AfD, Trump]

7. Januar 2021


Nein, ich war die letzten Tage nicht im Harz. Diese Bilder sind ca. eine Woche alt und die haben mir meine Harzer geschickt. Zu den vielen Tagestouris und zugeparkten Straßen erklärten sie mir später am Telefon, dass sie nun eine Ahnung davon hätten, wie es uns im Sommer an der Küste ergangen ist.

Stimme aus dem Harz: „Und dann wundern sie sich, wenn die Infektionszahlen hoch gehen. Genau wie in den Gebieten, wo die AfD stark vertreten ist. Schau mal nach Sachsen und Thüringen. Erst Corona leugnen und dann im Krematorium nicht mehr hinterher kommen. Im Tagesspiegel habe ich zwei Karten gesehen, AfD und hohe Corona-Inzidenz, die kannst du übereinander legen, die sind fast deckungsgleich. Aber warum schreiben die was von Korrealität, für mich besteht da eine Kausalität?!?“

Ich kenne zwar den Artikel im Tagesspiegel nicht, aber eine Korrelation ist eine zeitnahe Beziehung zwischen zwei Ereignissen, die kann zufällig sein, es kann aber auch eine Kausalität bestehen, wenn die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung erwiesen ist, also durch eine Handlung ein Erfolg eintritt. Wenn zum Beispiel ….

„Danke, die Kurzform reicht. Wie man das auch immer nennt, es wäre schon ein verdammter Zufall, wenn das Verhalten der AfDler, von denen nachgewiesenermaßen viele Corona-Leugner sind, nichts mit den hohen Inzidenzzahlen zu tun hätte.“

USA. Washington. Gestern. Trump-Anhänger stürmen Kapitol. Zuvor hatte Noch-Präsident Trump dem zukünftigen Präsidenten Biden und dessen Demokraten per Social Media wieder Wahlbetrug vorgeworfen, obwohl es dafür null-komma-null Hinweise oder gar Beweise gibt. Über Zufall, korreal, oder Ursache und Wirkung, kausal, brauchen wir in diesem Fall sicher nicht debattieren. Jedenfalls für die Verantwortlichen bei Twitter und Facebook war der Zusammenhang klar, Trumps Accounts wurden erst einmal gesperrt.

Die Ereignisse in Washington zeigen uns in aller Brutalität was passieren kann, wenn Populisten ihre Macht und die Grundrechte missbrauchen. Was sich die Trump-Anhänger gestern in der Folge geleistet haben, das war ein schockierend Angriff auf die Demokratie, den Rechtsstaat und die USA-Institutionen. Wenn die Demokratie mit Waffengewalt verteidigt werden muss und wie gestern zu vier Toten führt, shiet wat ob korreal oder kausal, dann haben wir ein deftiges Problem. Hoffen wir, dass das eine einmalige Entgleisung war.

792

Meiers Rückblick 20/12 in 100 Sekunden

1. Januar 2021

Timmendorfer Strand, Straße am Timmendorfer Platz: Nix los in der Vorweihnachtszeit!

Dezember 2020: Die Alten erinnern sich, dass es nur früher, in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, so still um die Weihnachtszeit war, wie aktuell. Eine sehr besinnliche Zeit und Stille Nacht kriegt eine neue Bedeutung.

Der Rückblick auf den Dezember ist immer auch ein Rückblick auf das ganze Jahr. Ok, das böse C-Wort versuche ich zu vermeiden. Es ist ja auch schon alles dazu gesagt, vielleicht nur noch nicht von jedem. Wie auch immer, eins habe 2020 gelernt:
Wissenschaftler streiten nicht. Was mitunter so wahrgenommen wird, auch weil häufig von den Medien auf der Jagd nach Klicks & Einschaltquoten ordentlich aufgebauscht, ist nicht mehr als der normale Diskurs unter Fachleuten. Sagen sie jedenfalls. Beeindruckt hat mich neulich eine Studie zur Erderwärmung (Permafrost) von Jørgen Randers, wo er am Ende über die eigene Studie sagt:
„Wir hoffen inständig, dass wir falsch liegen! Und dass uns die Gemeinde der Klimaforscher widerlegt. Wir appellieren dringend an sie, das alles mit ihren komplexen Klimamodellen zu überprüfen.“
So geht Wissenschaft. Quasi als studischer Imperativ: Prüfet! Um meiner Nachkommen Willen hoffe ich, dass Fehler in den Berechnungen von Randers und seinem Team gefunden werden.

Die schönste Nachricht des Monats:
Seit ein paar Tagen wird geimpft. Glauben wir den Politikern, dürfen wir in der zweiten Jahreshälfte anfangen aufzuatmen: SH-Gesundheitsminister Garg sagte, dass „bis zum Sommer 1,25 Mio. Schleswig-Holsteiner“ geimpft sein werden (= ~45% = Risikogruppen) und sein Bundeskollege Spahn sprach von „60% bis Ende des Sommers“ (knapp 50 Mio., davon Risikogruppen ~37 Mio.).
Na denn – obwohl: Der Politik zu trauen fällt zunehmend schwerer. Häufig entstand im Frühjahr – 1. Welle – der Eindruck vom föderalen Pandemie-Flickenteppich-Aktionismus, Entscheidungen schienen unverhältnismäßig, hier so, dort so, und nicht selten wurden sie von den Gerichten zurückgeholt.

Vielleicht ist unter diesem Eindruck das Gegenteil im Herbst – 2. Welle – verständlicher: Kanzlerin Merkel konnte sich mit ihren Warnungen nicht gegen die 16 Bundesländer durchsetzen und so wurden die nötigen Maßnahmen dort jeweils zu spät beschlossen. Jetzt haben wir das Malheur mit den vielen Infizierten und müssen so viele Tote pro Woche beklagen, wie seit dem letzten Krieg nicht mehr. Dazu der Lockdown über Weihnachten/Neujahr. Angemerkt: Das stelle ich nur fest, will nicht im Nachhinein klookschietern, denn wir stochern doch alle im Nebel. Und ja, mir ist ebenso die Kehrseite bekannt: Psychische Belastung, soziale Isolation, Existenzängste, häusliche Gewalt. Hilfreich ist bisweilen ein Blick über den deutschen Tellerrand – bspw. gen Norden: König Carl Gustaf von Schweden kritisiert … – oh, nicht gut!

Mein meistgeklickter Artikel des Monats:
Das Thema Impfen hat mir vor zwei Wochen so viele Blog-Besuche eingebracht, wie sonst selten. Dabei habe ich lediglich berichtet, dass eine in den sozialen Medien kursierende Grafik über den zeitlichen Impfablauf ein Fake ist. Was motiviert solche Fälscher? Freude an der Katastrophe? K. A. – keine Ahnung.

Meine Fragen des Monats:
Mich treibt mal wieder die – philosophische – Frage nach dem gesunden Menschenstand um, wenn Menschen ignorieren bzw. abstreiten, was für 99% der Wissenschaftler Fakt ist und/oder die Geschichte uns gelehrt hat. Aber sollen Impfgegner auf Beatmung verzichten, wie Ethikrat-Professor Henn in einem Brandbrief fordert? Freiwillig in den Tod, weil sie den quasi herausgefordert haben? Verzichten, um anderen das Überleben zu ermöglichen?
Ethikrat, wir haben da ein Problem …!

Und wenn jetzt immer noch Leute gibt, die die Gefahr des Virus nicht einsehen wollen, können, oder wie auch immer, dann weiß ich nicht – mit Verlaub – was mit den degenerierten Hirnen dieser Menschen passiert ist.

Meine Aussage des Monats:
Der Kabarettist Wilfried Schmickler vor zwei Wochen in einem Interview, im Rückblick auf 28 Jahre WDR-Mitternachtsspitzen: „Der Humor hat sich nicht geändert. Was sich verändert hat, ist die Stimmung in der Bevölkerung. Der Ton ist rauer und aggressiver geworden. Das hat sich so entwickelt.“ Ich füge ein: „… und das Verhalten egoistischer!“ Wie egoistisch – und damit unsolidarisch – Menschen sein können, „ich will das, ich will das nicht, ich will aber dahin“, ist mir noch nie so deutlich geworden wie in diesen pandemischen Zeiten.

Meine Bescherung des Monats:
Am 24. Dezember haben sich die EU und Großbritannien im letzten Moment auf einen Handelsvertrag geeinigt. Das ganz große Chaos heute, 1. Januar, ein No-Deal-Brexit, ist damit abgewendet. „Die am wenigsten schlechte Version des Brexits, die eben möglich war“, so Irlands Premier Micheál Martin. In diesem Satz liegt für mich alles: So geht demokratische Politik und die besteht aus Kompromissen – wenngleich: „Großbritannien zahlt einen saftigen Preis für den Brexit“, kommentiert Stefan Kornelius in der SZ. Ich will ihm nicht widersprechen.

Meine Rede des Monats:
25. Dezember: Für die einen war es nur übliches Geseier, für andere die wichtigste Rede in dieser Zeit: Die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „… wir dürfen uns darauf freuen, dass wir das nächste Weihnachten wieder so feiern, wie wir es lieben …!“ Ich glaube, diesen Satz haben viele Menschen im Dezember gesagt. Ja, freuen wir uns darauf, auch wenn der Weg bis dahin nicht einfach sein wird. Besonders nicht für die, die in den systemrelevanten Berufen das Leben in unserer Republik aufrecht erhalten – und oft nicht mehr als ein DANKESCHÖN dafür kriegen. DANKESCHÖN!

Meinen Januar-Rückblick hatte ich am 1. Februar 2020 noch mit diesen Worten beendet: „Urban Priol würde jetzt wohl sagen: Der Rest des Jahres wird mit Sicherheit genau so bescheuert, wie der Anfang schon war. Machen wir das Beste draus, strengen wir uns an.“ Ähm ja, wenn ich mir jetzt meine 12 Rückblicke 2020 so anschaue …, oh ha!

Dann besser so, wie Priol vorgestern seinen Jahresrückblick TILT! 2020 beendet hat: „Am Ende wird doch alles gut. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende. Na dann, machen wir das Beste draus!“ Ja, vielleicht erreichen wir ein gutes Ende besser mit mehr Toleranz und Solidarität, mit mehr Blick auf das Ganze als nur auf sich. Das wäre wirklich schön!

Kiekst’e: Januar 2021 in meinem Fotoblog.

791

Dezember-Gedicht (das zweite)

20. Dezember 2020

 

Stille Nacht

 

„Stille Nacht“, das Lied, wie man’s sonst so singt,
hört man in diesem Jahr nur, wenn’s Zuhaus‘ erklingt.
Weihnachtsmärkte und Geschäfte, alle haben dicht,
nur bei Aldi, Edeka, & Co., da brennt noch Licht.

Der Beitrag ist erschienen in meinem Fotoblog -> weiterlesen

Mit diesen Zeilen wünsche ich allen einen gemütlichen 4. Advent, eine besinnliche, schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Natürlich alles, soweit das möglich ist – denn vieles ist in diesem Jahr nicht möglich, ist anders.

Ich verabschiede mich für dieses Jahr, wir lesen uns im nächsten wieder. Passt auf euch auf, bleibt gesund & munter oder werdet es. BIS DENNE!

790

Dezember-Gedicht (eins von zweien)

17. Dezember 2020


Grüner Kranz mit roten Kerzen,
Lichterglanz in allen Herzen,
Weihnachtslieder, Plätzchenduft,
Zimt und Sterne in der Luft.
Garten trägt sein Winterkleid,
Wer hat noch für die Lieben Zeit?

Der Beitrag ist erschienen in meinem Fotoblog -> weiterlesen

789

%d Bloggern gefällt das: