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Mein Tag mit der höchsten Einschaltquote

21. Januar 2020

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Moin. Heute ist wieder der 21. Januar, der Tag mit meiner höchsten … – also der Tag, an dem mein Blog so oft aufgerufen oder angeklickt wird, wie an kaum einem anderen im Jahr. Ich glaube, das wird neudeutsch Traffic oder so genannt. Seit Jahren geht das schon so. Und heute Morgen sind unter meinen TOP SECHS allein vier 21.-Januar-Beiträge zu finden. Meine Statistik freut sich. Ich mich auch 😉

Dabei hat alles vor fünf Jahren mit dem nicht so ganz ernst gemeinten Hinweis auf den Welt-Knuddel-Tag angefangen. Nun ja …, diesen Tag gibt es immerhin schon seit über 30 Jahren und ich glaube, mittlerweile wird jedem Tag irgend etwas zugeschrieben. So wurde irgendwann der 21. Januar auch zum Tag der Jogginghose erklärt. Ich weiß zwar nicht von wem und warum überhaupt, aber isso. Der Vollständigkeit halber für alle Gebe-dem-Tag-einen-Namen-Fans: Heute ist auch der Befreie-die-Welt-von-Modediäten-und-Werbetricks-Tag. Ich hätte da auch einen Vorschlag: Ein Befreie-die-Welt-vom-Blödsinn-Tag.

[721] Jogginghose--

Nun gut, vergessen wir das. Und knuddeln ist super ok. Allein schon wegen der Blutdrucksenkung durch Dopamin. Gibt’s das auch auf Rezept?
Und wer’s geil findet, soll meinetwegen auch in der Jogginghose knuddeln. Wahrscheinlich der Traum aller Partner – gendergerecht ausgedrückt: “Komm Schatzi, lass uns knuddeln. Aber zieh vorher deine Jogginghose an!” Dazu weiße Tennissocken. **Boaaahgrrr!?!**

In dem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen 21. Januar!

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Wenn Entzündungen krank machen – und was das mit der Organspende zu tun hat

17. Januar 2020

Aus gegebenem Anlass:

Wenn Entzündungen krank machen …, diese Überschrift sehe vor einigen Tagen auf der Titelseite einer Boulevard-Zeitung. Ich frage mich: Ist man mit einer Entzündung im Körper nicht schon krank oder wird man es damit erst? Egal. Darunter stand noch etwas von Depressionen. Von der Entzündung zur Depression? Zuhause habe ich als Bechti-Rheumatiker mal zu dem Thema gegoogelt. Oh ha, ich hätte nicht gedacht, was mir da alles angezeigt wird. Aus dem Bereich Bravo für Alte, also Apotheken-Rundschau und so, habe ich mit Beiträgen gerechnet, aber selbst der ÖR NDR ist vertreten:

Rheuma und mögliche Folgen:

Zu lesen ist bspw., dass sich bei uns jeder 8. mit chronisch-behandlungsbedürftigen Einschränkungen des Bewegungsapparates rumplagt – oft wegen einer Autoimmunerkrankung mit rheumatischen Gelenksentzündungen. Meiner Erfahrung nach gibt es dabei eine hohe Dunkelziffer, denn nicht jeder Hausarzt erkennt gleich Rheuma bzw. überweist einen zur Abklärung an einen Rheumatologen. So oder so werden häufig NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) mit den Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Diclofenac verschrieben. Oder wie bei mir seit Jahren Etoricoxib.
Die Medis helfen zwar, haben aber oft Nebenwirkungen. Bei mir führen sie mit zunehmenden Alter zu Bluthochdruck. Klar kann der auch mit Medis behandelt werden, nur können die neue Nebenwirkungen verursachen. Und dann fühlen sich Betroffene wieder krank, nur anders. Das kann schnell zu depressiven Phasen usw. führen. Noch ein Medikament …?! In meinem rund 30 Jahren als Bechti (von Morbus Bechterew) habe ich manch einen deprimierten Bechti kennen gelernt. Auch welche, die sich verbotenerweise mit Cannabis selbst (erfolgreich) therapieren. Letztlich drehen sich viele Betroffene im Kreis, denn ursächlich für eine Autoimmunerkrankung kann neben einer genetischen Disposition auch Stress bzw. die eigene Psyche sein (bad genes and bad luck). Diesen Kreislauf gilt es zu stoppen!

Mein Immunsystem spielt verrückt!

So nenne ich das bei meinen Rheumaschüben. Als ich damals meine Diagnose Morbus Bechterew erhielt, sagte mein Rheumatologe diese Worte, die er wohl als Aufmunterung gedacht hatte:

Machen sie sich keine Sorgen, an Rheuma ist noch nie jemand gestorben. Wenn jemand mit Rheuma eher verstirbt, dann meist, weil die Medikamente irgendwelche Organe geschädigt haben. Darauf müssen sie aufpassen!

Aber: Entzündungen bei Rheuma mögen der klassische Fall sein, doch Entzündungen als Reaktionen unseres Immunsystems können auch andere Erkrankungen verursachen, bspw. eine Herzschwäche. Na ja, manchmal kündigt so ein Organ dann schon mal an, dass es seine Arbeit bald einstellen wird. Letztlich ist es dann egal, warum. Ob nun in Folge von Medi-Nebenwirkungen, oder, oder: Ein gespendetes Herz muss her!

Organe? Woher?

Warten auf ein Spenderherz (2)Diese von der Journalistin Barbara Hans aufgezeichnete Geschichte ist im Spiegel zu lesen. Selbst habe ich so eine ähnliche Geschichte vor Jahren bei einer guten Bekannten miterlebt. Und ich habe mitgekriegt, wie sehr ihr Mann unter dieser Situation psychisch gelitten hat. Seitdem weiß ich, dass in Deutschland statistisch jeden Tag rund zweieinhalb Menschen sterben, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten – und dass es noch mehr wären, würde Deutschland über Eurotransplant nicht mehr Organe erhalten als es zur Verfügung stellen kann. Spätestens zu der Zeit stand für mich fest, dass ich meine Organe würde spenden wollen. Nur habe ich mich immer gefragt, woher die Ärzte das wissen sollen? Deshalb bin ich nach der aktuellen Entscheidung des Bundestages zumindest froh, dass es zukünftig eine Liste geben wird, in die die Spendewilligen eingetragen werden.
Ich respektiere jeden, der nach seinem Tod kein Organ spenden und komplett bleiben will. Ok, das hat auch etwas mit Selbstbestimmung zu tun.
Nebenbei: Eine Selbstbestimmung, die sterbewilligen Kranken am Ende ihrer Tage in Deutschland (noch) verweigert wird. Aber das wäre ein anderes Thema ….
Auf eine ethische Frage hätte ich jedoch gerne eine Antwort: Wie stehen die Nicht-Spendewilligen dazu, wenn sie vielleicht selbst mal ein Organ bräuchten? Lehnen sie das dann konsequenterweise ab?

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Der 2. Tag – „scheiß was auf die Vorsätze“

2. Januar 2020

Am zweiten Tag des neuen Jahres ist das letzte in der Silvesternacht aufgebaute Promilleteilchen der Blutbahn wieder entfleucht, der feiergestresste Körper geht wieder in den allgemeinen Wohlbefinde-Modus über und die Erinnerung an den neujährlichen Haarspitzenkatarrh sorgt vielleicht noch für den Vorsatz, nie wieder Alkohol zu trinken.

Ja ja, diese Vorsätze. Oft sind sie am zweiten Tag schon wieder passé. Am zweiten? Als ich gestern Mittag meinen Gehirnwindungen dringend benötigte Frischluft (*) zuführen wollte, hörte ich das am Strandcafé:
Sie: “Wollen wir uns noch einen Coffee-to-go mitnehmen?”
Er: “Wir haben uns doch vorgenommen, im neuen Jahr auf Verpackungsmüll zu verzichten?!”
Sie: “Scheiß was auf die Vorsätze, ich brauche heute Kaffee!”, stand auf und ging Richtung Tresen.

Das ist ein typischer Fall von kognitiver Dissonanz, eine sehr menschliche Verhaltensweise. Und deshalb gibt es Wissenschaftler, die nicht so recht an positive Änderungen beim Klima und der Umwelt glauben und den Weg dahin nur über Verbote sehen. Schade eigentlich. Dazu fällt mir die Aussage eines Bekannten am Silvesterabend ein:
”Silvester 2018 hatte ich mir vorgenommen, 2019 10 kg abzunehmen. Heute bin ich 12 kg von meinem Ziel entfernt!”

JanFedder-Stuhl-bDas noch: Jan Fedder. Montagabend lese ich, dass er für immer Tschüss gesagt und der Fährmann ihn übern Fluss rüber geholt hat. Sein Stuhl bleibt nun leer. Kein Film mehr mit dem beliebten norddeutschen Volksschauspieler, der wohl seine Ecken und Kanten hatte, aber auch ganz viel Herz. Das hat ihn so authentisch gemacht wie kaum einen anderen.

Gestern gab es nach einer Programmänderung auf NDR stundenlang Filme mit Jan Fedder zu sehen. Hauptsächlich aus den beiden Serien, deren Zukunft ohne ihren Hauptdarsteller nun fraglich ist. Nein, ich bin kein Serienjunkie und das Großstadtrevier oder Neues aus Büttenwarder habe ich so gut wie nie gesehen. Jan Fedder ist für mich mehr als der Polizist Dirk Matthies oder Bauer Kurt Brakelmann. Er ist auch der Bootsmannsmaat Pilgrim, der Taucher Paul Hinrichs oder der Kapitän Johann Freytag. Und mehr. Aber diese drei Filme bringe ich ad hoc mit Jan Fedder in Verbindung, besonders die Siegfried-Lenz-Verfilmungen.

Gute Reise Jan. Wenn viele so wären wie du warst, wäre die Welt eine bessere!

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(*) Niemand möge bitte glauben, mein Rückblick 19/12 von gestern Morgen sei im restalkoholisierten Zustand entstanden. Nein. Der war vorgeschrieben. Was, das macht die Sache noch schlimmer? Och, nö, näh 😉

Meiers Rückblick 19/12 in 100 Sekunden

1. Januar 2020

Dezember 2019: Wenn ich auf selbigen Monat zurückblicke, ist das auch ein Rückblick auf das gesamte Jahr. Zum einen, weil in der christlich geprägten Welt die Weihnachtstage trotz aller Konsumsucht für ein wenig Besinnung sorgen, zum anderen, weil auf jedem Fernsehsender irgendwelche Jahresrückblicke zu sehen waren. Bspw. durfte VW-Boss Herbert Diess bei Maischberger erklären, dass SUVs trotz eines höheren CO2-Ausstoßes nicht so schlimm sind, denn letztlich würden die Kunden die Autos so wollen und damit die Wende zur E-Mobilität finanzieren. Außerdem brauchen wir kein Tempolimit auf Autobahnen, weil mit E-Autos würde man wegen des dann höheren Energieverbrauchs und somit geringerer Reichweite eh nicht schneller als 130 km/h fahren. Nun ja, für mich ist das Realsatire pur.
Als zweiten Rückblick habe ich mir den des Kabarettisten Dieter Nuhr angetan. Nachdem der zuletzt wegen seiner gar nicht so witzigen Witze über das Klima-Thema im Allgemeinen und Greta Thunberg im Besonderen den ein oder anderen Shitstorm über sich ergehen lassen musste, war ich gespannt. Mein persönliches Fazit: Nuhr dreht sich nur noch um Nuhr und wirbt nur noch für seine Quote von Nuhr im Ersten. Meine Vorstellung vom politischen Kabarett ist eine andere. Welch Kontrast ist da der süffisant-satirische Jahresrückblick Tilt! 2019 von Urban Priol (3SAT-Mediathek).

Überhaupt, das Klima-Thema war 2019 der Dauerbrenner. Nicht etwa begründet in politischer Weisheit, sondern weil junge Leute weltweit für ein besseres Klima, für ihre Zukunft demonstriert haben. Dabei konnte ich mich mitunter des Eindrucks vom nahenden Weltuntergang nicht erwehren, sollten wir Das Eins-Komma-fünf-Grad-Klimaziel verfehlen. Dazu eine Karikatur von Roger Schmidt. Nein, ich sehe auch den wissenschaftlich begründeten Ernst der Lage, aber zwischen schwarz und weiß gibt es bekanntlich eine breite Grauzone. Für 2020 wünsche ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein und Sachlichkeit in der Debatte: Die war (!) und ist mir nämlich zu wichtig, um sie mit Hysterie oder Häme und fragwürdigen Witzen zu konterkarieren.

Allerdings leben die Medien gut mit dem Thema. Wenn bspw. tagelang darüber geschrieben wird, wie wo wann und warum überhaupt die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der Rückfahrt von der COP25 in einem deutschen ICE einen Sitzplatz hatte und wann nicht, dann fällt mir nichts mehr dazu ein. Inhalte? Nix, Hauptsache Klicks. Klickschlampeske Verkommenheit der Medien nennt das ein bekannter Meteorologe & Moderator. Ständig wird eine neue „Umwelt“-Sau durchs Dorf getrieben (dazu eine Glosse von Peter Ahrens auf SPON). Leider und wahrscheinlich wird sich an alledem auch in diesem neuen Jahr nicht viel ändern und 2020 wird genau so ein verwirrendes Jahr mit vielen sinnfreien Momenten, wie es die letzten auch waren. Machen wir das Beste draus! 😉

In dem Sinne: Alles Gute für zwanzigzwanzig!

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Frohe Weihnachten & Tschüss 2019

23. Dezember 2019

Und tschüss. 2019 liegt in den letzten Zügen. Wir haben zwar nun auch kalendarisch Winter, aber zu spüren ist davon hier an der See nix. Gar nix. Heute Luft 8 Grad, Wasser zwei weniger. Ein paar Beweisfotos habe ich im Fotoblog -> KLICK. Nun ja, wenigsten bleibt uns die Erinnerung an Zeiten mit Frost & Schnee 😉 Habt ruhige Weihnachtstage ohne Stress, meine Anerkennung an die, die arbeiten müssen – und kommt gut ins neue Jahr. In dem lesen wir uns wieder 😉

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Das perforierte Kondom

8. Dezember 2019

Ich finde Kompromisse gut – oder im Schäuble-Denglisch: „The second best ist besser als nothing!“ Grundsätzlich jedenfalls, denn es gibt Ausnahmen. Für mich jedenfalls. Manchmal ist es eine Frage des Systems, will ich links oder rechtsrum. Oder wie mein alter Kollege sagte:

Als Kompromiss zwischen mit oder ohne Kondom ein perforiertes Kondom zu nehmen, ist eine mindestens fragwürdige Entscheidung!

Heute Morgen blättere ich mich durch die Nachrichtenseiten und was ich über den SPD-Parteitag lese, erinnert mich doch sehr an den Kollegen-Spruch. Nun ja. Wie und was die neue Parteiführung anders und besser machen sollte, das ist auch fast überall zu lesen. Ach, ich >Ironie an< liebe >Ironie aus< diesen in die Berichterstattung einfließenden Kommentar-Journalismus.

Gleiches gilt für die UN-Klimakonferenz in Madrid (COP25). Eigentlich sollte es – folgt man der Wissenschaft – nur einen Weg geben, besser gesagt, auf dem jetzigen sofort abzubremsen.

Der Karikaturist Gerhard Mester hat das so gezeichnet. Bildlich gesprochen macht ja bekanntlich anschaulicher 😉 Aber nee, immer wird noch darüber debattiert, wie wirtschaftlich, sozialverträglich und finanzierbar welche Maßnahme ist. Warum fällt mir schon wieder das perforierte Kondom ein?

Und die Journaille mittendrin. Plus Dieter Nuhr, der wegen der radikalen Forderungen der Klimaschützer sogar den dritten Weltkrieg erahnt. Wahrlich: De klööksten Stüerlüüd sitt jümmers op’t Dröge!“
Noch schlimmer ist das beim Fußball. Da reicht ja null Wissen um mitreden zu können. Mittlerweile finde ich es amüsat, wie dieselben „Fachleute“ heute die Mannschaften bzw. Trainer verreißen, die sie gestern noch gehypt haben. Und das teilweise fernab der Sachlichkeit mit großer Häme. Dann wird der FC Bayern halt in diesem Jahr mal nicht Meister, Manchester City mit Guardiola auch nicht, dafür meinetwegen Leipzig mit Nagelsmann und Liverpool mit Klopp – so what? Muss man deswegen gleich die Systeme der nun mal nicht siegreichen Mannschaften in Frage stellen? Sinnigerweise haben die „Fachleute“, die sich dabei hervortun, oft weder als Spieler noch als Trainer Großes vollbracht. Wie gesagt: „Stüerlüüd up’t Dröge!“

So, nun habt noch einen schönen 2. Advent,
hier plästert dat und is bannig windig woorn.

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Alles Gute zum #Nikolaus – #TimeForAction

6. Dezember 2019

Moin. Ach ja, auf den guten alten Nikolaus ist auch kein Verlass mehr. Nix mit gefülltem Stiefel heute Morgen. Wer auch, sind ja alle aus- und weggeflogen: Bayern, Kreta, Ägypten. Nur ich deprimiere hier im nasskalten Norden so vor mich hin, pflege mein Rheuma 😦 und vermeide CO2. Na ja, nicht ganz, ich atme immerhin noch – das aber in einem Zustand zwischen Resignation und Fatalismus. …

Ok, Spaß beiseite, Ernst komm her: Zurzeit gibt es ständig irgendwelche alarmierenden Berichte über den Zustand unseres Klimas. Vom Weltklimarat, vom Umweltbundesamt, von der Europäischen Umweltagentur, vom DWD und der WMO, usw., usw.. Scheinbar wird sich daran auch zukünftig nichts ändern …. Jedenfalls tendiert meine Hoffnung seit einem Fernseh-Interview gen null: Es ist ein paar Tage her, ich zippe mich durch die Programme und bleibe bei irgend einem Spartensender hängen. Im Zusammenhang mit der COP25 wird eine Wissenschaftlerin interviewt, ich glaube vom Alfred-Wegener-Institut. Jedenfalls ist die Frau in Plauderlaune. Sinngemäß:

Schon die Erreichung des 2°-Ziels haben wir damals unter den gegebenen Zuständen als sportlich angesehen. Als dann die Politik auf uns zukam und wissen wollte, was passieren müsse, um die Erderwärmung auf 1,5° zu begrenzen, haben wir das erst als eine wissenschaftliche Herausforderung gesehen um das zu berechnen. Heute wissen wir, wie wichtig das 1,5°-Ziel ist. Das zu erreichen ist zwar theoretisch noch möglich, praktisch müsste dafür jedoch sehr viel passieren und es gehört schon sehr viel Optimismus dazu, daran zu glauben.

Soweit die Sichtweise der Fachfrau zur Klima-Realität. Kein Wunder, dass dabei das Klimapäckchen der Bundesregierung als völlig unzureichend immer wieder in die Kritik gerät und die Ausrufung des Klimanotstandes durch das Europäische Parlament als pseudo-politisches Lippenbekenntnis abgetan wird. Nun ja, angesichts meines fortgeschrittenen Alters werde ich von den Auswirkungen des Klimawandels sooo viel nicht mehr mitkriegen. Aber welche Welt hinterlassen wir den kleinen Kindern von heute? Und so packe ich heute die Hoffnung in meinen leeren Nikolaus-Stiefel, dass die Welt dann doch etwas besser aussieht, als manche Studie es heute vorhersagt. #TimeForAction – (Es ist) Zeit zum Handeln!

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Nikon Coolpix A1000 als Schnäppchen

5. Dezember 2019

Nikon Coolpix A1000 -Kauf

Eine neue Reisekamera soll muss her. Nun ja, mehr soll als muss, denn meine alte Canon tut’s noch, aber …. Jetzt hat es “der Markt” gerichtet 😉

Ein Schritt zurück, meine Überlegungen:

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Wer sich mit der digitalen Foto-Technik beschäftig weiß um die Größe der Sensoren. Faustregel: Je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität und desto leerer das Portemonnaie!

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Eine Reise- oder Kompaktkamera hat ihre Vorteile in den Abmessungen und dem Gewicht. Wenn ich ehrlich zu mir bin, habe ich meine DSLR allein wegen ihrer Größe selten auf meine Touren mitgenommen und daran würde sich wohl auch nichts ändern. Letztendlich kam für mich nur eine neue jackentaschen-taugliche Kamera mit einem ausreichenden Teleobjektiv in Frage. Und damit bin ich wieder beim Sensor:

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Viel Tele-Zoom und ein großer (1”)-Sensor passen nun mal nicht in ein kompaktes Gehäuse. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es eben nicht. Und dann ist da noch der Preis: Kompaktkameras mit einem 1”-Sensor sind rund 600 € teurer als ihre kleineren Geschwister mit einem 1/2,3” Sensor. Dazu kommt, dass die Einzöller-Objektive kaum über die für meine Bedürfnisse erforderliche Brennweite verfügen.

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Am Ende meiner Überlegungen schwankte ich zwischen der Lumix TZ91 bzw. TZ96 und der Nikon Coolpix A1000 – mit einer Tendenz zur Lumix. Die hat in Tests etwas besser als die Nikon abgeschnitten, meine Freundin ist sehr zufrieden mit ihrer TZ91, allerdings liegt mir die Nikon etwas besser in der Hand – besonders wichtig wenn Mann über eine zweitstellige Handschuhgröße verfügt 😉

Tja, und während ich noch so schwankte und ich mich gedanklich auf fallende Preise nach Weihnachten eingestellt hatte, sah ich rein zufällig das unschlagbare Angebot von unserem Lübecker Fotohaus Wiesenhavern. Siehe oben. Und weil Entscheidungen dafür da sind, dass sie auch mal getroffenen werden, habe ich eine getroffen und bin am Montag nach Lübeck gefahren. Seitdem bin ich Besitzer einer Nikon – und bisher zufrieden von der Kamera – besonders was das Preis-/Leistungsverhältnis betrifft.

Die drei Aufnahmen sind erste Tests und zeigen die Unterschiede im Zoom-Bereich. Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken. Mit den weiteren Test-Bildern (-> Weihnachtsmarkt Gut Stockseehof im Fotoblog) bin ich grundsätzlich zufrieden – immer im Hinterkopf: Das ist eine Kompaktkamera!

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Meiers Rückblick 19/11 in 100 Sekunden

1. Dezember 2019

November: Der graue Monat. Manche nennen ihn auch den Trauermonat. Die einen trotz des 9. Novembers, andere deswegen. Bevor jemand tief Luft holt …: Es gab nicht nur den von 1989, auch den von 1938. Aber zumindest dieser November hatte auch ein paar Sonnentage.

Gewissermaßen ein Sonnentag war auch der 10. November mit dem Kompromiss der GroKo zur Grundrente. Vielleicht eher für die SPD als für die CDU, aber egal, es geht um die soziale Sache. Wie 2014 beim Mindestlohn. Und wie damals hagelt es wieder Kritik aus allen Richtungen: Den einen ist es zu wenig, den anderen zu viel. Ich sag’s mal so im Schäuble-Denglisch: „The second best ist besser als nothing!“ Dabei frage ich mich, warum in Deutschland ein Kompromiss eher als faul gilt, während Kompromisse in den nordischen Ländern als etwas Gutes gesehen werden? Sind deshalb in Skandinavien Minderheitsregierungen quasi an der Tagesordnung, während sie in Deutschland verpönt werden? Hängt das damit zusammen, dass die Skandinavier allgemein als glücklich & zufrieden gelten, während wir Deutschen diversen Studien zufolge irgendwo im Glücks-Nirgendwo der dauernden Nörgler rangieren? 😉 Übrigens: „Respektrente“, wie die Grundrente gerne von ihren Befürwortern genannt wird, wurde vorgestern von der GfdS zum Wort des Jahres 2019 gewählt, weil es sich „aus sprachlicher Sicht um die Neubildung eines Hochwertwortes in der politischen Debatte handelt, die der Selbstaufwertung durch Fremdaufwertung dient“. Ah ha!

Das hat mich gefreut:

Als bekennender Lesch-Fan finde ich es toll, wenn Wissenschaft verständlich mit Humor präsentiert wird, weil: Wissen hat noch nie geschadet. Meinetwegen kann es auch per Bild vermittelt werden, so wie bei Kindern. Oder wie mein alter Dozent zu sagen pflegte: „Bildlich gesprochen macht anschaulich.“

Dieses Bild vom Dienstag (26.) ist für alle die keine Möge haben, sich den 276-seitigen Monitoringbericht der Bundesregierung zu den bisherigen Folgen des Klimawandels in Deutschland durchzulesen. Dazu die Meldung der WMO vom Montag (25.), dass für 2018 im weltweiten Jahresmittel ein historischer Höchstwert von 407,8 ppm CO2 in der Erdatmosphäre gemessen wurde. Sorge bereitet der WMO demnach, dass der Anstieg zuletzt höher war als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Alles nur Hysterie? Keine Panik auf der Titanic? Nun ja, was mit der Titanic passiert ist, wissen wir – am Rest können wir noch arbeiten.

So, nun habt eine schöne Adventszeit
und übertreibt es nicht mit dem Glühwein 😉

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Die Märkte werden’s richten …

24. November 2019

… jedenfalls behaupten das die global denkenden Wirtschaftsliberalen. Angebot und Nachfrage und so – und natürlich möglichst ohne staatliche Regularien. Nun ja ….

Heute Morgen höre ich im Radio, dass ab morgen die Weihnachtsmärkte öffnen und dass das wegen des heutigen Toten- oder Ewigkeitssonntages vorher nicht erlaubt sei. Keine Ahnung ob das stimmt.

Aber wir in SH sind ja nicht blöd 😉 und nennen den Weihnachtsmarkt im November deswegen Vorweihnachtlichen Basar. Das ist zwar das Gleiche aber eben nicht dasselbe. Oder so ähnlich. Die Glühweinverkäuferin findet das gut so, weil sich ihr Geschäft an fünf Wochenenden mehr lohnt als nur an vier. Angebot und Nachfrage 😉

Letzte Woche habe ich mich für eine bestimmte Kamera interessiert. Im nahegelegenen Saturn-Markt war die auch vorrätig. Ich wusste ja schon vorher, dass bei MediaMarkt/Saturn die Markt-Mitnahme- keine Online-Preise sind.

Aber ist dieser Unterschied nicht ziemlich krass? Wer unbedarft ist und nicht vorher recherchiert, zahlt bannig drauf. Sollen es so die Märkte richten, also die vor Ort, damit der Konzern überleben kann?

Im Saturn- wie im MediaMarkt-Onlineshop kostet die gleiche Kamera 140 € weniger! Damit nicht genug.

Es gibt nicht nur Amazon und die großen Fachmärkte mit ihren Online-Shops. Laut Preissuchmaschine gibt es auch Händler-Angebote unter 500 €. KRASS!

Neben uns stand ein älterer Herr und interessierte sich ebenfalls mit augenscheinlicher Kaufabsicht für diese Kamera. Ich konnte nicht anders, ich musste ihm auf meinem Smartphone das Online-Angebot zeigen. Er war äußerst irritiert und befragte einen Verkäufer. Der meinte, dass die Preise nicht im Markt gemacht werden und MediaMarkt bzw. Saturn schon lange nicht mehr die günstigsten Preise bestimmen. Aber er würde selbstverständlich die Kamera zum Online-Preis kriegen, er müsse nur einen Verkäufer ansprechen und den verlangen. Wie blöd ist das denn?

Ich habe keine Kamera gekauft, weil ich immer noch nicht weiß, was ich will. Die Tendenz geht zurzeit zu einer Lumix TZ91 als Ersatz für meine mittlerweile betagte Reiskamera. Egal, wenn dann wohl so wie so erst nach Weihnachten. Zurzeit sehe ich meist nur die Preise steigen: Das Weihnachtsgeschäft. Angebot und Nachfrage – die Märkte werden’s richten 😉

Genießt die Märkte – die mit Glühwein und die ohne –
aber lasst euch bitte nicht für blöd verkaufen 😉

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