Skip to content

Was sind schon Zahlen? 1958, 1968, 2018

23. Juni 2018

Zahlen„Gut, dass heute der 23. und nicht der 24. Juni ist“, sage ich heute morgen zu meiner Tochter. „Wieso?“ will sie wissen. „Weil morgen vor 60 Jahren, WM 1958 in Schweden, Deutschland gegen Schweden 1:3 verloren hat. Immerhin ist Deutschland am Ende noch Vierter geworden. Das ist nach einer gewonnenen Weltmeisterschaft die beste Platzierung gewesen“, prahle ich mit meinem Wissen. „Aber in der Vorrunde sind wir noch nie ausgeschieden, selbst nicht als Weltmeister“ erwidert sie, „das haben bisher nur Frankreich, Italien und Spanien geschafft.“ Stimmt. „Und lange vor deiner Zeit, 1966 Brasilien“ füge ich hinzu. „Ach, was sind schon Zahlen?“ Das aus dem Munde eine Mathematikerin 😉

Tweet-Asylsuchende-180622

Zahlen hat vor ein paar Tagen der @RegSprecher getwittert:
„Zahl der Asylbewerber in Deutschland geht 2018 weiter zurück“.

Aber wen interessiert das? Die Stimmungslage im Lande zeigt sich von den Zahlen scheinbar unbeeindruckt. Es ist für mich ein Paradoxon, wenn einerseits die Mehrheit hinter der CSU-Politik steht, anderseits Merkel Kanzlerin bleiben soll. Jedenfalls schreibt das SPON. Fällt das unter die oft zitierte „Schwarmintelligenz der Massen“?

Menschen von 1968

Der Journalist Hilmar Klute hat sich neulich in der SZ auf einem Rundgang durch Berlin Gedanken über die „Ironie der Geschichte“ gemacht gemacht. (Bild: die Liedermacherin Bettina Wegner, die mit den „kleinen Händen“) In der Tat, über seine Gedanken – die Menschen von 1968 –  darf sich jeder heute – 2018 – mal so seine Gedanken machen ….

Wenn ich die aktuelle Debatten verfolge und sehe, wie mit dem Recht umgegangen wird, kann ich nur den Kopf schütteln. Unterschiedlicher Meinung zu sein ist das eine. Das muss die Demokratie aushalten. Aber das Recht so für sich zu beugen, dass es zur eigenen Position passt, ist etwas anderes. Schlimmer noch, wenn es simpel ignoriert wird. Damit meine ich die EU insgesamt: Eine Staatengemeinschaft, die a) nicht fair miteinander umgeht und b) sich nicht an die selbst gegebenen Regeln hält, wird aufhören eine zu sein. Ist das wirklich der Wille der Mehrheit, die es zu respektieren gilt? Oder geht es mehr nach dem Motto: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“?

618

Advertisements

Heinz & Franz-Josef zum #Optimismus

19. Juni 2018

Optimismus in Reinkultur – was auch sonst? 😉

Heinz Rühmann und Franz-Josef Strauß schauen sich diese Fotomontage an. Fragt der Heinz: „Was ist ein Optimist?“ – um die Antwort gleich selbst zu geben: „Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.“ Antwort Franz: „Mein lieber Heinz, selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren!“

Quelle: zitate.net
617

SSS – schöner Sofa-Sonntag

17. Juni 2018

Moin

Nachdem ich die ganze Woche fast nur zum Schlafen zuhause war, sag‘ ich mal …:

Karl-Valentin-VM

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“

Der Satz stammt natürlich von dem Münchener Urgestein Karl Valentin. Vielleicht würde er heute feststellen …

„Die Zukunft war früher auch besser!“

… und seinen Landesfürsten ins Gebetsbuch schreiben:

„Der Mensch is guad, de Leit‘ san schlecht!“

Wie auch immer, jedenfalls ist in den letzten Tagen ganz schön was zu Bruch gegangen und die Frage ist, ob sich das wieder kitten lässt?

Fenster-Bruch

Mit ein bisschen Phantasie und gutem Willen bestimmt. Mann muss nur mögen wollen. Frau natürlich auch …

Horst und Markus

… aber wenn Mann sich bockig gibt, wird’s schwierig. Ich habe den beiden Böcken übrigens Namen gegeben – aber gehört haben sie trotzdem nicht auf mich 😉

Brummkreisel

So wie die vorher den Laden aufgemischt haben, müssen sich ihre Schädel wie Brummkreisel anfühlen. Ich hoffe, dass das keine bleibenden Schäden verursacht. Mit diesen Bildern der vergangenen Tage mache ich mir nun einen schönen Sofa-Sonntag. Fußball-WM inklusive. Ich hoffe, dass sich unsere Fußballer geschickter anstellen … 😉

616

 

ES REICHT! #Asylstreit

15. Juni 2018

Tweet-Augstein-Merkel-180614

Nein, ich bin kein Merkel-Fan. Und in den vergangenen zwölf Jahren gab es genügend Momente, wo ich sie mir sonst wo hin gewünscht habe, aber nicht ins Kanzleramt.

Doch wie sie aktuell von Seehofer, Söder & Co. in der Flüchtlingspolitik vorgeführt wird, ist es beschämend und erbärmlich zugleich: ES REICHT!

Das reiche Europa hat nun mal eine enorme Anziehungskraft auf Hilfesuchende. Das ist ganz natürlich und nicht einfach abstellbar. In dem Maße, wie sich unsere – europäische – Gesellschaft mit der Zuwanderung überfordert sieht, braucht es eine Lösung. Und zwar eine EUROPÄISCHE LÖSUNG!

Alle verantwortlichen Politiker wissen mittlerweile, dass das sog. Dublin-III-Abkommen diese Lösung nicht ist. Hauptsächlich deshalb, weil ein Solidaritätsmechanismus fehlt, den auch Merkel-Deutschland 2013 noch abgelehnt hat. Ein Fehler, wie unsere Kanzlerin seit 2015 weiß, der korrigiert werden muss, den sie korrigieren will. Stattdessen gibt es unter Missachtung der simpelsten humanitären Grundsätze Streit auf der offenen EU-Bühne.

Spricht in Folge dessen nicht alles für eine nationale Lösung, wie es uns die bayerische CSU aktuell wieder erklärt? NEIN! Abgesehen von verschiedenen Rechtsauffassungen verschieben sich dadurch die Probleme nur in die Nachbarstaaten und in einem Dominoeffekt auf die Mittelmeer-Staaten Spanien, Italien und Griechenland. Wo bleibt dann die sonst so viel zitierte „Europäische Werteordnung“? Auf der Müllhalde der Uneinigkeit? Was passiert dann? Ich bitte das nur einmal weiter zu denken ….

Tweet-Guido-Seehofer-180614„Germany first“ ist für mich der falsche Weg. Richtig wäre die – zugegebenermaßen mühsame – Suche nach einem europäischen Konsens. Gräben müssen zugeschüttet und nicht aufgerissen werden. Angesichts der sich abzeichnenden Stimmungslage in unserem Land warne ich – als überzeugter Europäer – vor einem populär erscheinenden einfachen Weg. Der kann sich ganz schnell als Sackgasse entpuppen.

Mit ihrer präzise kalkulierten konservative-Revolution-Rhetorik hat sich die CSU auf der Seite der Merkel-Gegenspieler positioniert, die die EU zur Vergangenheit und das Wiedererstarken der Nationalstaaten zur Zukunft erklären. Wollen wir das wirklich? Ich bitte das nur einmal weiter zu denken ….

Ich habe nie gedacht, dass ich mal zur Unterstützung für Kanzlerin Merkel aufrufe – heute ja! Unterstützt Merkel in der Flüchtlingspolitik auf dem europäischen Weg. Bitte!

615

Wie „first“ ist Germany eigentlich?

13. Juni 2018

Teil I – Fußball

Wir sind Weltmeister. Also „first“. Bei den großen Turnieren war Deutschland a) immer dabei und hat b) meist auch recht gut abgeschnitten. Anders als Italien und Holland. Übrigens: Falls jemand eine WM-Karte für das Spiel Italien gegen Holland hat, Flug mit Air Berlin ab BER, dann ist das eine Fälschung! Ich wollte nur mal darauf hingewiesen haben 😉

Kicker-Arena

Nun reden alle von der WM in Russland und diskutieren, ob Deutschland wieder Weltmeister wird. Wir haben die Vorrundenspiele in der kicker-Arena Fehmarn vorgespielt. Wir, das sind G., ein junger Mann mit Down-Syndrom, und ich. Leider muss ich euch sagen, dass Deutschland mit drei Niederlagen nach der Vorrunde nachhause fahren muss. Aus Frust haben wir das Österreich-Spiel von letzter Woche nachgespielt. 10 : 3. Für Österreich! Nix mehr mit „first“ 😉

Teil II – Trump, die Wirtschaft usw.

Alle regen sich über Trupms „America first“ auf – wenn sie dieser Tage nicht gerade über Fußball reden. Nebenbei: Erfunden hat den Slogan nicht Präsident Trump, sondern einer seiner Vorgänger, Präsident Wilson, vor über 100 Jahren. Egal, jedenfalls wettert Trump andauernd:
„Wir beschützen Europa (was gut ist) zu großen finanziellen Kosten, und dann werden wir beim Handel auf unfaire Weise geschröpft.“
Gelegentlich wird ihm Verständnis entgegengebracht. Sind das alles Trump-Sympathisanten? Nein! Beschäftigen wir uns näher mit Themen wie

  • dem europäischen und insbesondere deutschen Handelsüberschuss,
  • Zölle, Subventionen, Standards der EU zur Sicherung des EU-Binnenmarktes, und
  • die aus NATO-Sicht ungenügenden deutschen Verteidigungsausgaben,

dann darf man feststellen, dass wir gegenüber den USA bisher zumindest nicht benachteiligt waren. Selbst in der EU wird der der deutsche Handelsüberschuss gegenüber den anderen Mitgliedsstaaten immer wieder kritisiert. Auch das ist von Interesse: Flüchtlinge, beim sog. Dublin-III-Abkommen hat Deutschland 2013 die Einführung eines Solidaritätsmechanismus noch abgelehnt …. Die einen nennen das die „Leitlinien der Merkel-Politik“, die Rechten nennen das „Germany first“.

Wie 2011 bei den AKWs hat Kanzlerin Merkel heute ihre Fehler beim Dublin-III-Abkommen eingesehen und wirbt für einen „gemeinsamen Angang in der Migrationsfrage“ und eine EU-Asylbehörde. Gut so! Schade nur, dass ihre eigene CDU/CSU-Fraktion, voran CSU-Innenminister Seehofer, ihr dabei Steine in den Weg legen. Für mich „Germany first“. Unser CDU-SH-MP Günther (… der mit seinen Aufgaben wächst …) nennt das einen Überbietungswettbewerb mit der AfD. Wie auch immer: Bevor wir laut über Trumps „America first“ schimpfen, dürfen wir uns Antworten auf die Fragen geben: „How ‚first‘ is Germany, how ‚first‘ is the EU?“

614

Was denn nun?

12. Juni 2018

„Jede Medaille hat seine zwei Seiten“. Manchmal ist es schwer sich für eine zu entscheiden-

Hier in SH bemängelt der Landesrechnungshof wieder die mangelnde Schuldentilgung – sprich: Das Land soll weniger ausgeben. Die Landesregierung entgegnet, dass für sie der Abbau des Sanierungsstaus Priorität hat – sprich die Jamaika-Koalition will die gute Haushaltssituation nutzen, um Schulen, Krankenhäusern und Straßen zu sanieren.
Was denn nun: Sollen wir unseren Kindern mehr Schulden oder mehr Kosten hinterlassen?

G7. Nein, ich will das nicht kommentieren! Ob nun mit oder ohne Putin, und warum fehlt China, aber Italien ist dabei – und überhaupt, sind die G7 wegen Trump nur noch G6? – all das soll jeder für sich beantworten.

europa-gegen-ttip-ceta-600

Meine Frage ist eine andere: Trump hat überraschend vorgeschlagen: Keine Zölle, keine Barrieren. Das ist die Weise, wie es sein sollte.“ – was Kanzlerin Merkel „interessant“ findet. Aber Zölle sind bekanntlich das eine, Subventionen, Standards usw. das andere. Geregelt wird so etwas durch Abkommen wie CETA und TTIP. Bei uns wurde vor zwei Jahren viel gegen CETA gezetert und die TTIP-Verhandlungen wurden von Trump selbst beendet.
Was denn nun? Doch wieder verhandeln? Sind die Gegner von gestern angesichts der aktuellen Entwicklung nicht mehr ihrer Meinung und gibt es heute eine breite Mehrheit für so etwas wie TTIP, um einen Handelskrieg zu vermeiden? Oder dann doch lieber Zölle, Zölle, Zölle?

Trump-Tweet-D-180611

Bundeswehr. Von den in der NATO verabredeten 2 % des BIP sind wir in Deutschland rund 30 Mrd. Euro entfernt. Trump kritisiert das fortwährend: „Wir beschützen Europa (was gut ist) zu großen finanziellen Kosten, und dann werden wir beim Handel auf unfaire Weise geschröpft“ – und selbst Kanzlerin Merkel zeigt in diesem Punkt Verständnis.
Was denn nun? Wollen wir mehr Geld in den Verteidigungshalt geben und wenn ja, wo soll es herkommen? Dafür Schulden machen? Bei den Bildungs- und/oder Sozialausgaben sparen? Oder weiter hoffen, dass schon alles irgendwie gehen wird wie bisher – auch auf die Gefahr hin, dass sich die USA als Schutzmacht zurückziehen?

Eins noch, ohne „was denn nun?“: Flüchtlinge. Was sich Europa im Umgang mit denen leistet, oder was besser gesagt „nicht leistet“, ist nach meinem Verständnis bisweilen an Unmenschlichkeit nicht mehr zu überbieten. Das Mittelmeer als Burggraben der Festung Europa. Kanzlerin Merkel sieht sich weiter in der Rolle der Humanistin, spricht von einem „gemeinsamen Angang in der Migrationsfrage“ und von einer gemeinsamen europäischen Asylbehörde. Ja und? Leider gibt es EU-Staaten, die ganz offensichtlich daran kein Interesse haben und selbst in Deutschland steuern Innenminister Seehofer u. a. einen nationalen Kurs. Aber wo bleiben die Solidarität und die sonst so viel beschworenen „europäischen Werte“? Wir haben heute faktisch schon ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Warum nicht auch ein humanitäres und ein weniger humanitäres Europa (?) – selbst mit der Gefahr einer weiteren Entfremdung einzelner EU-Staaten vom europäischen Integrationsprojekt. Oder ist „Angela allein zu Haus?“ Ich hoffe nicht!

613

Gestatten, meine Name ist Cillkröte, Sven Chillkröte

8. Juni 2018

CHILLKRÖTE

WhatsApp. Wieder so’n Bild wie vor ein paar Tagen. Meist wird man ja zugemüllt mit irgend welchen Filmchen und so, oft erhält man die auch doppelt und dreifach. Aber manchmal sind auch originelle Sachen dabei, die ich noch nicht kenne und die ich einfach klasse finde. Dieses Bild kam gestern rein. Zur Feier des Tages habe ich es gleich ausprobiert: Funktioniert SUPER !!

Grünstrand. Am Mövenstein in Travemünde -> KLICK (Fotoblog)

612

%d Bloggern gefällt das: